Titel_Neuseeland_Guide

In Neuseeland surfen – Kurz&Knackig:

  • Viele unentdeckte, leere Line-Ups – wer sucht, der findet!
  • Sehr viele, sehr hilfsbereite Menschen ohne Erwartung einer Gegenleistung
  • So vielfältig wie das Land selbst, sind auch seine Wellen
  • Sehr einfach zu bereisen, auch wenn es sicherlich nicht das günstigste Reiseland ist.

Wann und wie lang dort gewesen?

  • Jan-Apr 2015 (3 Monate)
  • Mai 2015 (1 Woche)
  • Dec 2015 – Aug 2016 (8 Monate)
  • Okt 2016 – April 2017 (7 Monate)
  • Sept 2017 – noch unklar

—– SURF—–

Saison

In Neuseeland surfen ist ganzjährig möglich, wird aber im neuseeländischen Winter ab Mai bis Oktober auf der Südinsel und von Juni bis September auf der Nordinsel ungemütlich kalt.

Wassertemperatur

Da sich Neuseeland über einige Breitengrade erstreckt herrschen sehr unterschiedliche Wasser- und Außentemperaturen.

NORDINSEL

Im Sommer: Ein Shortie reicht aus, oftmals kannst du aber sogar in Boardshorts bzw. Bikini surfen.

Herbst/Winter: 3/2er oder 4/3er.

SÜDINSEL

Im Sommer: 3/2er oder 4/3er

An sehr guten Tagen im Sommer: Ab und zu Shortie und an einzelnen ganz besonders heissen Tagen schafft man es sogar 30 Minuten ohne Wetsuit ins Wasser zu springen. Allerdings ist das schon eher eine Mutprobe als sonst etwas.

Herbst/Winter: Guter 4/3er + Booties, Hood und Handschuhe (wahlweise oder alles auf einmal)

WAS EINPACKEN?

Für Neuseeland würde ich einen 4.3er einpacken und an heissen Tagen entweder komplett ohne Wetsuit rein oder immer wieder Wasser reinlaufen lassen. Wenn du es dir leisten kannst, kauf dir vor Ort noch einen Shortie.

Surf-Spots

Ein absolutes Muss zum Surfen in Neuseeland ist der New Zealand Surfing Guide!

Neuseeland Surfguide

In diesem handlichen, kleinen Wälzer findest du unzählige, nach Regionen sortierte Surfbreaks, die es in Neuseeland zu entdecken gilt. Und da das komplette Land von Wasser umgeben ist, gibt es massenhaft Surfspots. Aktueller Preis des Buches liegt bei 40 Dollar und kann in verschiedenen Surfshops im Land oder im Internet auf dieser Homepage bestellt werden:

Surf2Surf.com

Da es sauviele Spots in Neuseeland gibt und ich nicht alle aufzählen kann, will ich dir die surfbaren Regionen des Landes etwas ausführlicher erläutern, die ich kennengelernt habe oder die besonders empfohlen werden (natürlich gibt es durchaus mehr – deshalb finde ich auch den New Zealand Surfguide so wichtig!)

Neuseeland Surfen: NORDINSEL

Die Nordinsel Neuseelands hat wellentechnisch so Einiges zu bieten! Mit weltbekannten Surfgegenden wie Raglan kann sie im weltweiten Vergleich auf jeden Fall mithalten. Ein Roadtrip im Norden Neuseelands ist deshalb absolut Pflicht! Wenn es auf der Südinsel Neuseelands wettertechnisch ungemütlich wird, kannst du im Norden immer noch sorglos in Flip-Flops rumlaufen.

Hier eine Übersicht der Surfspots auf der Nordinsel nach Gegenden (ausführliche Surfspot-Checks folgen):

Raglan

Raglan ist das Surfmekka von Neuseeland. Warum ist sehr schnell klar: Die Wellen hier sind die wohl konsistentesten des Landes und der Ort ist ein kleiner Swellmagnet. So ein Anblick ist nicht allzu selten:

Raglan_Neuseeland

Vom Anfänger bis zum Experten wird hier jeder die richtige Welle für sich finden. Außerdem findet sich hier eine der längsten linken Wellen der Welt: Manu Bay. Dieser Surfspot ist definitiv unter meinen Top 3 an jemals gesurften Wellen.

