Auf Facebook haben einige von euch bereits die neusten Vorkommnisse mitbekommen.

Dieses Bild habe ich gepostet:

Broken_heart_board

Alle, die diesen Blog verfolgen und mich kennen, wissen, wie sehr ich dieses Brett liebe.

Hier hatte ich darüber geschrieben:

Ich bin verliebt – Liebesgeständnis einer Surferin

Umso mehr schmerzt es, mein Brett in zwei Teilen zu sehen.

Wie ist das denn passiert?

Gestern sind wir zum Surfbreak Popoyo gefahren. Ca. 1,5 Fahrtstunden von San Juan del Sur, meiner derzeitigen Base.

Popoyo ist ein beliebter Break hier in Nicaragua. Definitiv kein Anfängerspot, aber auch nicht unmöglich.

Für was der Spot bekannt ist: Die Wellen können hier ziemlich hohl brechen und es kann barreln.

Quelle: http://media-cdn.tripadvisor.com/media/photo-s/02/81/12/43/popoyo-point-break.jpg

Was mir aber vor allem Sorgen gemacht hat, sind die Felsen auf der die Welle bricht.

Nachdem ich mir das angesehen habe, dachte ich: Es ist machbar! Ich probiere es!

Andere fiese Wellen hab ich auch schon probiert und in denen ist mein Brett nicht zerbrochen. Wie ich beschrieben hatte: Ziele niedrig setzen und probieren.

Gestriges Ziel: Eine Welle bekommen.

Ziel erreicht? –> NOPE!

Stattdessen war das so:

Wir sitzen auf einem Peak mit 20 anderen Leuten. Davon surfen aber immer nur die vier gleichen Leute und lassen sonst niemanden ran. Die juckt die Surf-Etikette leider nur wenig.

Also entscheiden wir zum anderen Peak rüber zu paddeln.

Als wir gerade dort ankommen, erklärt uns einer, was es zu beachten gibt und wo Felsen sind. Alles klaro, wunderbar!

Und was dann passiert… keine Ahnung!

Ein fettes Set kommt aus dem Nirgendwo… und bäumt sich direkt vor uns auf.

Gut, das ist nichts, was man nicht kennt!

Eskimo-Rolle und durch da… ABER: Brett rutscht aus meinen Händen und das Brett und ich fliegen durch die Welle. Als ich wieder auftauche, sehe ich, dass eine Hälfte des Brettes fehlt!

SCHEISSE!!!

Ich bin schockiert!

Und die Strömung zieht mich durch die Gegend. Ich schwimme, aber werde etwas panisch, denn die Strömung zieht mich immer mehr zu den besagten Felsen. Und ohne Brett biste einfach nicht so schnell mit Paddeln wie mit Brett.

Ich halte mich dennoch an meinem kleinen Endstück des Brettes fest, wie an David Hasselhoffs roter Boje und schaffe es unbeschadet an Land!

Zwei Gedanken schießen mir an Land durch den Kopf:

1. Scheiße, mein geliebtes Brett!

2. Ich bin froh, dass ich noch an einem Stück bin!

Am Strand sitzend, folgen Minuten des Schweigens und der Trauer. Und Gedanken an all die geilen Erlebnisse, die ich mit diesem Surfbrett hatte! Unglaublich!

Mir wird mal wieder bewusst, was für ein Glück ich habe, diese Reise machen zu können!

Wie geht es jetzt weiter?

Skip, unser 65-jähriger Surfbuddy meint, dass der Cut clean ist und dass das Board gerettet werden kann. Die ersten Schritte sind bereits eingeleitet:

Die beiden Teile liegen in der Sonne zum trocknen und dann kommt das Babe in die Notaufnahme zur Reparatur!

Aber vielleicht hat das alles auch einen Grund: Ich habe in letzter Zeit öfter andere Bretter getestet… vielleicht ist das ein Zeichen, dass es Zeit für was Neues wird.

Trotzdem will ich mein Babe safe nach Hause bringen. Vielleicht schaff ich es sogar an einem Stück!

Ich halte euch auf dem Laufenden wie es weitergeht!

Danke für eure tröstenden Worte so far Leute!

 

Selber auch schon ein Board gesnappt?

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NEUER STAND 9. Juli 2015

Mein Babe ist wieder ganz! Zwar hat es ein paar Schönheitsfehler, aber das interessiert wohl niemanden. Läuft wieder perfekt!

Surfboard-Repair in Nicaragua: San Juan del Sur – Alex’s Surf School

Kostenpunkt: 85 US-Dollar

Selbst unser Ex-Surf-Pro, der regelmäßig selber Bretter shapet ist von der Arbeit begeistert und meint, dass es in Kalifornien nicht besser hätte gemacht werden können.

Surfbrett_repariert

 

Nicaragua – Boardbreak – Heartbreak!

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