Als ich im November 2014 auf meine Surf-Weltreise loszog, wollte ich täglich zum Surfen kommen und mein Surf-Level verbessern.

Unterwegs bin ich dabei auf viele unterschiedliche Menschen, Surfspots und Erfahrungen gestoßen, die mich bei diesen Zielen voran gebracht haben.

Daraus haben sich einige Einstellungen für mich manifestiert, die mich leiten und motivieren!

Zeit also, diese mit euch zu teilen und euch damit ebenso einen Motivationsschub zu verpassen!

Hier die 9 wichtigsten Vorsätze, die uns beim Surfen – und manchmal auch im übertragenen Sinne im Leben – voran bringen!

1: Dankbarkeit!

Fortgeschrittene Surfer haben mich vor allem eines gelehrt:

Die Natur ist der einzige Herrscher über Wind, Meer und damit Welle. Wenn du also am Strand stehst und dich über Konditionen beschwerst, denk nochmal nach: Ist es nicht einfach nur geil, überhaupt am Meer zu sein und surfen zu können?

Und was soll das überhaupt heissen, die Wellen sind „nicht gut genug“?

Sind wir mal ehrlich: Nur weil die Wellen etwas choppy aussehen und nicht im Indo-Style an die Küste rollen, gehst du nicht rein?

Nichts da! Rein da mit dir!

Jeder Surf bringt dich weiter!

Wer „scheiß“ Wellen surft, lernt verschiedene Arten von Wellen zu lesen und sich zu positionieren. Ein guter Surfer holt noch aus der „beschissensten Welle“ alles raus!

Tage, an denen es wundervoll wird, sind nunmal nicht selbstverständlich.

Eine Tatsache, die das Surferleben so wunderschön macht: Wenn der Surf richtig gut wird, ist der Stoke umso größer!

Fußnote: Sei dankbar für das Gegebene! Viel zu häufig legen wir einen negativen Fokus an den Tag und vergessen dabei, die vorhandenen, positiven Seiten der Dinge zu sehen!

2: Körperbewusstsein!

Aujeeee, der wohl schwierigste Vorsatz für alle Surfer da draußen:

  • Vor dem Surfen Aufwärmen, damit man sich nicht verletzt
  • Nach dem Surfen Dehnen, damit die Muskeln nicht verkrampfen und sich die Bänder nicht verkürzen.

Beides so wichtig und doch so häufig vernachlässigt.

Ich büße es jedes Mal, wenn ich ohne Aufwärmung surfen gehe, denn mein Nacken meldet sich anschließend relativ schnell mit Schmerzen!

Ebenso bekomme ich mit der Zeit die Rechnung für Nicht-Stretchen nach den täglichen Surfs: Meine Muskeln zwischen den Schulterblättern und im unteren Rücken verspannen.

Eine eindeutige Quittung habe ich zuletzt dafür in Portugal bekommen: Während meinen TakeOffandSurf-Wochen stand ich plötzlich mit unfassbar krassen Schmerzen im unteren Rücken da! Kein wirklich gutes Timing, aber offensichtlich eine fette Ohrfeige vom Leben persönlich!

Ein Physiotherapeut, viel Dehnen und viel Bauchmuskel-Training haben mich wieder aufgepeppelt.

Die Ansage sollte klar sein: Nicht erst auf das Schlimmste warten, sondern Prävention betreiben.

Und die Zeit beim Stretchen kann man gut für das Lesen der Wellen beobachten!

Fußnote: Unsere Gesundheit hat oberste Priorität! Immer! Alles andere baut darauf auf!

3: Weiterentwicklung!

Klar kann man sich auch auf dem Level ausruhen, das man bereits hat, aber sind wir mal alle ganz ehrlich: Den ultimativen Kick beim Surfen, der Adrenalin durch unser Blut pumpt, kommt nicht von Gewohntem, oder?

Setz dir kleine, realisierbare Ziele!

Taste dich z.B. an Wellen ran, die ein kleines bisschen mehr einschüchternd sind als die gängigen:

Die Angst vor große Wellen – was DU tun kannst!