Manu_Bay_Raglan_groß

Abgesehen davon bietet Raglan alles was das alternative Surferherz begehrt: Surfshops, kleine süße Cafes, vegetarische und vegane Köstlichkeiten und leckeren Kaffee z.B. bei Miles im INDIs.

Einziger Nachteil an Raglan: Gute Wellen ziehen auch viele Menschen an. Raglan ist deshalb fast schon überfüllt!

Gegend um Auckland

In Auckland selber ist Surfen nicht möglich, aber nur 1 Stunde westlich davon findest du zwei überragende Surfspots: Piha und Muriwai.

Piha ist auf jeden Fall keine langsame Welle und benötigt einen durchaus sicheren Take-Off. Nichts für absolute Beginner.

Piha

Muriwai habe ich leider nur an einem Tag gesehen und es hat sich auf jeden Fall von einer sehr schönen Seite präsentiert, als ich gerade noch zum Sonnenuntergang ankam. Leider musste ich weiterziehen und konnte den Break nicht surfen. Damnit! Steht noch auf meiner To-Do-Liste weit oben!

Muriwai

Ahipara

Ein klitzekleiner Ort im Norden von Neuseeland, der wunderbare Wellen bietet und durch seine Andersartigkeit besticht. Wer hier guten Surf abgreifen will, muss erstmal sein Brett unter den Arm nehmen und 20-40 Minuten über Felsenküste laufen oder hat ein geeignetes Auto mit Vierradantrieb, das aber nach den Gezeiten abgestimmt werden muss. Denn wer nicht gut plant, kommt wegen der Flut am Ende nicht mehr über die Felsen zurück.

Neuseeland_Shipwreck_Bay

Jederzeit hier surfen ist also nicht drin, allerdings ist die Belohnung für das perfekte Timing sehr groß und die Wellen einfach grandios.

Gegend um Whangarei

Eine Gegend, in der du viele Surfbums finden wirst. Kein Wunder, denn mindestens genau so viele Surfspots gibt es dort oben. Von Waipu über Whangarei Heads bis an die Tutukaka Coast mit seinem bekannten Surfspot Sandy Bay gibt es viele unterschiedliche Spots zu entdecken.

Sandy_Bay

Auch hier lohnt sich ein Blick in meine Secret Area und natürlich in den New Zealand Surfguide. Erst die Gegend ab Pahia und Kerikeri können als Surfspots getrost ausgelassen werden, da es keine offen gelegene Bucht gibt, die Wellen zulässt.

Tauranga/ Mt. Manganui

Ein wunderschönes Stückchen Erde, das mich mit seinem Flair gefangen hat: Ruhe und strahlende Farben von einem türkisen Meer und saftigen grün der Pflanzen. Guter Surf entlang der gesamten Küste.

Neuseeland_Mt._Manganui_

Ostküste - Vom Eastcape bis in den Süden der Nordinsel

Die bekanntesten und beliebtesten Surfgegenden hier sind auf jeden Fall Gisborne und Napier.

Napier ist gar nicht mal so sehr bekannt als der Surfort schlechthin, aber wer das richtige Timing findet und den Surf-Forecast versteht, findet plötzlich solche Dinger vor und freut sich dumm und dämlich:

Gisborne bietet dabei Wellen, die sich schon bei 2-3 Fuß anfühlen als würden sie dich zermalmen. Es gibt einige Surfspots dort, die gerne auch mal als Barrel-City beschrieben wird.

Das geile an Gizzy ist aber, dass es auch mellow Spots gibt, die an kleineren Tagen auch beginnerfreundlich sind. Bei größeren Swells werden diese Wellen dann zu wahren Intermediate und Advanced-Träumchen, die genau mein Ding sind!

Taranaki

Taranaki punktet durch seine Halbinsel-Lage. Fast bei jedem Wind lässt sich ein Surf-Spot finden, an dem Offshore-Wind herrscht. Kein Wunder, dass Taranaki deshalb auch den Namen Surf Highway 45 erhalten hat.

