Surfbrett_finden

Immer wieder taucht die Frage auf: Welches Surfbrett ist das richtige für mich und wie finde ich es?

Diese Frage ist aber nicht so einfach zu beantworten!

Denn: Selbst so manch erfahrener Surfer kann dir kein Patentrezept dazu erstellen.

Was du bei der Wahl deines Surfbretts NICHT TUN solltest…

… darum geht es hier!

Denn genau diese DON’TS bringen dich schlußendlich doch zum richtigen neuen Partner für die Wellen.

Hier für euch eine Liste an absoluten DONT’s bei der Wahl eines Surfboards:

DON’T 1: Zu früh – zu kurz & zu wenig Volumen!

Neuseeland_Surfboards_kleinesBrett_großesBrett

Ich habe viele Menschen getroffen, die bereits nach 2 Wochen Surfen ein Shortboard fahren wollen. Leute, ernsthafte Frage: WIESO???

Das kann man natürlich schon so machen…

… da freuen sich dann die anderen Surfer im Line-Up, denn sie bekommen mehr Wellen ab!

Warum?

Grund 1: Fehlende Paddelkraft

Je weniger Volumen+Länge, desto mehr Paddelkraft wird benötigt, um in eine Welle zu paddeln.

Wer diese Paddelkraft noch nicht besitzt, muss sie erstmal aufbauen.

Grund 2: Fehlende Erfahrung bei der Positionierung in der Welle

Ein kurzes Surfbrett verlangt eine ausgewählte Positionierung auf der Welle.

Ein großes Surfbrett hingegen kann auch auf der Schulter einer Welle in eine Welle gepaddelt werden, auf der sich ein Anfänger meist sicherer fühlt – die Welle ist an dieser Stelle nicht so steil und es befinden sich weniger Surfer dort.

Die richtige Positionierung auf der Welle ist etwas, das nur mit Zeit und mit Erfahrung erlernt werden kann. Und selbst erfahrene Surfer müssen sich immer wieder mit diesem Problem auseinandersetzen, nur haben sie schon so viele Wellen gesurft, dass ihre Erfahrungswerte sie schneller an die richtige Position bringen.

Grund 3: Nicht für alle Bedingungen geeignet

Shortboards sind eigentlich nicht für kleine Wellen gedacht. Für kleine Wellen benutzt selbst ein erfahrener Surfer ein für seine Verhältnisse großes Surfbrett.

Und gerade als Anfänger geht es darum, ein Surfbrett zu besitzen, mit dem man jede Wellengröße surfen kann! Angefangen bei Mini-mini-mini…

… denn schließlich will man so viele Wellen wie möglich schnappen…

… wie z.B. hier in Malibu in Kalifornien:

Mit meinem Fatum Dolphin Mini-Malibu konnte ich selbst diese Wellen surfen!

(Da macht der Ausdruck Mini-Malibu auf einmal soviel Sinn!)

Mini-Malibu_kleine_Wellen

Und wer beim Surfen besser werden will, der sollte auch auf Wellen sein!

DON’T 2: Fehlinterpretationen

  • Selbst wenn man ab und zu eine Welle auf einem kürzeren Brett bekommt…

… bei zwei Wellen pro Session ist die Ausbeute an Übung nicht sehr groß!

Wäre es nicht sinnvoller in der selben Zeit 10 Wellen mehr zu bekommen, einfach nur weil die Unterlage eine andere ist?

Wenn die Interpretation also lautet:

„Haja, ich bekomme doch Wellen damit!“,

dann sollte die Frage danach lauten:

„Würde ich mit einem größeren Brett mehr Wellen bekommen?“

  • Auf größeren Surfbrettern kannst du außerdem eine saubere Technik erlernen: Wer auf größeren Brettern turnen und Speed generieren kann, der besitzt die Kompetenzen für alle anderen Bretter.

Man sollte sich also nicht vom Trugschluss leiten lassen:

„Ah, ich kann dieses Brett nicht bewegen – das Surfbrett ist zu groß für mich!“

sondern

„Ich muss noch mehr üben und lernen, wie man seinen Körper richtig bewegt, um Turns zu fahren.“

Bali_Waves_Surfen_

DON’T 3: Vorsicht bei Volumen-Rechnern!

Im Internet gibt es einige Volumen-Rechner, die dir anhand deines Körpergewichts, deiner Größe und deinem Surflevel Surfbretter mit einem bestimmten Volumen empfehlen.

