Nachdem ich meinen Arsch von Bali ja kaum wegbekommen habe, war ich sehr dankbar, es im Endeffekt doch getan zu haben!

Denn Lombok ist einfach anders! Und hat definitiv seinen Reiz!

9. Dez.-14. Dez hieß es also: Lombok-Time!

 

ÜBERBLICK- SURF.EAT.SLEEP. in Lombok, Kuta.

SURF:

Regenzeit:

Trockenzeit:

  • Mawi

EAT:

Drop In Cafe: Lecker, Süperschöne Location, frische Kräuter aus dem hauseigenen Garten, sehr alternativ!

FINGER WEG:

The Vegetarian: sieht gut aus, aber dort habe ich mir meine Lebensmittelvergiftung zugezogen.

SLEEP:

La Mancha Homestay: Sehr netter, kleiner Familienbetrieb. Die Frau des Hauses kümmert sich mit viel Herz um ihre Gäste. Zimmer ab 125,000 Rupia pro Nacht mit Ventilator und einfach gehalten bis 250,000 Rupia pro Nacht mit Aircon. Bei beiden Modellen gibt es ein eigenes Bad.

Seger Reef Homestay: Eine Empfehlung einer Freundin, falls das La Mancha voll sein sollte. Preislich ähnliche Liga.

PARTY:

Barrel Bar: Band, Lagerfeuer, viele unterschiedliche, auch alternative Menschen. Musik: ist alles dabei, aber zur Abwechslung auch Alternatives dabei wie Nirvana, Rage against the Machine, aber auch Coldplay.

SurfersBar: Cooles Ambiente und nette Indojungs. Anscheinend steigen dort öfter Partys, allerdings haben wir einen ruhigen Abend erwischt. Wäre ich länger dort gewesen, ich hätte es mir mal angesehen.

 

Und so habe ich meine Tage in Lombok erlebt:

 

„Buy this… buy that!“

Allein die Überfahrt nach Lombok von Bali ist schon ein Erlebnis an sich:

  • Driver für ca. 550.000 Rupia nach Padangbai (BlueBird Cabs sind für Leute ohne Surfbrett etwas günstiger, Bluebirds können leider keine Surfbretter transportieren)
  • Public Ferry nach Lembar, Lombok (Preis 45.000 Rupia p. Person, Dauer: 4 Stunden)

Erstmal bedrängen dich an beiden Häfen wahnsinnig viele Menschen und wollen dir alles Mögliche verkaufen: Essen, Trinken, Sarongs, Sonnenbrillen oder TICKETs!

ACHTUNG: bloß nicht kaufen! Am offiziellen Schalter kosten sie natürlich weniger!

Vor allem lauern die Ticket-Futzis sofort nach deinem Ausstieg auf dich und machen Druck und behaupten, dass das Schiff in wenigen Minuten abfährt.

Sie hätten da aber sofort ne Lösung: Ticket und Taxi in Lombok, um weiterzukommen!

YOU WANNA BUY TIKET?

YES?

YES?

Let’s go… boat leaves soon!

YES?

YES?

(KURZER MOMENT ÜBERLEGUNG)

….

WIR: NO. THANK YOU

Enttäuschte Gesichter!

Aber: natürlich alles richtig gemacht! Ticket bekommen, Fähre bekommen, Taxi danach ebenso!

 

I’m on a boat

Jetzt bitte dieses Video schauen:

Der Song wurde fleißig von uns gesungen, so bescheuert er auch ist!

 

Ich liebe Schiffe übrigens (Überfahrt nach Griechenland jeden Sommer lässt grüßen), Alex ebenso…

deshalb war die Überfahrt für uns super entspannt… Wellen, die einen sanft wiegen, dabei schön Buch lesen oder Musik hören, aufs weite Meer schauen, Wind um die Nase und ein wunderschöner Ausblick… perfekt!

IMG_6671

Sofia hingegen legte ihr Geständnis etwas zu spät ab: Sea-Sickness!

Für sie war das wohl eher: Wellen, die einem den Magen umdrehen, überhaupt nichts lesen und konzentriert nur auf den Horizont starren! 4 Stunden LANG!

Ein kleines Lächeln hatte sie trotzdem noch über! Tapfer überstanden Madame!

 

sofiaonaboat

Angekommen in Lombok, Lembar, quetschen wir uns erstmal durch die kleinen Gänge des Schiffes mit dem Riesen-Surfbrett… aber auch das ist machbar!

Und zack: gleiches Selling-Spiel wie in Padangbai… grrrrr… wir sind langsam etwas genervt…. laufen etxra in die Touri-Info, um den Preis für ein Taxi nach Kuta zu erfragen… 70.000 p Kopf… aha ok… keine zwei Meter weiter hastet einer auf uns zu..

„come on, i drive you to Kuta, cheap price…100.000!“

„This guy said it is 70.000!“

„Oooh… hmmm.. ok, i make 90.000!“

So funktioniert das halt hier! Alles Verhandlungssache! 80.000 p Kopf ausgehandelt und wir sind in!

„Surfboard is no problem?“

„No no.. no problem! You have rope?“

„äh…no“

„ok ok… no problem… we drive slow“

Mit einem Spanngurt, zwei wackelnden Surfbrettern, die wir zusätzlich festhalten mussten und einem verrückten, alle zwei Sekunden hupendem Fahrer haben wir es tatsächlich nach einer Stunde nach Kuta geschafft!

carworry2

Eeeeeasy Life Sistaaa!

Ankunft Abends: Unterkunft La Mancha… 250.000 Rupia für ein Zweibettzimmer für Sofia und mich mit Aircon… Alex nimmt für 125.000 ein eigenes Zimmer mit Ventilator. Alle zufrieden!