Leider hatte ich nur wenige Tage Zeit und Pech: Alles komplett flat! Sobald ich es dorthin geschafft habe, gibt es eine ausführlichere Berichterstattung. Die Umgebung taugt schonmal:

 Taranaki_Pause

Neuseeland surfen: SÜDINSEL

Die Südinsel ist sicherlich nicht das, was man unter konsistenter Surf-Perfektion versteht. Zumindest nicht immer. Wenn du aber Geduld und Zeit mitbringst, kannst du hier wahnsinnig gute Surfs mit leeren Line-Ups abgreifen. Eine Tatsache, warum ich so gerne hier unten bin. Außerdem bietet die Südinsel landschaftlich eine wahrhaft atemberaubende Szenerie, die alle 2 Fahrtstunden eine neue Form annimmt.

Ich liebe die Südinsel!

Achtung allerdings: Ja, es ist auf jeden Fall nicht immer muckelig warm hier. Nur im Sommer (Dez-März) kann auch mal ein Shortie ausgepackt werden. Ansonsten gilt: Ein 4.3er Wetsuit sollte schon eingepackt sein!

Hier eine Übersicht der Surfspots auf der Südinsel nach Gegenden (ausführliche Surfspot-Checks folgen):

Westcoast

Mein Surfzuhause in Neuseeland. Wieso ich mein kleines Surfzuhause liebe: Die Community, die Leere, die wunderschöne Natur!

Tauranga Bay

Tauranga_Bay_Regenbogen_

Die Westküste punktet dabei mit meinem Hauptaufenthaltsort Westport, aber auch Karamea 1 Stunde nördlich oder Punaikaiki bis Hokitika bieten immer wieder gute Surfgelegenheiten.

Wofür die Westküste bekannt ist: Immer wieder Regen, aber dafür unbeschreiblich viel grün, das an tropische Landschaften erinnert!

Westcoast_Neuseeland

Über Westport solltest du diesen Post lesen:

Neuseeland, Westport – Warum du hier länger bleiben solltest!

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Oder auch dieses Surfvideo ansehen:

Neuseeland, Westport – Surfvideo: Perfekte Wellen und ich mittendrin!

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Kaikoura

Eine wunderschöne felsige Küstenlandschaft, die dadurch wunderbar konsistent brechenden Surf erzeugt. Der Ein- und Ausstieg in die Spots ist nicht unbedingt einfach, aber lohnt sich.

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Für Beginner lohnt sich der Surf am Spot Graveyards bei nicht allzu großem Swell.

Intermediates bis Fortgeschrittene werden ihren Spaß in Mungamanu oder auch Mangamanu finden. Meine Traumsession war kopfhoch und einfach nur perfekt: Geile Stimmung untereinander, perfekt geformte Wellen, 3,5 Stunden pures Glück! Mein Lieblingssurfspot auf der Südinsel:

Kaikoura_Mangamanu

Fortgeschrittenere Surfer werden Meatworks abfeiern! Ein sehr konsistenter und powervoller Break, der auch gut steil werden kann.

Christchurch und Umgebung

Christchurch ist meiner Meinung nach nicht unbedingt der Top Spot zum Surfen. Dennoch gibt es surfbare Orte wie z.B. New Brighton oder die vielen Surfspots nördlich von Christchurch Richtung Rangiora z.B. Waikuku oder Kaiapoi.

Spots, die relativ konstant sind:

Sumner – Ein Top-Spot für Longboarder, da es eine relativ softe Welle ist.

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Taylors Mistake – relativ steile Wellen hinter Sumners Hügel und nicht unbedingt beginnerfreundlich.

Hickory Bay und Magnet Bay – Wenn du eine Stunde südlich auf die Banks-Peninsula fährst, findest du zwei Top-Spots vor, die eine gute Alternative zu anderen Spots bei südlichem Swell bietet.

Catlins

Geil – geiler – Catlins! Ich liebe diesen Teil Neuseelands. Verlassen – kalt – aber unglaublich gut. Gravelroads sind das einzige, was dir hier als Straße geboten wird. In dieser Gegend ist über Zäune klettern und pures Abenteuer für absolut leere Line-Ups angesagt.

