Surf-Lexikon

Das Surf-Lexikon!

„Ich sitze gemütlich im Line-Up…plötzlich: massives Set... ich voll im Wipe Out… die Swellvorhersage für morgen sieht besser aus, nur dass es onshore sein wird… und achja: High-Tide ist übrigens um 11Uhr.“

Bitte was???

Wie gerne hätte ich am Anfang ein Surf-Lexikon gehabt, das mir alle Begriffe erklärt!

Wenn es dir auch so geht, dass du die Hälfte eines Gesprächs zwischen Surfern nicht verstehst, dann biste hier richtig!

Hier in kleines ABC of Surfduderism.

Dieses Wörterbuch soll immer weiter ergänzt werden. Also Vorschläge sehr gerne an mich!

 A

A-Frame: Eine Welle, die so bricht, dass sie nach links und rechts surfbar ist.

B

Beachbreak: Wellen, die über Sand brechen.

Backside: Wenn der linke Fuß vorne steht (=regular), nach links fahrend. Wenn der rechte Fuß vorne steht (=goofy), nach rechts fahrend. Also immer zur Rückenseite des Körpers fahrend.

C

Close-Out: Wenn eine Welle nicht von einer Richtung zur anderen bricht, sondern entweder auf ganzer Linie gleichzeitig bricht oder plötzlich an einer weiteren Stelle außer am Peak bricht. Die Welle macht sozusagen zu.

Cutback: Der Richtungswechsel zurück zum Weißwasser und wieder weiter auf einer Welle.

Channel: Die Stelle, an der das von den Wellen angespülte Wasser zurück Richtung Meer fließt und somit eine Strömung erzeugt. Für einen Schwimmer sehr gefährlich, weil er ohne Schwimmhilfe auf das offene Meer gezogen wird. Für einen Surfer der Weg ins Line-Up!

D

Drop-In: Jemand anderem in die Welle fahren, entgegen der Surfregeln. Sehr ungern gesehen.

ODER AUCH: In die Welle reinfahren, obwohl man gerade ganz oben an der Lippe aufsteht – ein kurzer Moment, an dem man sein Gewicht nach vorne bringen muss, um von ganz oben in die Welle reinzusausen.

Duck-Dive: Mit dem Surfbrett unter einer gebrochenen Welle durchtauchen, um ins Line-Up zu kommen. Gelingt mit Shortboards gut, mit langen Boards nicht so wirklich.

Ding: Eine angeknackte Stelle am Surfbrett, die repariert werden muss. Wie das geht, siehst du in diesem Post: „D.I.Y. Ding Repair: wie du dein Surfbrett selbst reparieren kannst!“

E

Eskimo-Rolle/ Turtle Role: Manöver, um durch eine gebrochene Welle durchzukommen beim Rauspaddeln. Alternative zum Duck-Dive, wenn man ein größeres Brett hat. Das Brett wird dabei umgedreht und der Surfer „liegt“ unter dem Brett. Danach dreht er sich schnell wieder zurück und paddelt weiter.

F

Freakset: Ein Set (siehe bei S), das sehr viel höhere Wellen aus dem Nichts im Vergleich zu den durchschnittlichen Sets in der Session mit sich bringt.

Frontside: Wenn der linke Fuß auf dem Surfbrett vorne steht (=regular), nach rechts fahrend. Wenn der rechte Fuß normalerweise vorne steht (goofy), nach links fahrend;  Also immer zur Vorderseite des Körpers fahrend.

Frothing: Einer meiner absoluten Lieblingsausdrücke vor allem benutzt von Australiern oder Neuseeländern: I am frothing man = Ich bin sowas von aufgeregt/ kanns nicht abwarten/ ich bin stoked!

Face: Der ungebrochene Teil einer Welle vom Strand aus betrachtet.

G

Grüne Welle: Noch ungebrochene Welle, die angepaddelt werden soll.

Goofy: Gegenteil von „Regular“. Mit dem linken Bein vorne stehend.

H

High-Tide: Flut bzw. der Zeitpunkt des höchsten Wasserstandes.

I

Impact Zone: Der Bereich vor den brechenden Wellen, die immer wieder auf dich drauf brechen und aus dem es schwierig ist wieder zurück ins Line-Up zu kommen. Entweder du schaffst es über, durch oder an den Wellen vorbei oder du nimmst eine Weißwasserwalze Richtung Strand und versuchst einen anderen Weg ins Line-Up raus.

L

Leash: „Leine“, die am Fuß des Surfers und dem Surfbrett befestigt ist, damit das Surfbrett nich wegschießt, wenn man runterfällt. So ein Surfbrett kann mit hoher Geschwindigkeit zur Waffe werden.