Oder nimm dir ein neues Manöver oder eine neue Technik für die kommenden Monate vor, die du erreichen willst:

Sei es deine erste grüne Welle, deine erste Parallelfahrt oder dein erster Cutback – halte dir vor Augen, was du in den kommenden Monaten erreichen willst:

Phasenweise Surfen lernen – Wie und wann du dich beim Surfen weiterentwickelst

TakeOffs und andere erlernte Surftechniken lassen sich auch Zuhause auf dem Trockenen zumindest automatisieren, sodass es beim nächsten Mal im Wasser besser flutscht!

Also, ran an den Speck und heute noch anfangen zu trainieren!

Was du genau tun kannst, kannst du hier lesen:

Surf-Workout – so bereite ich mich landlocked auf kommende Surfphasen vor

Fußnote: Wenn du etwas erreichen willst, dann setz dir ein erreichbares Ziel und arbeite daran! Trete ab und zu aus deiner Komfort-Zone – nur dann kannst du neue Erfahrungen sammeln, die dich beflügeln und glücklich machen! Wer sein Leben nur mit Gewohntem füllt, hat keinen Platz für Neues!

4: Eigenverantwortung!

„Heute hab ich nichts gerissen, weil die Wellen nicht gut waren!“ –> Aaaaahja!

Wer von uns kennt das nicht. Schuld ist alles andere ausser man selbst.

Aber sind wir mal ehrlich: Nicht die Welle und auch nicht das Surfbrett sind Schuld, sondern der Surfer alleine.

Nochmal: Wer richtig gute Surfer beobachtet, erkennt, dass man aus jeder noch so kleinen beschissenen Welle etwas rausholen kann und dass ein Surfbrett eigentlich nicht wirklich Schuld sein kann, sondern die eigene Wahl dieses Surfbretts!

Wie man das passende Surfbrett ganz sicher nicht findet

Kelly Slater surft sogar Tische: Videobeweis!

Also: Fehler bei sich selbst suchen, verbessern und weiter üben!

Fußnote: Wer nur nach Schuldigen um sich rum sucht und keine Verantwortung für sich selbst trägt, wird sich nicht weiterentwickeln können. Wir haben meist die Freiheit zu wählen, wie wir auf Situationen und das Verhalten anderer reagieren!

5: Bescheidenheit!

Kennst du das Gefühl? Du hast eine wunderbare Session, in der alles so läuft wie du es willst: Du bekommst eine Welle nach der anderen, machst plötzlich etwas Neues, das dir vorher nie gelungen ist und fühlst dich einfach nur perfekt!

Freu dich, denn um so weit zu kommen, hast du viel Arbeit reingesteckt!

Die meisten Surfer werden sich mit dir freuen! Die wenigen, die komisch schauen, sind meist neidisch, dass sie nicht mehr so einfach in diesen Stoke-Zustand kommen!

Vergiss aber auch nicht, dass Übermut Fehl am Platz ist! Wenn du allen erklärst, dass du gerade die größte Welle ever hattest (2 Meter Wellen sind nämlich Definitionssache) und krasse Turns gerissen hast (ebenso Definitionssache) dann hast du bald einige Freunde weniger unter den Surfern.

Wenn du dich aber über eine megaspaßige Welle freust und du dadurch deinem eigenen kleinen Ziel näher gekommen bist, dann sieht die Sache schon anders aus.

Erkenne an, was du erreicht hast, freue dich, aber fange nicht an zu glauben, dass du ab sofort in der Liga der Giganten mitspielst. Diese Jungs und Mädels haben Jahrzehnte in ihre Surflevel investiert – stellst du dich deswegen ab sofort auf eine Stufe mit ihnen, wirkt das schnell lächerlich und keiner nimmt dich ernst!

Erfreue dich an einem Kompliment von einem solchen Surfer, der deine Bemühungen anerkennt und bedanke dich stattdessen!

Und die Surfer-Welt wird dir mit weiteren Tipps und ihrer Hilfe entgegenkommen…

Fußnote: Keiner mag Klugscheisser! Sei keiner! Dann wird dir auch gerne mit Ratschlägen weiter geholfen!

