Still lovin it!

Ich komme von der Bukit Halbinsel nicht los... kein Stück! Ich bin verliebt!

In diesen Ort!

Im Moment sitze ich in meinem Lieblingscafe Jiwa Juice und stelle nebenher den ultimativen Travelsoundtrack von Bali zusammen. Jeder Song erinnert mich an einen geilen Moment hier und es durchfährt mich jetzt schon, wenn ich die Songs anhöre! Es gibt nichts Besseres als besondere Momente mit Musik zu verbinden! Bald stelle ich sie auch euch zur Verfügung!

Denn: Meine Tage in Indonesien sind so langsam gezählt! Nur noch 11 Tage!!!

Also muss hier was passieren, wenn ich noch was anderes sehen will als die Bukit Halbinsel! Deshalb habe ich gestern mit Alex beschlossen, dass wir nach Lombok gehen sollten!

Alex: California-Beach-Boy mit Wurzeln in Georgia und dem tiefsten Bass in der Stimme ever. Betrachtet „the Midwest of the US“ und den Patriotismus seines Herkunftsortes gerne sehr kritisch bis ironisch! Außerdem bringe ich ihm hin und wieder etwas Deutsch bei, sodass er theoretisch bei der deutschen Fauenwelt glänzen kann.  Beispiel: „du hast schöne Augen“, wovon aber gerne Mal nur „du hast Augen“ übrigbleibt!

 

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Alex – GENAU SO ist er!

 

Mitnehmen werden wir außerdem Sophia: die süße Augsburgerin, die es schafft, schweigend zu überlegen, bevor sie etwas sagt. Spricht für die richtige Berufswahl (Psychologie). Das ist für Alex und mich ganz neues Terrain! Laut, lauter: Alex und Pana!

Leider ist unser Joe gestern abgereist, den wir nach einigen Bieren wirklich soweit hatten, seinen Flug zu verschieben und mit uns nach Lombok mitzukommen! Mein Gott: wir habens gefeiert! Haken an der Sache: 270 Dollar Umbuchungsgebühr! Also haben wir ihn schweren Herzens ziehen lassen! Vorher haben wir aber noch mit seiner Familie geskypt und seine echte Mutter hat mich, die Bali-Ersatzmutter, kennengelernt! Legendärer Moment!

 

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Sophia, Joe, Alex, Me am Tempel in Uluwatu in Super-Touri-Manier (Bericht folgt noch)

 

Ebenso gegangen: Basti! Einen Monat hatten wir die beste Zeit! Buddy, du fehlst mir hier!

Von Lombok werde ich euch dann hoffentlich bald berichten können.

Bevor ich aber dorthin rüber wander, hier noch einige Eindrücke, wie ich derzeit lebe. Ich will nämlich, dass ihr wisst, was man hier für sein Geld bekommt:

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Mein eigenes kleines Zimmer!

 

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Blick von meinem Zimmer aus

 

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All i need!

 

Remember: das Ganze für 3,2 Mio Rupia= ca. 200 Euro pro Monat!

 

Regenzeit

Mittlerweile hat auch die Regenzeit eingesetzt! Eigentlich wurde sie schon Anfang November erwartet. Es hat aber bis Ende November nicht geregnet,  was dazu geführt hat, dass der Beginn der Regenzeit krass war! 4-5 Tage Dauerregen!

Wir hatten schon Angst, dass das so bleibt! Man konnte nirgendwohin! Aber: alles wieder gut!

Mittlerweile regnet es gerade mal 1 bis allerhöchstens 2 Stunden am Nachmittag oder in der Nacht. Von der Regenzeit muss man sich deshalb wirklich nicht abschrecken lassen! Zumindest bis Januar ist der Regen laut Locals kein Problem!

 

RegenzeitBali

Ohne Regencapes – keine Chance!

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Surflehrer des Kamafari Camps Wayan macht sich schon im Camp ready, um den Berg zum Strand runterzusurfen!

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Das wäre momentan auch die einzige Chance mal wieder zu surfen! Denn:

 

No swell – no wave!

Zur Zeit ist es etwas traurig: wir bekommen gerade einfach keinen Swell!

(Was jetzt schon wieder Swell heisst? Ich habe ein kleines Surflexikon angelegt, damit ihr immer wieder Fachbegriffe nachschauen könnt. Just click!)

Es ist superflach, der Wind an der Westküste kommt mittlerweile onshore, was aber bedeutet, dass es an der Ostküste offshore ist und man theoretisch dahin könnte. Theoretisch gut, nur ohne Swell – keine Wellen at all! HILFE!! Wir sitzen ziemlich auf dem Trockenen und warten!

Das einzige das noch irgendwie die letzten Tage ging war Green Bowl. Das ist aber auch der Spot, der die heftigste Strömumg hat und dadurch nicht leicht zu surfen ist! Remember: das letzte Mal hab ich mir die Seele aus dem Leib gepaddelt und ums Überleben gekämpft! Allerdings: besondere Bedingungen erfordern besondere Maßnahmen! Und keine Wellen hier sind besondere Bedingungen! Also: rein da!