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Mit ein paar Kumpels ist das die wahrscheinlich aufregendste Surfgegend, die Neuseeland zu bieten hat (laut meinem Geschmack). Ein toller, sehr einfach zugänglicher Spot (auch für Beginner geeignet) ist Curio Bay und Porpoise Bay – Dort gibt es sogar eine kleine Surfschule und was du dort zu 99% treffen wirst, sind Delfine im Line-Up! Also rein da!

Gegend um Invercargill

Wenn du sowieso im Süden unterwegs bist, solltest du auch hier unbedingt vorbeischauen und die leeren Line-Ups entdecken gehen. Diese Gegend wird häufig vergessen, weil sie etwas ab vom Schuss ist, ist aber durchaus einen Surftrip wert.

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Surfunterricht

NORDINSEL

SÜDINSEL

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Weitere Empfehlungen könnt ihr gerne hier ergänzen ODER findet ihr unter:

„Tipp: Diese Surfkurse werden von TakeOffandTravel-Lesern empfohlen!!!“

Surfequipment

Wer nach Neuseeland fliegt und die Chance hat, sollte sich soviel Ersatzmaterial wie möglich einpacken. Surfequipment ist nämlich hier unten sehr teuer! Beispiel: Eine einzige Plastik FCS-Finne kostet 45 Dollar! Das Set schon 140 Dollar. Von Glasfinnen brauchen wir gar nicht erst reden, oder?

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Ding-Repair

Auch hier gilt: Teuer, teurer, Neuseeland. Ein Ding-Repair hier vor Ort kann dir schnell mal 70-100 Dollar aus der Tasche ziehen. Unglaublich viel Geld für etwas, das man eigentlich auch selber machen kann.

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Unbedingt selber machen lernen, ich zeige dir wie: D.I.Y. Ding-Repair

—– EAT —–

Gerichte

Sind wir mal ehrlich: So wirklich viel kulinarisches aus Neuseeland selbst gibt es nicht zu entdecken. Aber etwas ganz traditionelles, das es sonst nicht gibt:

Hangi nach Maorischer Tradition!

Dabei wird Fleisch und Gemüse in Folie eingewickelt und in Körbe gepackt. Diese Körbe werden in tiefe Sandlöcher eingegraben, die dann unter einem Feuer gekocht werden. Sehr interessante Erfahrung und ein Brauch, den man ruhig mitmachen kann, wenn man die Chance dazu hat.

Abgesehen davon ist die neuseeländische Küche sehr an die britische angelehnt: Pies und Fish&Chips sind hier der Dauerbrenner.

Insgesamt kommen Vegis hier etwas kurz, außer man ist an alternativen Orten wie Raglan. Dennoch wird man immer wieder eine kleine Alternative irgendwo finden.

Früchte und Gemüse

  • Kiwis: Na klaaaaaaar gibt es die hier noch und nöcher, allerdings werden verrückterweise auch viele Kiwis aus den USA importiert! Verrückt diese Globalisierung!
  • Feijoas: Riechen ein bisschen wie Kaugummi und haben einen einzigartigen Geschmack. Mein Ding ist nicht, aber vielleicht ist es was für dich?

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  • Kumara: Leckere Süßkartoffeln, die im Ofen gegart der Knaller sind!

Sweets

  • Pavlova: Ein typisch neuseeländisches oder auch australisches Dessert, das hauptsächlich aus einem Baiser-Boden, Sahne und Früchten besteht!

neuseeland_surfen_pavlova

  • Hokey Pokey Ice Cream: Vanille-Eis mit kleinen karamelisierten Knusperstückchen.
  • Boysenberry Ice Cream: Brombeere trifft Vanille = Geschmackserlebnis! Unzählige Kartons davon platt gemacht!

Getränke

  • Mein Lieblings-Bier: Ganz klares Ja zum Steini (=Steinlager)! Am besten mit geilem Sonnenuntergang! Aber das ist natürlich nur mein persönlicher Geschmack!