6: Gute Vibes!

Ein Surf-Beginner liegt im Weg rum und versaut dir deine Welle?

Jetzt tief ein- und ausatmen bitte!

Erinnere dich daran zurück, wie es war, als du Surf-Beginner warst. Anstatt zu meckern und wütend zu werden, gib dem Neuling lieber Tipps, hilf ihm im Wasser und klär ihn freundlich über die Surf-Etikette auf!

Ärgerliche Kommentare bringen nichts ausser schlechte Stimmung.

Genauso gilt aber für Surf-Anfänger: Vergiss nicht, wie viel Zeit und Liebe jeder einzelne fortgeschrittene Surfer bereits investiert hat, um so zu surfen, wie er es mittlerweile tut. Zeige also Respekt, benimm dich anständig und entschuldige dich ordentlich, wenn dir mal ein Faux-Pax passiert.

Die Surf-Etikette zu verstehen, bevor du raus ins Line-Up gehst ist absolutes Muss und wird dir jede Menge neuer Surf-Buddies bringen, die Bock haben, dir weiterzuhelfen.

Regeln und Vorfahrt beim Surfen – Was du wissen musst, um im Line-Up zu bestehen!

Egal welches Surf-Level: Wer miese Stimmung und Ärger im Line-Up verbreitet, hat das Prinzip von Surfen nicht verstanden.

Und was man in die Welt trägt, kommt auch zu einem Zurück. Die Surfgötter werden es dir mit Sicherheit danken!

Fußnote: Versuch positive Gedanken und Vibes in die Welt zu tragen. Im Endeffekt führen schlechte Vibes zu absolut nichts, außer zu schlechter Stimmung für dich selbst.

7: Naturbewusstsein

Eigentlich sollte es für jeden Surfer selbstverständlich sein:

Du gehst am Strand entlang und siehst Müll? –> Nimm es mit, schmeiss es weg!

Fertig!

Was das deinem Surflevel bringt?

Verdammt viel gutes Karma! Das Meer wird es dir danken!

Fußnote: Tu Gutes, dann kommt auch Gutes zu dir!

8: Reisen!

Klar, als landlocked Surfer ist das für uns alle natürlich das A und O! Denn oben genannte Vorsätze bringen nichts, wenn wir keine Chance haben ins Wasser zu kommen!

Fange also gleich heute an, einen Finanzplan aufzustellen und dir zu überlegen, welche Zeiträume du zum Reisen nutzen kannst. Arbeite darauf hin, mehr in die Wellen zu kommen!

Wenn du dein Surf-Level ein ganzes Stück voran bringen möchtest, führt kein Weg daran vorbei, dir eine Surf-Langzeitreise bzw. eine Surf-Weltreise vorzunehmen!

Die Fortschritte, die du während einer längeren Zeit am Meer mit täglichen Surfs machst, lässt sich mit Surf-Urlauben nicht vergleichen.

Das Geld und die Zeit, die du investieren wirst, werden sich extrem lohnen – nicht nur bezüglich deines Surf-Levels, sondern auch, weil es zur geilsten Zeit deines Lebens mit verdammt vielen neuen Erfahrungen führen kann.

Das Sparen auf solche Surf-Langzeit und Surf-Weltreisen ist tatsächlich auch für Menschen mit kleinen Geldbeuteln möglich!

Wie ich mir z.B. meine Reise trotz Sozialpädagogen-Gehalt finanziert habe, kannst du hier nachlesen:

Wie ich mir das Leben als Surf-Weltreisende finanziere

Fange also JETZT an zu sparen und ziehe los in die Welt: TakeOffandTravel!

9: Spaß haben! Punkt aus!

In allen Vorsätzen und in allen Dingen, die wir gut und richtig machen wollen, vergiss die wirklich wichtigen Dinge nicht: Hab Spaß, dreh durch, lache viel und nimm das Leben nicht zu ernst!

Denn genau darum geht es am Ende beim Surfen!

TakeOffandTravel!

Welcher Vorsatz steht auf deiner Liste?

Über 9 grundlegende Vorsätze, die uns zu besseren Surfern machen!

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