Als ich im November 2014 als relativ unsichere Surferin auf meine Surf-Weltreise aufbrach, hatte ich noch keine Ahnung, wohin mich mein weiterer Weg führen wird. Ich wusste nur: Ich will surfen und besser werden.

Dass ich 1 Jahr später mit Surflehrer-Schein in der Tasche wieder Richtung Deutschland düsen würde und dass ich nach insgesamt 2 Jahren weiterhin von einem Ende der Welt zum anderen surfreisen würde, hatte ich nicht erwartet.

Und dass ich insgesamt 3 Jahre später langsam von einer ehemals deutschen Homebase zu einer neuseeländischen wechseln würde, ist eher unfassbar und heute noch unbegreiflich für mich!

Was aber auf meinem gesamten Weg vor meinem inneren Auge deutlich war: Ich will dieses Gefühl der ungeahnten Möglichkeiten weitergeben! Ich will Menschen motivieren, aufzubrechen und dem zu folgen, was sich für sie noch unreal anfühlt, aber dennoch so glücklich macht!

Das klare Statement meines Blogs seit Anbeginn der Zeit: TakeOffandTravel!

2017 bin ich dann soweit: Ich will nicht mehr nur darüber schreiben – ich will die Menschen kennenlernen, die losziehen wollen und selbstständiger beim Surfen werden wollen – und ich will sie persönlich beflügeln!

Also setze ich genau das im Juni 2017 um:

TakeOffandSurf-Wochen in Portugal, Peniche!

Meinen ersten eigenen Surfkurs-Wochen – ganz nach meinem Geschmack mit der Weitergabe meiner bereits gemachten Erfahrungen, die auch meine Leser inspirieren soll!

Wie es läuft?

Hier der Rückblick auf zwei Wahnsinns-Wochen!

Alles im Alleingang?

Nach einer ersten groben Idee und einem darauf folgenden Konzept, ist es Zeit für die Umsetzung!

Aber wie soll ich das alles stemmen? Was muss ich beachten? Vor allem da ich das Ganze das erste Mal mache – welche Tücken ergeben sich?

Deshalb suche ich mir für das erste Mal Unterstützung – und finde sie:

Rico von Surftaxi Peniche als Kooperationspartner für die Zeit in und am Wasser: Denn Rico kenne ich persönlich als einen meiner ersten Surflehrer und später auch als Surflehrerkollegen, mit dem Surfunterrichten wahnsinnig Spaß macht! Ich weiß, dass wir uns gut verstehen und dass ich super Surfunterricht und -material erwarten kann!

Das Appartement für meine Gruppe miete ich mir von Surfguiding Peniche, da ich die Räumlichkeiten gut von meiner Zeit als Surflehrerin dort kenne und von der Lage überzeugt bin.

Und eine der wichtigsten Personen: Jessi (bzw. auch von mir liebevoll Hetti genannt), die eine gute Freundin ist und bei der ich weiß, dass sie mich zu 100% supportet und mir den Rücken freihält! Unsere Küchenfee und gute Seele, meine rechte Hand und Gedanken-Sortiererin!

Denn hinter den Kulissen ist Stresslevel hoch hundert angesagt! Zumindest in meinem Kopf!

Bevor es wirklich losgeht…

Jessi und ich beziehen das Appartment – stellen alles um, wie wir es für unsere Gäste am besten empfinden und richten das Appartement genau nach unseren Vorstellungen ein!

Einkäufe, Deko sammeln und Putzen, um startklar für die Crew der Woche zu sein!

Trotz allem Stress schaffen Jessi und ich es alles mit Liebe zu versehren, die wirklich ehrlich gemeint ist.

Startschuss – Ankunft der Teilnehmer

Einen nach dem anderen Teilnehmer darf ich am Busbahnhof in Peniche abholen.

Ich bin wahnsinnig gespannt, auf wen ich treffe und welche Story dieser Mensch zu erzählen hat.