Ich bin durch Zufall auf einige gestoßen und habe sie mal ausprobiert!

Manche Rechner kommen der Realität näher als andere, aber generell:

Kinners, ich kann euch gar nicht sagen, wie wenig ich von dem Ergebnis halte!

Laut der Meinung eines Rechners sollte ich ein 5.0 bis maximal 6.4er fahren! 4.11er wäre auch ok!

Say what!?!?!?!?

Kinderbrett oder was!?

Selbst wenn ich die Regler meines Surflevels sehr weit runter drehe und mich als absoluten Beginner einstufe (Beschreibung: Never surfed before, wants to learn), lautet das Ergebnis immernoch 6.6. Ein solches Brett würde ich einem absoluten Beginner aber auch nicht empfehlen! Und das würde auch sonst keiner.

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Also: Finger weg davon! Vor allem als Beginner!

DON’T 4: Eigener Dickkopf vor Expertenmeinung

Es ist sehr schön, dass Menschen eine eigene Meinung haben! Gratulation dazu!

Aber: Experten heißen nicht umsonst Experten!

Wenn jemand also nach Rat fragt und den Ratschlag ignoriert, weil er nicht hört, was er hören möchte, wieso fragt er dann überhaupt?

Soll er es doch gleich machen, wie er will, oder?

Sinnvoller wäre es natürlich, den Ratschlag des Experten zumindest zu überdenken und sich zu fragen, wieso er empfiehlt, was er empfiehlt.

Könnte ja sein, dass der Kerl/ die Frau einfach weiß von was er/sie spricht…

… aber das ist nur so eine Theorie von mir!

DON’T 5: Style vor Sinn

Ja, ich finde schöne Bretter auch gut. Ich habe meins bei Fatum auch in den Farben machen lassen, die ich schön fand!

Aber wenn es ums Shape geht, sind wir wieder bei vorherigem Thema:

Sieht cooler aus, ein kurzes Brett unterm Arm zu tragen?

Ja gut, dann am besten genau nach diesem Kriterium wählen! Ganz tolle Idee! Ob man dann Wellen damit bekommt, ist ja auch eigentlich wirklich egal, oder?

 Surfbrett_

DON’T 6: Selbstüberschätzung

Oft wird man danach beurteilt, seit wann man surft. Das heißt aber rein gar nichts.

In meinem ersten Jahr war ich alle 3 Monate im Surfurlaub – jeweils 1-2 Wochen.

Hätte ich gleich angefangen regelmäßig im Wasser zu sein, wie ich es seit November 2014 tue, wäre 1 Jahr Surferfahrung gleich etwas ganz anderes.

Deshalb zählt auch nicht die Zeit in Jahren, seit der du surfst, sondern eigentlich die Zeit, die du im Wasser verbracht hast!

Wenn du also um Rat bittest, dann beschreibe auch, wie oft du tatsächlich zum Surfen kamst!

Gute Idee: Wenn du ein Video hast, dann zeig das deinem Experten und lass dich so beraten. Schilder deine Probleme beim Surfen (z.B. schwierig in Wellen zu kommen, duckdiven geht nicht gut, zu wackelig) und er kann dich beraten.

Mein Surf-Video aus Pavones war dabei recht hilfreich, wobei ich meinen Ratgebern auch Videos gezeigt habe, in denen ich vom Strand aus gefilmt werde. Beide in Kombination waren für meine Beratung sehr hilfreich.

DON’T 7: You don’t try it, you don’t buy it!

Und hier kommt die wichtigste Lektion:

AUS-PRO-BIE-REN!

Du kaufst doch auch kein Auto ohne Testfahrt oder!?

Deshalb: Testen, testen, testen!

Wenn du dir ein Brett shapen lässt oder es gebraucht kaufst, dann ist es sehr hilfreich, wenn du dieses Shape oder zumindest das sehr ähnliche Shape mal gesurft bist und nach Gefühl beurteilen kannst!

Dabei musst du unbedingt ehrlich zu dir selbst sein!

Dass dabei aber eine Session allein nicht reicht, ist auch klar!

Manchmal braucht man eine Weile, um sich an das neue Brett zu gewöhnen.

Also teste es aus, vor allem auch in verschiedenen Konditionen, wenn möglich!