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  • Weine: Neuseeland ist für einige gute Weine bekannt. Die beliebtesten sind z.B. Marlborough-Wein und Twin Islands White Wine.
  • Kaffee-Kultur: Die Kiwis schätzen definitiv einen guten Kaffee und der tägliche Gang zum vertrauten Kaffeebarista ist selbstverständlich. Ähnlich wie in Australien, unterscheiden sich die Kaffee-Macharten etwas von unseren. Unter der Überschrift „NZ Coffee Guide“ in diesem Link findet ihr, was euch schmeckt: NZ Coffee Guide 

—– SLEEP —–

IM AUTO

Sehr wichtig zu wissen: Leider kannst du nicht überall einfach parken und schlafen – denn das endet in einer 200 NZ-Dollar-Rechnung von der neuseeländischen Polizei.

Alternative 1: Free-Camp-Sites!

Um diese ausfindig zu machen, kannst du dir die Campermate-App auf dein Handy laden. Das zeigt dir alle Free-Camp-Sites und noch viele weitere hilfreiche Ecken im Land wie Toiletten etc.

Alternative 2: In Nachbarschaften schlafen!

Mit einem Kombi lässt es sich ganz easy in kleinen Nachbarschaften übernachten, weil er nicht als offensichtlich als Backpacker-Auto erkannt wird.

IN HOSTELS

In folgenden Unterkünften war ich gerne und würde sie weiterempfehlen:

NORDINSEL

SÜDINSEL

neuseeland_surfen_Westport_Bazilshostel

 

—— FORTBEWEGUNG ——

Wie bewege ich mich in Neuseeland am besten fort?

In Neuseeland gibt es nichts Geileres als das Land mit einem Auto zu erkunden. Am besten schnappst du dir einen Kombi oder einen Van, schmeißt eine Matratze und ein Surfbrett rein und legst los.

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Wenn du kürzere Zeit in Neuseeland bist, mietest du dir am besten ein Auto. Hast du länger Zeit, lohnt sich ein Autokauf allemal.

(Wie das mit dem Autokauf hier unten abläuft und ab wann es sich lohnt, steckt bereits hier auf diesem Blog in der Pipeline und wird demnächst für euch veröffentlicht!)

Was du für das Ausstatten deines Autos als Unterkunft benötigst und wo du dein Material herbekommst, kannst du in folgendem Post lesen:

Neuseeland, Südinsel – Roadtrippin‘ allein! Wie du dich besser vorbereitest als ich!

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Kannst du dir beides nicht leisten oder hast du evtl. keinen Führerschein, solltest du dich auf einzelne Surfspots beschränken, an die du hitchhikest oder an die du mit einem Bus fährst.

Von dort aus, kannst du immer wieder kleinere Trips starten oder lernst Leute kennen, die dich mitnehmen können.

Weiterhin gibt es in Neuseeland die Möglichkeit, Relocation-Cars zu nutzen. Dabei handelt es sich um Mietautos, die man für sehr wenig Geld mieten kann (oftmals nur 1 Dollar pro Tag), weil sie für die Autovermietung an einen anderen Ort relocated werden müssen. Für wen sich dieser Deal wirklich lohnt und für wen nicht, solltest du unbedingt hier lesen:

Neuseeland: Relocation Car – lohnt es sich wirklich?

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Busfirmen und ihre Services:

  • Intercity: Einfacher Bus, der dich von A nach B bringt. Entweder du zahlst jedes Ticket einzeln oder kaufst dir ein Busstunden-Paket, das du sozusagen „abnutzt“. Vorteil: Wenn du anderweitig unterwegs bist (z.B. als Hitchhiker), dann kannst du jederzeit auch wieder woanders einsteigen und hast keine bereits gekaufte Buszeit verschenkt.
  • Naked Bus: Sehr günstige Busfirma, die deshalb aber nicht an Qualität einbüßt. Mit diesem Unternehmen kann man easy einzelne Strecken buchen.
  • Kiwi-Experience oder Stray BusWer keine Lust hat, sich um irgendetwas zu kümmern, kann auch einfach in diese Busse einsteigen, die dich an die bekanntesten Orte Neuseelands bringt. Geeignet für Menschen, die mit wenig Zeit viel von Neuseeland sehen wollen, aber nicht unbedingt jeden Tag surfen wollen. Denn der Bus fährt nicht nur an Surfspots vorbei. Hauptaugenmerk Surfen ist dabei aber nicht drin und Gruppengemeinschaft ist angesagt.