Das Ergebnis in beiden Wochen ist eine bunte Zusammenstellung aus wundervollen Leuten, die superschnell zu einem Team zusammenwachsen und gemeinsam die Wellen rocken!

Die Crew in Woche 1: Jessi, Maria, Eva, Yannick, Tim

Die Crew in Woche 2: Jens, Jana, Katrin, Michael, Nicole, Susanne, André, Tanja, Jens

Nachdem Sonntag Abend alle angekommen sind und es sich im neuen Zuhause für die kommende Woche gemütlich gemacht haben, ist es Zeit, die Erwartungen für die kommende Woche zu klären.

Schließlich lautet das Prinzip: Kleine Gruppe, um jedem einzelnen gerecht zu werden.

Und tatsächlich freue ich mich zu sehen, dass alle Erwartungen durchaus das treffen, was wir bieten können.

Ich bin beruhigt und freue mich mega auf die kommende Woche.

Get ready to TakeOff!

Die Woche soll das weitergeben, was mich persönlich in den letzten Jahren voran gebracht hat. Genau deshalb setze ich meine Woche aus folgenden Bausteinen zusammen:

TakeOffand – Start your day surfwise!

(Morgenroutine für landlocked Zeiten + Frühstück)

TakeOffand – Learn all about the Surf!

(Surfunterricht // Surftheorie // Surfequipment)

TakeOffand – Live the search!

(Surfspotsuche // Surfreisen // Motivation)

Die Umsetzung des Ganzen wird noch besser als ich es mir vorstellen kann!

TakeOffand – Start your day surfwise!

(Morgenroutine für landlocked Zeiten inkl. Frühstück+Lunchpaket packen)

Als ich noch landlocked in Deutschland lebte, war eine tägliche Morgenroutine mit kontinuierlichem Surf Workout nicht nur super gewinnbringend für den nächsten Surftrip, sondern auch ein geiler Start in den Tag. Denn es hilft dabei, die landlocked Zeit ohne Wellen zu überstehen und im Einklang mit dir selbst zu bleiben. Etwas das mir persönlich sonst das Surfen bietet.

Gemeinsam beginnt der Tag mit den Jungs und Mädels deshalb nach einem von Hetti bereit gestellten Snack und Käffchen langsam und bewusst:

Im Tag ankommen und erstmal richtig atmen, denn das ist wichtig für kommende Wipe-Outs und positive Gedanken. Dann gemeinsam stretchen und Take-Offs üben. Das Ganze simpel und auch zeitlich einfach halten, damit es auch in Deutschland anwendbar bleibt.

Anschließend ab zum geilsten Frühstück überhaupt, dass an Reichhaltigkeit kaum zu überbieten ist! Hetti, wir lieben dich für deine Frühstücks-Künste!

Schön langsam und gemütlich auf der Zunge zergehen lassen – Lunch packen – und los!

TakeOffand – Learn all about the Surf!

(Surfunterricht // Surftheorie // Surfequipment)

Nach einem perfekten Start in den Tag in aller Ruhe, geht es langsam über in Action-Mode:

Rico steht bereits vor unserer Haustüre mit seinem Surftaxi parat, um ans Eingemachte zu gehen: Wave-Time!

Gemeinsam mit den Teilnehmern entscheiden wir, welcher Spot für uns gut ist und erklären unseren Teilnehmern wie wir unsere Wahl treffen – so lernen unsere Teilnehmer die ersten wichtigen Elemente der Surftheorie, um in Zukunft selbstständig die richtige Entscheidung für sich zu treffen.

Aufwärmen nicht vergessen, denn wir wollen Verletzungen vorbeugen.

Auf dem Trockenen gehen wir zunächst auf verschiedene Surftechniken ein, die wir individuell mit jedem Teilnehmer korrigieren und einüben, damit es dann im Wasser umgesetzt werden kann.

Mit 2 Sessions a 1 Stunde täglich schlagen sich unsere Teilnehmer tapfer in den Wellen und setzen das an Land erlernte schnell auch im Wasser um.