Denn das Surfbrett, welches dir an guten Tagen wunderbar dient, funktioniert an rauen Tagen evtl. nicht genau so gut.

Bedenke auch genau das beim Kauf eines Surfbretts an Orten die perfekte Wellen besitzen, wie z.B. in Bali oder Costa Rica. An anderen „weniger perfekten“ Orten wie z.B. in Europa beeinflussen kaltes Wasser, das Tragen eines Wetsuits und unebene Wasseroberfläche durch Winde und Strömungen das Surfbrett und dein Können eventuell ebenso.

Surfbrett_ausprobieren

DON’T 8: Nicht zum Marathon anmelden, bevor man laufen gelernt hat

Ich kann es gut nachvollziehen, dass man Bock auf gewisse Annehmlichkeiten durch kürzere Bretter hat:

  • Duckdiven anstatt Eskimorollen: 

Mein Minimalibu konnte ich nicht duckdiven. Aber glaubt mir, dadurch habe ich gelernt, wie man richtige Eskimo-Rollen macht – selbst bei 4-8 Fuß in Hawaii konnte ich mich durchsetzen!

  • Weniger Gewicht:

Ja, es ist durchaus angenehm leichte Bretter zum Strand zu tragen oder mit ihnen zu reisen. Aber wem bringt das was, wenn man damit keine Wellen bekommt?

Und mit einem Mini-Malibu reisen ist definitiv möglich, nur ist es natürlich etwas umständlicher! Wenn ich das hinbekomme, dann auch jeder andere da draußen!

Woran du erkennst, dass du bereit bist, auf ein kürzeres Brett umzusteigen

Ich möchte Sebbo, dem Besitzer der Surfschule Surfguiding Peniche zitieren:

„Im Internet gibt es genug Boardvolumenrechner. Und die bringen keinem irgendwas, der nicht in der Lage ist jede Welle an der richtigen Stelle zu erwischen, entlangzufahren und einen Cutback zu fahren. Vorher solltet ihr einfach ein großes Board haben.“

Also, sei mal ehrlich zu dir selber:

Erfüllst du all diese Kriterien?

„Und woher weiß ich, welches Surfbrett dann das richtige für mich ist?“

  • Einen sehr hilfreichen und übersichtlichen Überblick darüber, welches Surfbrett das richtige für dein Surflevel ist, findest du in folgendem Surfboardratgeber:

Surfboards: Wellenreiten für Anfänger, Fortgeschrittene und Experten

  • Ein ebenso super Beitrag, der passenderweise zum Thema Shortboards erst kürzlich vom Surfnomaden veröffentlicht wurde und sehr hilfreich ist, ist dieser Post:

Shortboard surfen: Was du als Surfer können solltest, um auf ein Shortboard zu wechseln

So, und wenn du jetzt immer noch den Drang hast, nach 2 Wochen Surferfahrung ein kurzes Brett zu fahren…

… dann bleibt mir nichts anderes zu sagen als:

Viel Spaß und herzlichen Dank im Namen aller in jeglichen Line-Ups dieser Welt!

 

Wie man das passende Surfbrett ganz sicher nicht findet

6 Gedanken zu „Wie man das passende Surfbrett ganz sicher nicht findet

  • 23. August 2016 um 17:14
    Permalink

    Vielen Dank – sehr schöner Artikel!
    Werde ich meinen Neffen weiterempfehlen, die gerade auf der Suche nach passenden Surfbrettern sind.
    Ich hoffe damit werden sie einen problemlosen Einstieg in das Surfleben bekommen.
    Gruß,
    Roland

    Antworten
  • 18. Februar 2016 um 22:42
    Permalink

    Ja manchmal komm ich so ins schreiben, dass der rote Faden verloren geht.

    Man riet mir am Anfang, nachdem ich einen Kurs gemacht hatte und ich nach einigen Wochen schon ziemlich sicher unterwegs war, dass ich mir kein eigenes Board zulegen sollte.

    Transportkosten, Reparaturen und der ganze HickHack sind es zu Beginn nicht wert, da man sich eh meist in der Nähe von einem Verleih oder Surfhouse aufhält. Dazu kommt das man am Anfang (und es kann wie du schon sagst lange dauern bis man über diesen Punkt hinaus ist) Bediehnungsfehler macht wie z.B. zu viel Knie beim Aufspringen, zu fest am Rail fest klammern, Board fallen lasen, Leash cut ins Tail durch wipe out, Board fliegt vom Autodach … öhm Board schmilzt im Auto ;). All das tut da irgendwo in der Region „Herz“ weh wenn, dass das erste, zweite und dritte mal mit dem selbst gekauften heiß geliebten teuren Board passiert. Bei Leihmaterial gibts Versicherungen für sowas oder eben ein paar Doller mehr auf die Rechnung beim abgeben.