 

Green Bowl – zweiter Versuch

Mit der Prämisse, dass Alex (übrigens Leisungsschwimmer) mich im Fall der Fälle rettet, sind wir vor 3 Tagen rein!

Also paddeln wir mal langsam gemütlich los! Wir versuchen besser mal die Linke, denn die Rechte hat mehr Bums!

Doch dann gehts los: wir schauen Richtung Land und merken wie krass wir jetzt schon nach links abgetrieben sind! Und dann kommen auch schon die ersten Bomber direkt auf uns zu! Alex kann schön duckdiven mit seinem kurzen Brett, ich mit meinem 7.6er Board aber leider nicht! Gefühlte 20 Eskimorollen später bin ich gut durchgekommen und es ist alles ok, aber wir sind am Arsch der Hölle! Also heisst es paddeln was das Zeug hält.

Alex versteht nun auch, wieso ich so Respekt vor Green Bowl hatte: er meint, dass die Linke viel mehr Strömung hat als die Rechte. Also versuchen wir uns langsam wieder zur Rechten vorzuarbeiten…

Zwischendrin pocht noch irgendwas stark an meinem Brett von unten... bis heute keine Ahnung, was es war, aber ich nehme an es war ein Holzstück! Also: keine Panik! Weiterpaddeln! Nicht darüber nachdenken!

20 Minuten später: wir sind tatsächlich an der Rechten angekommen! Halleuja!

Und ab dann gehts los: Die Wellen sind schon heftig, aber die Jagd nach dem richtigen Spot macht unglaublich viel Spaß!!! Wenn man gewaschen wird, ist es alles gar nicht so tragisch heute und die Strömung an diesem Fleck ist bei weitem nicht so schlimm wie an der Linken! Ich kämpfe zwar sehr, um eine Welle zu bekommen… aber ich gebe nicht auf…

Alex ist mittlerweile schon raus, aber ich kann mein Ziel nicht aus den Augen lassen: EINMAL GREEN BOWL surfen!

Und auf einmal passiert es: ich visiere die Welle an, paddel direkt rechts an den Peak und scheine den perfekten Spot zu treffen… denn auf einmal nimmt mich die Welle mit einem guten Wums mit und… ich gleite… zack: TAKE OFF... YES!!! Ich STEHE!!! ICH STEHE! Ich bin ganz oben auf der Lippe… stürze mich in die Welle rein… gut in die Welle gedroppt… uuuuuund: falle runter! Shit!

Egal, weiter gehts! Wieder kommt die richtige Welle… ich am richtigen Spot! Es läuft! Gleiches Spiel! Diesmal: Nur nicht hinfallen!

UUUUUND: zack, TAKE OFF! DROP! UND YES! ICH STEHE! ICH STEHE! ICH BLEIBE STEHEN!

ICH SCHREIE VOR GLÜCK! Joe und Alex am Strand reissen die Arme hoch und freuen sich mit mir!

Ich schreie: „FUCK YEAH! WAHOOO!“ Mit purem Adrenalinflash in meinem ganzen Körper lasse ich mich nach einem schön langen Ritt vom Brett fallen und grinse über das ganze Gesicht! OH YEAH! I surfed Green Bowl!

 

Aussicht und Pläne

Ich habe noch einiges vor:

  • wie bereits erwähnt, bitte ich noch um etwas Geduld – aber dann gibt es eine Zusammenfassung zu jedem Surfspot – auf was man achten muss und wie ich den jeweiligen Spot empfunden habe.
  • Ich war letztens zu einer balinesischen Zeremonie eingeladen – traumhaft – Bericht kommt noch! Auch der Ausflug zum Tempel von Uluwatu soll noch näher beschrieben werden.
  • In Sydney laufen schon die Vorbereitungen für das Weihnachtsessen bei Kit (australische Freundin, die ich 2010 kennengelernt habe) und ihrer Familie – ich freue mich darauf, auch wenn ich Bali gar nicht mehr verlassen will!

Bleibt dran! Und erfriert bitte nicht!

 

Wollt ihr etwas Bestimmtes über Bali wissen? Oder habt ihr noch Vorschläge für mich?  Dann her damit!  Rein in die Comments!

 

 

 

 

 

 

 

Indonesien, Bali – Homestay, Regenzeit und mein Kampf in Green Bowl!

2 Gedanken zu „Indonesien, Bali – Homestay, Regenzeit und mein Kampf in Green Bowl!

  • 14. Oktober 2016 um 13:42
    Permalink

    HI,
    2014 ist schon etwas her, ich weiß, aber kannst Du Dich noch an den Namen der Unterkunft erinnern??? 200€ pro Monat klingt extrem günstig, selbst wenn das durch 2 ginge währe es noch sehr sehr günstig. Du würdest mir sehr weiterhelfen.
    Ich bleibe mehrere Monate und suche etwas was in Preis-Leistung genau dem Rahmen entspricht.

    Merci vielmals, Seb

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