Besonders wichtig zwischendurch: Der persönliche Bezug zu unseren Surfschülern und ihren Anliegen, damit sie Schritt für Schritt individuell vorankommen.

Und das ist auch definitiv der schönste Moment beim Surfen – für Surfschüler wie auch uns Surflehrer: Wenn Weiterentwicklung spürbar wird!

Der Stoke in diesen Momenten ist einfach das Geilste! Und ich freue mich über jeden einzelnen Fortschritt meiner Teilnehmer: Für meinen Komplett-Beginner, der die Welle auf dem Bauch abreitet und für denjenigen, der bereits die grüne Welle mastermässig auf der Wellenwand entlang gleitet:

Was aber natürlich mindestens genauso wichtig ist: Die Zeit miteinander. Das Zwischenmenschliche. Interessante Gespräche zwischen all den Wellen. Die Inspiration. Die offensichtlichen Aha-Momente. Die Motivation. Und natürlich auch:

Ein Arsch voll Spaß, der ganz bestimmt nicht zu kurz kommt!

Gemeinsame Käffchen und Scheisse labern in den Pausen inklusive!

Bei der Weiterentwicklung hilft auch die Auswertung der Videoanalyse des Tages, um die eigenen Fehler zu erkennen und effektiv an ihnen arbeiten zu können.

Der Besuch in der Surfbrettfabrik Fatum, bei dem Rico mit einem geballten Wissen auffahren kann, runden unsere Zeit mit dem Surftaxi perfekt ab.

Nach einem Tag voller Adrenalin und physischem Auspowern, ist dann aber erstmal abhängen für die Teilnehmer angesagt.

Zum Beispiel beim gemeinsamen Bierchen trinken, das dann auch mal in einer Party mit spontaner Nacht-Badeaktion enden kann…

…besonders hilfreich dabei sind auch Sven, Nil und Hansi… die drei Herren rechts im Bilde.

Vor allem über Hansi, der 1 on 1 Surfunterricht bei Surftaxi Peniche hat, gibt es noch einiges mehr zu berichten, denn: Hansi ist Deutschlands erster aktiver blinder Surfer und einer der positivsten Menschen überhaupt!

(Das Interview mit Hansi folgt bald!)

TakeOffand – Live the search!

(Surfspotsuche // Surfreisen // Motivation)

Während wir Montag Abend komplett zum Chillen nutzen und nach dem ersten Tag voll Power die Chance zum Ankommen nutzen, gibt es am Di, Mi und Do Abend noch entweder eine Einheit zum Thema Motivation, Surfreisen und Surfspotsuche, um selbstständig in die Welt losziehen zu können.

Dazu gehen wir tiefer auf Surftheorie ein, sprechen natürlich über Wellenentstehung und das Verständnis für Surf-Forecasts.

Denn genau das ist die Grundlage, um die besten Wellen weltweit finden zu können!

Ganz im Sinne von: Du stehst am Flughafen in Los Angeles in Kalifornien – woher weißt du, wohin du zuerst sollst?

Schritt für Schritt spielen wir durch, wie die Teilnehmer vorgehen müssen, um die besten Spots für den jeweiligen Tag für sich zu finden, die für das jeweilige Surf-Level passend sind.

Ebenso hangeln wir uns abwechselnd von einem Ort meiner persönlichen Reise zum nächsten und besprechen, welche Reisevorbereitungen wichtig sind, welche Schwierigkeiten uns unterwegs begegnen können und wie wir sie lösen können.

Die Kernaussage: Wir können uns gut vorbereiten und können mit schwierigen Momenten umgehen lernen!

Raus in die Welt mit euch! TakeOffandTravel!

Pia, Mentaltrainerin und Gründerin der Choice-Company hält einen Vortrag darüber, woher unsere Angst kommt und wie wir sie überwinden können. Ein wirklich hilfreicher Input, der die Gruppe zum Nachdenken anregt und der Möglichkeiten zur Überwindung von Angst bereit hält. So wichtig, denn Angst ist es, die uns davor abhält unseren Träumen zu folgen! Pia regt die Diskussion an, um dann auf jedes Anliegen der Teilnehmer persönlich einzugehen! Ganz lieben Dank Pia für deinen super Input!