    Ich mein wie viel hat dein Fatum Board jetzt insgesamt mit allen Reperaturen im ersten Jahr gekostet? Und dann dazu alle Gepäckzuschläge. Nur mal so ….

    Deshalb meinte ich das man zu deinem ursprünglichen Post noch die Frage ergänzen könnte. „Muss es nach dem Anfang/1. Kurs überhaupt ein eigenes Board sein“. Klar ist man auch als Surf Experte vor Dings (mit PU Boards) nicht gefeit aber den ein oder anderen Stolperstein kennt man schon und weiß sich besser um sein eigenes Material zu kümmern. Außerdem kann man so ohne Reue mal ein Surfboard aus dem Regal nehmen das mit Sicherheit zu klein sein wird und das merkt man dann ohne 500$ dafür hingelegt zu haben 😉

    Und weil die Frage irgendwo mal kam wie man stabiele Boards erkennt. Sie könnten z.B. aus Epoxy Composite (und nein das ist nicht PU) oder Holz sein. Eigentlich alles das nicht das Prädikat „klassisch“ aufgestempelt hat. Klar sind davon manche Varianten „schwerer“ oder haben nicht den gleichen Flex aber mittlerweiel gibts da echt viel neues auf dem Markt. Meine Freundin surft z.B seit 3 Jahren ein ein Mini Mal in Epoxy Composite Bauweise und hatte noch nie auch nur ein Ding daran. Around the World traveling mit missmutigen Gepäckschleppern incl. Daher versteh ich nicht warum immer alle Hals über Kopf a) ein Short Board wollen und b) ein Shortboard aus Glasfaser/PU, das im zweifelsfall den ersten Gang ans Meer nicht überlebt.

    Cheers! – Kai

    Antworten
  • 3. Februar 2016 um 0:11
    Permalink

    Hmm also heißt das, dass ich aufs Verdammen erstmal ein Jahr (on the water) mit einem Mini-Mal rum eiern muss bis ich mir was anderes aussuchen darf?

    Das halte ich für sehr dogmatisch und auch wenn ich dir in einigen Punkten durchaus zustimmen, finde ich wiederum andere sehr allgemein gefasst.

    Ja zu früh zu klein bekommt den meisten nicht und ja ein „Short Board“ gilt als cool weils durch Medien in unseren Köpfen drin ist. Aber genauso dieser Leitfaden der immer wieder runter gebetet wird aber kein Platz für all die tollen Shapes dazwischen lässt. Und vor allem kommt es ja mal in erster Linie nicht auf die Länge sondern zu erst auf den Einsatzzweck – sprich welche Location / welcher Skill – und auf das Volumen an und erst dann spielt die Länge eine Rolle.

    Ist man über die ersten Kurse oder Wochen hinaus sollte man so viele Shapes testen wie man unter die Füße bekommen kann und dabei sein persönliches „Wohlfühl-Volumen“ herausfinden. Damit und mit der ein oder anderen Erfahrung welcher Shape einem lag kann man ins Kaufhaus rennen oder einen Shaper beauftragen.

    Manch einem ist halt die Nose der immer gleichen Mini-Mals zu voll oder der Shape zu lang, zu schlank. Ich würde dagegen halten und weiß es gibt auch Boards kleiner 6’6 mit über 40l Volumen.

    Für mich z.B. mussten Boards immer breit genug sein, weil das dass kippeln beeinflusst. Mein sweet Spot liegt schon immer bei 35l für gute Tage an denen ich fit bin und bei 40l für alles andere. Heißt ich hätte mir mal lieber was mit 40l gekauft. Hab ich auch, ist 6’4 lang. Mein Board für gute Tage ist 5’8 lang. Ich bin zum Vergleich 187 groß und wiege 75 kg und für mich funktionieren die Rechner (renommierter Shaper) sehr gut.

    Also genau wie mit den Shortboards auch das mit den Mini-Mal nicht so verbissen sehn. Surfen ist ein kreativer Zeitvertreib und nix für standardisierte Stereotypen!