Achtung – Die Überfahrt von Nordinsel auf Südinsel ist nicht günstig:

Um von der Nordinsel auf die Südinsel zu kommen, musst du eine Fähre von Wellington nach Picton buchen. Zur Wahl stehen:

Interislander oder Bluebridge

Neuseeland_Surfen_Interislander

Reist du mit dem Auto, ist das kein allzu günstiger Spaß: Der momentane Preis für das Auto und einen Passagier liegt bei ca. 170 NZD. Das heißt, dass du dir deine Route eventuell so planen solltest, dass du auf der einen Insel startest und von der anderen wieder abfliegst.

Die Kosten für einen Passagier ohne Auto liegen derzeit bei ca. 50 NZD. 

Wie meine Überfahrt ablief, kannst du in diesem Post lesen:

Neuseeland, von Süd- auf Nordinsel – Ups and Downs! Geografisch, organisatorisch und emotional!

Wie ich mich in Neuseeland fortbewegt habe und wie es mir damit erging

Als ich das erste Mal in Neuseeland ankam, wusste ich noch überhaupt nicht, wo es mich hinverschlagen wird. Ich habe mir alle Türen offen gelassen und mich für die erste Nacht am Flughafen in Christchurch entschieden, was eine sehr gute Wahl war, denn so nahmen die Dinge ihren Lauf. Meine private Story dazu findest du hier:

Neuseeland, Südinsel – Reisen ohne Plan und ohne Ziel

NZ_Hokitika_Couch

—– HIGHLIGHTS —–

Meine persönlichen Highlights:

  • Hector-Dolphins in Westport: Die kleinsten Delfine der Welt tummeln sich gerne bei uns in Westport rum. Auch in Karamea sieht man sie ab und zu. Die runde Finne, die ab und zu gerne mal neben dir um Wasser auftaucht, bringt jedes Mal wieder ein Lächeln in mein Gesicht!
  • Fish-Fry Waipu Cove: Einmal jährlich findet Anfang März mittlerweile regelmäßig eine Fish-Fry in Waipu statt. Ein Come Together von Surfboardmachern und -lovern, die ihre Babys präsentieren. Dazu gutes Rahmenprogramm wie Bands und interessante Menschen. Ich würde nicht extra deswegen hinfliegen, aber wer ind er Nähe ist, sollte vorbeischauen.
  • Kaikoura: 

Kaikoura_pumping_neutral

Must Sees and Dos:

Einfach losfahren – entdecken – sich Zeit nehmen – genießen! Neuseeland ist einfach der perfekte Ort, um grob gesagt nichts weiter zu tun als an Orten voller Natur anzuhalten und zu staunen!

NORDINSEL

  • Perfekte Wellen in Raglan surfen
  • Auf den Mt. Manganui in Tauranga und die wunderschöne Aussicht genießen
  • In Cape Reigna das Zusammentreffen des Pazifiks und des Tasman Seas beobachten
  • In Roturua vorbeischauen, um eine dampfende Stadt, Vulkanseen und brodelnde Schlammlöcher zu erleben

SÜDINSEL

Was nicht sein muss:

—– TIPPS —–

Um in Neuseeland Geld zu sparen…

… solltest du dir meine Spar-Tipps genauer ansehen, die ich in diesen Post reingepackt habe:

Wie ich mir das Leben als Surf-Weltreisende finanziere

Surfweltreise_Geld_

Südinsel oder Nordinsel?