Immer wieder ist der Muezzin aus der Moschee zu hören! Ich finds ja total gut! Bin ja eh so ein Schulterwackel-Musik-Fan! Orientalisch hat da definitiv Platz in meinem Gehörgang!

Nach dem Abendessen wird der Mann in der Runde mit einem Buch ins Bett geschickt und die Mädels gehen noch in die Surfers-Bar auf ein Bierchen… gemütlich quatschen und Schlummertrunk einnehmen, denn es ist erst 19 Uhr.

Aber so richtig gemütlich wirds nicht, denn die Indo-Jünglinge der Bar haben Bock mit uns zu palabern und unterbrechen uns immer wieder… aaaalso gut, dann palabern wir halt! Im Endeffekt ist es ganz witzig und wir bekommen viele Surfspotempfehlungen vor Ort, auch wenn die Boys schockiert sind, dass wir ihr Weed immer wieder ablehnen („Hä? Why? Eaaaaaasy Liiiiiife Sistaaaa!“).

Wir gehen brav ins Bett, um für den Surf am nächsten Tag fit zu sein!

Surfspotcheck: Grupuk!

Frühstück in unserem Homestay und los auf unseren Scootern.

Die Wege nach Grupuk führen vorbei an wunderschönen Landschaften… kleine Urwaldsträßchen, dann wieder weites Land voll grüner Felder, Hügel und Blumen… in der Ferne neben uns das schimmernde Meer! Das muss man gesehen haben!

lombokscooter

In Grupuk zahlt jeder von uns 50.000 Rupia und ab aufs Boot... auch hier Leuchten unsere Augen und wir finden es einfach nur wunderschön!

BoattripGrupukklein

Erst Recht als wir endlich am Surfspot sind:

Outside Grupuk!

Uns erwarten kopfhohe Rechte, die wie im Vorzeigesurffilm am höchsten Punkt der Welle zu brechen beginnen und dann schön immer weiter nach rechts brechen! Eine saubere, brechende Linie! *Gänsehaut*

Ich liebe diesen Spot!

Wir bekommen alle drei haufenweise Wellen und sitzen teilweise am absoluten sweet spot… Die Welle bricht hinter uns her! So geht das 1,5 Stunden lang bis es derbst anfängt zu regnen und alle aus dem Wasser gehen… außer wir drei!

Also geht das nochmal 1,5 Stunden und wir haben alle Wellen nur für uns! Oh yes!!!

Auch die nächsten beiden Tagen schenken uns wundervolle Wellen und Bedingungen! Dank den Hindugöttern oder sonst wem… es läuft!

grupuk1

Ich würde behaupten: ich hatte an diesem Spot manche meiner besten Wellen überhaupt auf Indonesien!

Party hard!

Auch das hat in Lombok nicht gefehlt!

Absoluter Supertipp: Barrel Bar!

Band (nicht nur Reggae, sondern alles von Coldplay bis Rage Against the Machine), Lagerfeuer und Bintangs en masse. Wir sind in Partylaune und eröffnen die Tanzfläche... wir sind jedermanns Kumpel… alle Indos feiern mit uns… vor allem Johnny ist unser Lieblingskumpel! Scheiß cooler Kerl, der irgendwann einfach ans Mikro springt und singt! Und danach voller Adrenalin selbst nicht glauben kann, was er da gemacht hat! We LOVE Johnny!

Ein perfekter Abend endet… natürlich wie?

Mit der grandiosen Idee, nachts noch ne Runde im Meer schwimmen zu gehen!

Gedacht, Gesagt, Getan!

Habe ich tatsächlich noch nie getan! Und ich kann euch sagen: ich habe es soooo genossen! Ich habe minutenlang nur gelacht!

Nachdem dann auch noch Jaques Cousteau (ok, Mathieu hieß der Franzose) nach Motivationstiraden von uns (ungefähr so: WÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄH! COOOOOOME OOOOOON! GET IN HEEEEEEEEEERE!) auch noch ins Wasser kam, waren vier belustigte Menschen gut gelaunt im Wasser.

Wie Bali vor 40 Jahren

(sagt zumindest der nette 80-jährige Herr aus Perth am Nebentisch beim Abendessen)

Insgesamt lässt sich festhalten:

Lombok ist ursprünglich und noch unausgebauter und unberührter als Bali! Dementspechend sind die Leute zwar bereit für Touris, aber sie wissen noch nicht so wirklich, wie man wirklich mit ihnen umgeht.

 

IMG_6680

Noch ziehen sie die Tour durch: Solange Bitten und Betteln bis jemand etwas kauft. Wenn das nicht klappt, schicken wir unsere kleinen Kinder los, damit die Armbändchen verkaufen.

Man kann es ihnen nicht übel nehmen.

Oder sie sind so von deiner Hautfarbe verblüfft, dass sie Fotos am Strand mit dir machen wollen. Und zwar 30 Stück. Immer wieder. Egal ob du gerade liest oder nicht. Egal, ob du nach dem 15. schon nicht mehr so nett lächelst!

Auch das kann man ihnen nicht wirklich übel nehmen.

Oder man hat eine Lebensmittelvergiftung von ihrem Spinat und liegt deswegen einen Tag im flach!

Das kann man ihnen vielleicht ein bisschen verübeln, aber das kann dir auch sonst wo passieren!

 

Ich hoffe, ihr könnt Lombok irgendwann selber besuchen!

So lange versorge ich euch mit sonnigem Input!

 

Selber schon in Lombok gewesen? Hast du Empfehlungen? Dann lass es alle anderen wissen: kommentiere hier einfach!

Indonesien, Lombok – warum sich ein Trip nach Lombok lohnt!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

* Die Checkbox für die Zustimmung zur Speicherung ist nach DSGVO zwingend.

Ich stimme zu.