    Und nichts für ungut aber hast du schon mal drüber nachgedacht dir robustere Surfboards zuzulegen. Genau so wie alle dem Hype hinterher rennen ein Shortboard kaufen zu wollen, Holst du dir immer wieder rohe Eier alias PU-Boards. Think Outside the Box und komm mir jetzt nicht mit Fahreigenschaften bei einem Mini-Mal oder Egg 🙂

    Antworten
    • 3. Februar 2016 um 4:12
      Permalink

      Hey hey WØW ,

      danke für deinen Kommentar.

      Du hast natürlich Recht, wenn manche Punkte an manchen Stellen allgemein gefasst sind.

      Zum Thema, ob man auf einem Mini-Malibu rumeiern muss: 1 Jahr auf einem Mini-Malibu wurde mir persönlich von Leuten empfohlen, die sehr viele Jahre Surferfahrung haben. Ich persönlich habe mich an diesen Rat gehalten und denke im Nachhinein, dass es gut für mich war. Das Mini-Malibu kommt in meinem Text deshalb immer wieder als persönliches Beispiel vor. Das heißt nicht, dass nur ein Mini-Malibu das einzig richtige ist. Andere Shapes können natürlich genauso sinnvoll sein, keine Frage. Wenn das so rüberkommt, dann nur, weil ich mein Mini-Malibu so in Ehren halte.

      Was ich aber definitiv nicht als sinnvoll erachte, und das steht ja auch in meinem Text: Wenn man noch am TakeOff üben muss und schon klassische Shortboards fahren will. Siehe auch eingefügten Link „Surfboardratgeber“ – diese Definition von Shortboards meine ich.

      Viele Shapes testen – ich bin da ganz dito mit dir! Nur ist es sicherlich förderlich, es seinem Surfkönnen anzupassen, oder?
      Und darauf will dieser Text hinaus: Such dir das passende Brett für dein Surflevel!

      Volumenrechner: Ich habe geschrieben, dass ich denke, dass sie für absolute Beginner nichts sind. Aber du scheinst ja nicht erst gestern mit Surfen angefangen zu haben, also ist es doch cool, wenn sie dir weitergeholfen haben. Ich habe auch nicht jeden einzelnen getestet – mit Sicherheit gibt es einen der mehr Sinn macht als der andere. Aber mit dem Punkt will ich absolute Beginner, die noch kaum Surferfahrung haben, davon abhalten, einen Volumenrechner zu nutzen, der völlig daneben greift. Siehe mein Beispiel: Ein 6.6 für jemanden, der noch nie auf dem Wasser war und erst Surfen lernen will – findest du das passend? Ich nicht.

      Danke also für deine Rückmeldung zu diesem Post und weiterhin viel Spaß mit deinen Brettern! 🙂

      Beste Grüße, Pana

      P.S.: Alternative zu PU-Boards macht natürlich Sinn! Hat sich bisher einfach nur immer anders ergeben.

      Antworten
      • 3. Februar 2016 um 10:46
        Permalink

        Alles Gut. Es ging mir darum, genauso wie das Dogma ein Shorboard haben zu wollen, ist auch der omnipriesente Rat zu einem Mini-Mal nicht immer zutreffend. Ich kenne diese Ratschläge auch zu genüge, finde sie aber zurückblickend sehr einschränkend. Jemand der sich ausprobieren möchte sollte die Bandbreite an Volumen von oben bis unten selbst erfahren haben, um beurteilen zu können was zu klein bzw. zu wenig Auftrieb hat. Dazu gehört halt auch mal eine Session in der man quasi absäuft weil einem das Board einer Freundin eben doch nicht trägt 😉

        Man merkt das dir dein Board ans Herz gewachsen ist und wer so wie du viele Stunden auf dem Wasser mit ein und dem selben Board unterwegs war wird das gleiche empfinden.

        Wer noch nie auf einem Board stand sollte sich ohnehin in die Hände erfahrener Guides oder Coaches begeben und bekommt in den allermeisten Fällen ja dann auch ein Brett in die Hand, das diesem Umstand mehr als gerecht wird.

        Die Reihenfolge sollte Surfkurs – Surfen – Surfboard kaufen sein.

