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Den richtigen Surfkurs zu finden, wenn du nicht weißt, wonach du suchen sollst?

Gar nicht so einfach!

Denn so manche Surfkurse, die mir unterwegs begegnet sind, haben mich schwer verblüfft: Motivierte Surfschüler werden einfach in Wellen geschoben und mit einem „Steh einfach auf“ abserviert.

ABSOLUTES NO GO!

Genau deshalb bin ich froh, dass meine eigenen Surfkurse weit entfernt von diesen Szenarien waren.

Mittlerweile bin ich selber zertifizierte ISA Surflevel 1 Surflehrerin und halte mich an einige Eckpunkte, die ich als sehr wichtig empfinde.

Wenn du mit mir persönlich surfen möchtest, dann schau hier rein:

TakeOffandTravel Surfkurse – Surf mit mir!

 

Hier die wichtigsten Dinge, die dein Surfkurs enthalten sollte, wenn du den maximalen Erfolg rausholen willst:

1. Ein kompetenter Surflehrer achtet darauf, dass du das richtige Surfboard fährst

Und das bedeutet als absoluter Anfänger, dass nur ein Softboard in Frage kommt. Zumindest am Anfang ist es sehr klug von deinem Surflehrer, dir kein hartes Brett zu geben.

A. Weil du dadurch vor Verletzungen geschützt bist UND

B. Weil die restlichen Surfer geschützt sind. Kein Surfer hat Bock auf ein hartes Brett im Gesicht, auf dem Kopf oder an sonstigen Körperteilen! Klar ist es schöner, ein hartes Brett zu tragen, da es weniger wiegt und leichter zu umgreifen ist… Aber sorry: Erst wenn du eine gewisse Kontrolle über dein Brett gewonnen hast, wird es Zeit für ein härteres Brett. Und solange heisst es: Wer surfen will, muss auch Brett tragen!

C. Weil deine Erfolgserlebnisse viel größer sind. Auf einem Softtop hast du viel Auftrieb und kannst dadurch einfacher Wellen bekommen und deinen Take-Off machen. Spaß garantiert, wie du am Beispiel von Marc in Peniche sehen kannst:

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Erst wenn du nach 1 oder 2 Wochen Surfunterricht dein Brett gut im Griff hast, die Take-Offs schon besser sitzen und du bereits deine ersten grünen Wellen gefahren bist, wird er dir ein hartes Brett empfehlen.

Übrigens: Wenn du dich irgendwann nach deinem ersten eigenen Brett umschaust, solltest du diesen Post lesen:

Wie man das passende Surfbrett ganz sicher nicht findet

2. Ein kompetenter Surflehrer knüpft an dein Surflevel an

Dein Surflehrer sollte ungefähr wissen, auf welchem Stand du aktuell beim Surfen stehst ist.

Du bist noch nie gesurft? Dann ist das natürlich einfach: Kompletter Surfanfänger.

Du bist ein paar Mal gesurft und kannst dich aber selber schlecht einschätzen? Dann schildere deiner Surfschule, was du in deinen letzten Kursen gemacht hast – versuche zu beschreiben, was dir bereits gelingt und was nicht. Je nachdem wird dein Surflehrer angemessen mit dir arbeiten und an deinen letzten Erfolgen oder Schwierigkeiten ansetzen.

3. Ein kompetenter Surflehrer wählt immer den besten Surfspot in der Umgebung

Auch wenn das bedeutet, dass er sich mehr Mühe machen muss: Ein Auto mit Surfbrettern beladen und weiter fahren. Wenn es eine bessere Alternative gibt, wird ein guter Surflehrer immer diese wählen.

Aber Achtung: Natürlich gibt es auch Tage, an denen auch der beste Surfspot des Tages kein Traumspot ist. Aber so ist das eben beim Surfen: Die Natur macht, was sie will.

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4. Ein kompetenter Surflehrer macht ein Warm-Up mit dir

Dein Surflehrer sollte dich nie mit absolut kalten Muskeln ins Wasser lassen… ein bisschen aufwärmen, ein bisschen stretchen oder zumindest warm werden durch die Trockenübungen auf dem Surfbrett am Strand… denn Surfen ist sehr anspruchsvoll für deine Muskeln… es wäre denkbar schlecht, wenn du dir gleich am Anfang etwas zerrst und dann gar nicht mehr surfen kannst.

5. Ein kompetenter Surflehrer gibt dir eine sinnvolle Einführung 

Er wird dir vorher erklären, was es zu beachten gibt und was du tun sollst. Schritt für Schritt solltest du ans Surfen herangeführt werden.

Im Optimalfall wird er dir ein bisschen was zu deinem Surfbrett erzählen und dir erklären, was du tun kannst, um dich im Wasser vor Lebensgefahren und Verletzungen zu schützen.

Nachdem er dir dann noch zeigt, wie man Wellen bekommt, wird er dich zunächst ins Weißwasser schicken und dir erste Gleitübungen zeigen, damit du ein Gefühl für das Brett bekommst. Einfach reinschicken und „viel Glück“ wünschen deutet darauf hin, dass man sich in dieser Surfschule nicht viele Gedanken macht. Schlecht!

6. Ein kompetenter Surflehrer erläutert dir Schritt für Schritt für dein Surflevel passende Surftechniken z.B. Take-Offs, Eskimorollen/Turtle-Role, Board trimmen, erste Turns

Er zeigt dir das alles angeleitet nach bestimmten Schritten, damit du es gut nachvollziehen kannst. Und natürlich auch an Land, bevor er das im Wasser von dir verlangt. Meistens werden dir z.B. verschiedene Varianten eines Take-Offs gezeigt und mit dir geübt. Der Surflehrer sollte sich auch individuell mit dir beschäftigen und dir Korrekturen vorschlagen. Der Satz „Steh einfach auf“ oder „einfach machen“ geht in meinen Augen überhaupt nicht klar!