Wenn du nicht all zu viel Zeit hast und dich für eine Insel entscheiden musst, dann solltest du diesen Post von mir lesen:

Neuseeland, Nordinsel – Ein Vergleich zur Südinsel

Neuseeland_Vergleich_

Musik

Mein Travelsoundtrack für Neuseeland mit einigen Kiwi-Bands findest du hier:

Travelsoundtrack Neuseeland Jan-Mär 2015

Travelsoundtrack_NZ

Internet

Leider recht teuer in Neuseeland im Vergleich zu anderen Ländern. 1 GB Data auf dem Handy, dass man als Personal Hotspot nutzen könnte, kostet da gerne mal 20-30 NZD. Bewährte Anbieter:

  • Vodafone
  • 2degrees
  • Sparks

Ein Hostelaufenthalt oder ein Cafe-Besuch mit Free-Wifi lohnt sich immer wieder mal.

Kostenloses Wifi gibt es aber eigentlich fast immer in jeder Bücherei (Public Library).

Sprache

Amtssprache ist Englisch mit witzigem genuschelten Kiwiakzent, was hauptsächlich auf lang gezogene „e“s hinausläuft, die wie unsere „i“ s klingen. Auch einem Deck wird dadurch schnell mal ein Dick. Natürlich ein Dauerbrenner hier, der gerne auch völlig ausgereizt wird, so wie in diesem Video:

Kiwi-Ausdrucksweisen, die du immer wieder hören wirst:
  • Sweet as/ Easy as = Wunderbar! / Läuft! / Geht klar!
  • Good as gold = Genau richtig!
  • Hard Out = Aber so richtig!
  • Go hard = Hau rein / Gib Gas!
  • Bro = Alter
  • Yeah – nah = Kann alles oder auch nichts heissen. In manchen Situationen ist es eher ein: „Ja doch, geht schon…“, in anderen eher ein „Haja, das passt doch ganz gut!“ – Kontext zählt und wie es gesagt wird.
Nicht zu vergessen: Maori

Anders als in Australien, wo Aborigines leider nicht wirklich in die Gesellschaft integriert wurden, ist Neuseeland ein absolutes Vorzeigeland für gute Zusammenkunft verschiedener Kulturen. Maori Kultur ist ein ganz klarer Teil Neuseelands und findet sich immer wieder in der Sprache und in Traditionen wieder. Die wichtigsten Maori-Worte:

  • Aotearoa = Neuseeland
  • Whanau (gesprochen wie Vano) = Familie
  • Haere Mai (gesprochen wie Haire Mai mit rollendem R) = Willkommen
  • Kia Ora = Hallo oder auch viel Glück

Tierwelt

Von Neuseeland hört man immer wieder, dass es ein bisschen wie Australien ist, nur ohne die vielen giftigen Tiere. Dazu kann ich nur sagen: Jop, unterschreibe ich! Keine lebensgefährlichen Spinnen oder Schlangen. Haie sind niemals auszuschließen, wo es Meer gibt, aber sind kein wirkliches Thema. (Meine Einstellung dazu findest du in diesem Post: Die Angst vor Haien – Wie gehe ich damit um)

Kiwis: Der ursprüngliche Vogel, den jeder vergeblich mal sehen will, aber es nie tut. Ich ebenso leider noch nicht. Ist wohl auch gar nicht so einfach, denn sie sind eher scheue Tiere.

Währung

1 Euro = 1,6 NZ-Dollars (Stand April. 2016)

How to get there

NORDINSEL

Die günstigsten Flüge findest du nach Auckland oder Wellington.

SÜDINSEL

Günstigste Flüge gehen meist nach Christchurch. Allerdings gibt es auch in Dunedin und sogar im kleinen Nelson einen Flughafen.

TIPPS:

  • Unbedingt nach Flügen mit Quantas oder den arabischen Airlines wie Emirates, Quatar oder Etihad Ausschau halten – Die Surfbrettmitnahme ist kostenlos! JetStar ist ebenso zu empfehlen, aber da es eine Billigairline ist, solltet ihr euch unbedingt durch den gesamten Buchungsprozess klicken, um einen endgültigen Preis zu ermitteln.
Warst du selber schon in Neuseeland?
Welche Tipps hast du?
Was war dein persönliches Highlight?

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In NEUSEELAND surfen // Der Neuseeland SURF.EAT.SLEEP-Guide

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