        Auch wenn das nicht das Thema ganz trifft, finde ich jeder sollte zumindest die erste Woche einen Kurs machen, denn neben dem richtigen Material gibt es so viel mehr zu beachten was echt auch Lebenswichtig werden kann. Man begibt sich als Spielball in die Naturgewalten und möchte sicher nicht (im besten Fall) im Krankenhaus wieder aufwachen.

        „Ja aber gute Freunde können mir das doch auch beibringen“ … mag jetzt der ein oder andere geneigte Mitleser argumentieren. Ich sag mal so. Das ist immer ein nobles Angebot wenn euch das ein Freund anbietet aber in den meisten Fällen verschwindet dieser Kumpel bei guten Wellen im LineUp und lässt dich am Strand oder im Weißwasser sitzen. Blöd wenn so der ganze Urlaub läuft. Zeit ist eben kostbar und deshalb nimm das Geld in die Hand und mach einen Kurs wo erfahrene Leute dafür bezahlt werden für dich da zu sein, dir alles zu erklären und auf dich auf zu passen.

        Danach macht es in meinen Augen erst Sinn mit den Kumpels los zu ziehen, Bretter aus zu probieren und später mal über ein eigenes Board nach zu denken. Du sparst dir einfach 1 – 2 Boards in der Anschaffung wenn du zuerst ein mal leihst und tauschst.

        Ich denk da kannst du auch ein Lied von singen Pana. Dein Fatum sind ja eigentlich mittlerweile auch schon „2 Boards“ plus unzählige Reperaturen. Man macht am Anfang einfach auch „Bediehnungsfehler“ bzw. kauft sich ein Board das nicht perfekt passt oder dem man zu schnell entwächst. Dazu kommen noch Transportkosten zu den Surfdestinations ….. das war ein Rat den mir mein Mentor gegeben hat und dem ich erst seit dem ich Destinations ohne Surfhouse/Rental ansteuere nicht mehr folge bzw. folgen kann.

        Und warum raten einem diese jahrelangen surfcracks nicht für ein erstes Board zu einer robusteren Bauart gleich mit? Hab ich so nämlich auch noch nie von einem gehört aber im nächsten Moment drehen sie sich um und fummeln an Ihrem angedischten Rail rum und kleistern es mit stinkenden Epoxy voll. Irgendwo für mich aber erst recht für jeden Anfänger der sich sein erstes Board zulegen möchte nicht ganz nach zu vollziehen. Denn genauso wie das richtige Volumen darüber entscheidet ob du 2 oder 12 Wellen pro Session abbekommst, entscheidet ob du im Wasser bist oder dein Board zum Reparieren in der Sonnen trocknet, darüber wer mehr Wellen surft 😉 Und viele der alternativen Konstruktionsmethoden schmilzen auch nicht in der Sonne oder im verschlossenen Auto …..

        Antworten
        • 5. Februar 2016 um 11:51
          Permalink

          Genau das ist auch der Punkt in meinem Text: Viele gestehen sich gar nicht erst ein, dass sie absaufen auf dem kleinen Brett! 😉 Deshalb auch mein Appel: Sei ehrlich zu dir selbst!

          Ich bin auf jeden Fall auch von Surfunterricht überzeugt – habe ich ja selbst Anfangs gemacht und mach den Job auch selber aus Überzeugung. Und klar, da werden einem die passenden Bretter empfohlen, aber man glaubt nicht, wie sehr sich manche Menschen in ihrem Surflevel verschätzen und zu schnell nach viel zu wenig Volumen und Länge schreien – und im Endeffekt beweisen, dass sie mit einem solch kurzen Brett eigentlich nichts anfangen können. Ein weiterer Grund für diesen Post.

          „Ich denk da kannst du auch ein Lied von singen Pana. Dein Fatum sind ja eigentlich mittlerweile auch schon „2 Boards“ plus unzählige Reperaturen. Man macht am Anfang einfach auch „Bediehnungsfehler“ bzw. kauft sich ein Board das nicht perfekt passt oder dem man zu schnell entwächst. Dazu kommen noch Transportkosten zu den Surfdestinations ….. das war ein Rat den mir mein Mentor gegeben hat und dem ich erst seit dem ich Destinations ohne Surfhouse/Rental ansteuere nicht mehr folge bzw. folgen kann.“
          –> Wie meinste das? Ich verstehe nicht ganz, was du meinst. Kannste nochmal beschreiben?

          Grüße, Pana!

          Antworten

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