Mission erfüllt? Alle zufrieden?

Die Woche endet nach einem letzten ausgiebigem Surftag mit einem gemeinsamen Abendessen. Wir blicken stolz auf eine gelungene Woche zurück und checken, inwiefern sich unsere Vorstellungen und Erwartungen bestätigt haben.

Die Teilnehmer sind zufrieden und ich bin massiv erleichtert. Ich lass mir die Chance natürlich nicht nehmen Verbesserungsvorschläge für das nächste Mal zu notieren – ich freue mich, dass die Teilnehmer lange überlegen müssen, um welche zu finden und bin super dankbar, die Wünsche für das nächste Mal mitzunehmen!

Alles was danach noch zu tun ist: Abfeiern!

Die Teilnehmer – die Crew – die gesamte Woche!

Und das schaffen wir in beiden Wochen ebenso sehr gut! Sehr gut sogar!

Folgen meiner ersten TakeOffandSurf-Wochen…

Was übrig bleibt sind motivierte und inspirierte Teilnehmer, die mir im Nachhinein von ihren weiteren Surfabenteuern erleben!

Wie z.B. Yannick, der in den TakeOffandSurf-Wochen als Surf-Beginner komplett Feuer gefangen hat, fleissig gearbeitet hat und dieses Jahr 3 Monate auf einem Roadtrip in Europa war, um sich den allerwertesten wund zu surfen. Geiler Scheiss Yannick! Der Surfinstructor-Schein ist auch schon als Ziel gesetzt.

Wiederholung in Sicht?

So, und nun sitze ich hier – 1 Jahr später – in Neuseeland… eigentlich war mein Plan erst wieder 2019 nach Europa zu kommen und auch erst dann wieder eine TakeOffandSurf-Woche zu starten.

Nun habe ich dieses Jahr aber bereits einige interessierte Anfragen bekommen und wundere mich, ob ich nicht doch im September/Oktober diesen Jahres rüber fliegen sollte und nochmal eine Woche organisieren sollte…

Einige Komponenten hängen an der Sache, deshalb ist die Entscheidung nicht ganz so einfach.

Was aber bei der Entscheidung helfen würde, wäre eure Meinung und das Kundtun eures Interesses an einer TakeOffandSurf-Woche 2018!

Deshalb, falls dem so ist, lasst es mich hier wissen:
TAKEOFFANDSURF-WOCHEN 2018??? (LINK NICHT MEHR AKTIV, DANKE FÜR EURE RÜCKMELDUNGEN!)

ERGEBNIS SIEHE AM ENDE DIESES POSTS!

Zu guter letzt…

… bleibt nur zu sagen: DANKE!

  • An alle meine Teilnehmer aus vergangenem Jahr für eure Teilnahme, eure Motivation, eure Begeisterung, euer Verständnis, euer Feedback und euren Einsatz!
  • An Rico für eine gute Zusammenarbeit!
  • An Hetti für organisatorischen und vor allem seelischen Support! *lach*
  • An euch Leser, die mir über die Jahre immer wieder mit tollen Nachrichten und Kommentaren gezeigt haben, dass mein Blog euch motiviert loszuziehen – und damit die Grundlage für die Idee der TakeOffandSurf-Wochen ist!

MUITO OBRIGADA! <3

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UPDATE: DANKE VIELMALS FÜR EURE ZAHLREICHES INTERESSE!

Die TakeOffandSurf-Wochen werden 2018 wieder stattfinden!
Du willst 2018 dabei sein?

Check das: 

TakeOffandSurf-Wochen! Get ready to TakeOffandTravel!

Wie ich den Traum meiner ersten eigenen Surfkurs-Wochen wahr werden ließ…

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