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7. Ein kompetenter Surflehrer schaut immer wieder nach dir und gibt dir Hinweise, was du besser machen kannst

Wenn ein Surflehrer so gar nichts zu dir und zu dem was du tust sagt, dann ahnst du es wahrscheinlich schon selber: Er ist sein Geld nicht wert! Das heißt aber natürlich nicht, dass du von ihm verlangen kannst, dass er jede Welle von dir sieht und kommentiert… aber er sollte dir immer wieder Hinweise geben, an denen du arbeiten kannst.

8. Ein kompetenter Surflehrer erzählt dir etwas über Surftheorie: Strömungen, Wellenentstehung und Gezeiten

Das muss nicht unbedingt sofort am ersten Tag passieren, aber in einem mehrtägigen Kurs sollte es im Laufe der Woche geschehen. Was aber in jedem Surfkurs ein absolutes Muss ist, ist eine Einführung zum Thema Sicherheit. Vor allem das Thema „Strömungen“ sollte dein Surflehrer unbedingt mit dir besprechen, weil es für deine Sicherheit relevant ist! Strömung können nämlich lebensgefährlich werden, wenn man nicht über den Umgang mit ihnen aufgeklärt wird. Da der Surflehrer im Normalfall aber auf dich achtet, brauchst du nicht in Panik zu verfallen. Solange du dich an die Anweisungen des Surflehrers hälst, passiert nichts. Trotz allem ist es wichtig, dass du lernst, wie Wellen entstehen und welche Rolle der Wasserstand fürs Surfen spielt, damit du irgendwann selbstständig surfen gehen kannst.

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9. Ein kompetenter Surflehrer bietet im Optimalfall eine Surfvideoanalyse

D.h. du wirst beim Surfen gefilmt und der Surflehrer analysiert danach gemeinsam mit dir, was du besser machen kannst. In einem eintägigen Surfkurs kannst du das natürlich nicht erwarten, weil dieser Kurs eher ein erstes Ausprobieren ist. Einen einwöchigen Surfkurs solltest du dir aber auf jeden Fall so aussuchen, dass diese Leistung inklusive ist. Diese Methode ist so wirksam wie keine andere. Du siehst selber, was dein Surflehrer dir erklärt und kannst nachvollziehen, was du ändern musst.

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10. Ein kompetenter Surflehrer beantwortet dir deine Fragen

Das sollte er zumindest. Frag nach, wenn du dir unsicher bist, wie ein TakeOff geht oder wenn er dir etwas nochmal genauer erklären soll. Der Surflehrer hilft dir gerne weiter und ist natürlich genau dafür da. Keine Scheu also.

Was allerdings nicht wirklich weiterhilft sind Fragen, die eigentlich keine Fragen sind:  „Muss man das alles nicht ganz anders machen als in deinen Erklärungen?“. Gegenfrage: Erklärst du deinem Arzt, wie er dich behandeln muss? Wenn du besser weißt wie es geht, dann brauchst du keinen Arzt und ebenso keinen Surfkurs! Spar dir lieber das Geld und erlerne das Surfen in dem Fall lieber selber.

Alle anderen Fragen sind aber natürlich willkommen und gern gesehen!

Sind diese Faktoren in deinem Surfkurs gegeben:

GRATULIERE! Du bist richtig!

 

Sind diese Faktoren nicht gegeben:

Was tun? Und wie finde ich einen solchen hochwertigen Kurs?

1. Im Vorfeld auf der Homepage informieren

Was bietet die jeweilige Surfschule an? Jetzt weißt du auch, was beinhaltet sein sollte. Bestimmte Dinge kannst du im Voraus natürlich nicht wissen, aber du kannst per E-Mail zumindest die Hard-Facts erfragen, z.B. ob Surftheorie vermittelt wird und ob es eine Videoanalyse gibt.

2. Bestimmte Dinge einfordern

Frag nach, wie ein TakeOff geht, wenn er dir nicht erläutert wird! Oder bitte den Surflehrer darum, dir Korrekturen vorzuschlagen. Frag nach, wenn er es dir nicht von allein zeigt!

3. Brich den Kurs ab…

… wenn Dinge die versprochen wurden, nicht eingehalten wurden und verlang dein Geld zurück. Such dir einen anderen Kurs. Probier es zumindest. Hier in Bali hat es eine Bekannte versucht. Sie hat einen Teilbetrag zurückerstattet bekommen, weil Surfanalyse versprochen wurde, aber keine gemacht wurde.

4. Spread the word!

Miese Surfschulen sollten nicht weiterempfohlen werden . Genauso wie gute Surfschulen gute Bewertungen bekommen sollten. Also sags weiter!

Empfehle gute Kurse hier auf meinem Blog weiter/ rate von schlechten ab unter folgendem Link:

Tipp: Diese Surfkurse werden von TakeOffandTravel-Lesern empfohlen!!!

bestensurfkurse

Hilf mit, Menschen in guten Surfkursen unterzubringen!

Und wenn du wissen willst, wie du deine erste Wellenjagd planen kannst, dann schau dir den Beitrag dazu von Julian auf seinem Blog Surfnomade an.

Ansonsten heisst es nur noch: Hau rein und paddel was das Zeug hält! Vor allem aber: Have fun! Denn darum geht es in erster Linie!

 

Welche Fragen hast du noch zu Surfkursen?
Oder welche Erfahrungen hast du in Surfkursen gemacht?
Schreib es unten in die Kommentare und lass mich und andere Leser wissen!

 

Der ideale Surfkurs – Was er bieten sollte und wie du ihn findest!

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