Line-Up: Der Bereich hinter den gebrochenen Wellen, wo man mit den anderen Surfern auf ankommende Wellen wartet, um in Wellen reinzupaddeln.

Lip bzw. Lippe: Der obere Rand einer Welle.

Low-Tide: Ebbe bzw. der Zeitpunkt des niedrigsten Wasserstandes.

N

Nose: Vorderteil des Surfbretts, die Spitze sozusagen.

Nose Dive: Wenn die Nose bei einem TakeOff zuerst ins Wasser eintaucht und man deshalb mit dem Brett von der Welle umgehauen wird anstatt darauf zu gleiten.

O

Onshore: Auflandiger Wind bzw. Wind, der vom Meer auf das Land weht. Diese Art von Wind erschwert das Surfen, da ankommende Wellen schneller zuklappen und zu Close-Outs neigen, da sie von hinten vom Wind angeschoben werden.

Offshore: Ablandiger Wind bzw. Wind, der vom Land auf das Meer weht. Surfer freuen sich darüber, denn die ankommenden Wellen werden länger offen gehalten und machen nicht schlagartig zu.

P

Point-Break: Welle, die immer am selben Punkt bricht und gleich läuft.

Peak: Höchster Punkt der Welle, der als erstes bricht.

Pitted oder to get pitted: Wenn ein Surfer es in eine Barrel schafft.

Pull in to pull in: In eine Barrel reinziehen – seine Position also so der Welle anpassen, dass man im richtigen Moment vom Wasser bedeckt wird und man in der „Röhre“ drinsteckt.

R

Regular: Mit dem linken Bein auf dem Surfbrett vorne stehend. Trifft auf die Mehrheit der Surfer zu.

Rail: Seiten des Surfbretts.

Reef-Break: Wellen, die über Riff brechen.

S

Swell: Wellen entstehen durch Stürme oder Winde auf dem offenen Meer. Die Energie- bzw. Wasserteilchen, die durch den Sturm oder diese Winde im Wasser transportiert wird, wandert weiter und weiter Richtung Küste. Swell an sich ist erstmal nicht zu sehen… erst wenn die Wasserpartikel auf einen bestimmten Untergrund treffen, baut sich das Wasser zu Wellen auf.

Sweet-Spot: Der perfekte Punkt auf dem Surfbrett: Nicht zu weit vorne, nicht zu weit hinten.

Set: 3-8 aufeinanderfolgende Wellen, die als Gruppe auftauchen.

Setpause: Ruhige wellenfreie Phasen zwischen den Sets.

Shifting Peaks: Da bei Beachbreaks die Wellen über Sandbänken brechen und Sand kein fester Untergrund ist, verschieben sich die Peaks immer wieder hin- und her. D.h. die Welle bricht nicht immer am gleichen Punkt, wie z.B. bei einem Pointbreak.

Shorebreak: Wellen, die direkt auf den Strand oder kurz vorher brechen.

Soft-Top/ Softboard: Beginnerbrett, das weicher ist als normale Surfbretter und deshalb die Verletzungsgefahr vermindert. Außerdem ist es groß, sodass man darauf mehr Auftrieb hat und leichter Wellen bekommt.

Shortboard: Kurze Surfbretter mit wenig Volumen. Nicht zu empfehlen für Anfänger! Je länger das Brett, desto einfacher bekommt man Wellen, weil man weniger Paddelkraft benötigt.

Stokeness: Ein Begriff dafür, wenn man absolut geflasht ist beim Surfen!

T

Tail: Hinterteil des Surfbretts.

TakeOff: Das Aufsteh-Manöver beim Surfen, kurz nachdem dich die Welle anschiebt, um auf der Welle zu stehen und zu surfen.

Turn: Richtungswechsel beim Surfen.

Top-Turn: Am oberen Rand einer Welle wieder nach unten fahren

Bottom-Turn: Am unteren Rand einer Welle wieder nach oben fahren

 

W

Wellenperiode: Die Zeit zwischen den einzelnen Wellen.

Weißwasser: Bereits gebrochene Welle, die wie eine Schaumwalze Richtung Strand läuft und die vor allem für Anfänger zum Lernen geeignet ist.

Wipe Out: Das Durchgewaschen werden von einer Welle.

Wax: Wird auf ein Surfbrett gerieben wird, um Halt beim Stehen und Paddeln zu gewährleisten. Wird aber nicht auf Softboards aufgetragen, da die Oberfläche da sowieso rauh ist.

 

Welche Worte gehören noch in dieses Surf-Lexikon, die ich erklären sollte.

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Surf-Lexikon – Swell, Sets und Wipe-Outs

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