Hawaii_Passion

Es gibt immer wieder Sätze im Leben, die dich sofort fesseln.

Die tief in dich eindringen und kurz Mal alles andere ausblenden.

Die du hörst und die dich auf Stummschaltung setzen – in einen Modus der absoluten Verbundenheit mit dem Gefühl, das sie in dir auslösen.

So wie einer der wesentlichsten Sätze, der mich und mein Verständnis vom Surfen absolut geprägt hat:

„Surfing is like dancing on a wave!“

Er hat die Puzzleteile meiner Lebenswelt zu einem Bild zusammengefügt und leitet mich!

Was leitet dich im Leben?

Ich bin mir sicher, dass es viele solcher Sätze auch in deinem Leben gibt.

Und vielleicht geht es dir wie mir: Bei manchen Sätzen, weißt du gar nicht, warum sie dich eigentlich so berühren… du spürst nur, dass sie richtig sind.

So erging es mir jedenfalls vor ein paar Wochen, als wir in unserem Hostel gemütlich in einer Runde zusammensaßen und über die Gott und die Welt philosophiert haben. Ich liebe diese Abende – gute Stimmung, gemütliche Bierchen und Inspiration.

Und da war er, der Satz von Bukowski zitiert von einem Menschen, der seit über 20 Jahren surft:

„Find what you love and let it kill you“

Ein radikaler Satz. Eine krasse Aussage!

Was Bukowski damit meinte, spielt hier keine Rolle. Für uns war er in dem Moment und auch im Nachhinein wichtig!

Was löst dieser Satz in dir aus?

Vielleicht war es die Stimmung in diesem Moment, vielleicht war es der Fakt, dass es von Jemanden kam, den ich auf jeden Fall als Vorbild beim Surfen sehe – aber der Satz kam an. Mittendrin!

Aber warum?

Flat_Tip_Denken

Was genau sorgt dafür, dass sich dieser Satz so schnell so tief einnistet und mich wochenlang nicht loslässt?

Der sich auch heute noch so ehrfürchtig anfühlt?

„Find what you love…“

Das ist der einfache Teil des Satzes, denn ich weiß genau, was ich liebe: Surfen.

Wie auch Musik machen. Tanzen.

Hast du gefunden, was du liebst?

Etwas, das dich vollkommen macht und das dich erfüllt, das dir ein Lächeln ins Gesicht zaubert und das nur dir gehört.

Etwas, das du nicht erklären musst, sondern fühlst.

Etwas, das dich allein beim Gedanken daran zum Lächeln bringt.

Etwas das dich vorantreibt. Das dir Hoffnung gibt und dich durch dunkle Zeiten führt und dir Kraft gibt.

Etwas, das dich in Kontakt mit deinem Inneren bringt.

Etwas, das dich definiert. Das ganz klar zu dir gehört.

Etwas für das du bereit bist zu geben. Etwas, das unabhängig von einer anderen Person einfach dein Ding ist.

Für mich ist klar:

Ich wünsche jedem Menschen, dass er etwas findet, das er liebt!

Denn ich glaube fest daran, dass wir Menschen besser sind, wenn wir genau das finden.

Dass es uns hilft, zufriedener mit unserer eigenen kleinen Welt zu sein, sodass wir keinen Unmut verbreiten müssen.

Ich glaube daran, dass es mehr Frieden zwischen den Menschen schafft, weil unsere Stresslevel runtergefahren sind.

Ich glaube daran, dass es uns Menschen hilft, dankbarer zu sein und uns dadurch dazu bringt, den Menschen um uns herum, ein Lächeln und ein gutes Gefühl mitzugeben.

So kitschig es auch klingt: Ich glaube fest daran, dass es uns zu besseren Menschen macht!

Find_what_you_love

„… and let it kill you“

Auf deutsch klingt es einfach nicht nach dem, was es für mich ausdrückt und was es in mir auslöst.

Und ich weiß, dass es schwer wiegt und besorgniserregend klingen kann.

Aber, das, was es in mir auslöst, hat nichts mit negativen Gedanken zu tun.

Ganz im Gegenteil:

Es trotzt für mich nur so von NEUEM Leben.

Für mich markiert es, dass ein Teil einer Persönlichkeit zurückgelassen wird.

Denn ich glaube daran: Wer wirklich findet, was er liebt und zulässt, dass es Teil seines Lebens wird, der wird einige andere Dinge zurücklassen müssen.

Loslassen. Wie so oft auf diesem Blog.

Alte Denkmuster, das Verhältnis zu Materiellem, alte Verhaltensweisen.

Let it kill: Alte Denkmuster

Ich bin traditionell groß geworden.

Mit den Glaubenssätzen an eine Welt, in der gelebt wird, um zu arbeiten. Du hast keine Arbeit, du bist nichts.

Mit den Glaubenssätzen daran, dass ein bestimmtes Alter bestimmte Verhaltensweisen erfordert.

Mit der Idee davon, dass du nur etwas wert bist, wenn du dich an die Spielregeln der Gesellschaft hälst – aus der Reihe tanzen=zu exotisch!

Aber weißte was:

Let it kill – not you, aber das was du bisher warst!

Das, was dir dein Leben lang eingetrichtert wurde!

Wer sagt, dass das alles so sein muss?

Wer sagt, dass es nicht auch Menschen geben darf, die es anders machen?

Ich sage nicht, dass jeder Mensch Alternativen zu einem „traditionellen“ Leben finden muss. Ich freue mich für jeden Einzelnen, der wahrhaft glücklich damit ist.

Aber was ist mit den Menschen, die andere Pläne haben?

Die nicht in dieses Bild passen?

Wenn ich akzeptiere, dass Menschen keine Alternative zu einem „traditionellen“ Leben wollen, wieso können Menschen mit dem Wunsch und sogar den Ideen zur Alternative dann nicht auch eine Akzeptanz dafür erfahren, was sie sich wünschen?

Let it kill: Das Verhältnis zu Materiellem

Geld ist Mittel zum Zweck. Es ist einfacher, wenn es vorhanden ist und soviel schwerer, wenn es Mangelware ist.

Aber: Wie kann es sein, dass es eine solche Kontrolle übernimmt?

Dass es wichtiger ist, Geld massenweise anzuhäufen und sich dabei totzuarbeiten?

Dass uns dieses gefüllte Bankkonto mehr wert ist als unsere Gesundheit?

Ich frage mich, wie es sein kann, dass wir nicht alle längst verstanden haben, dass wir so viel mehr davon profitieren, einen Tag weniger pro Woche oder ein paar Stunden weniger pro Tag zu arbeiten, um damit mehr Zeit für das zu haben, was uns glücklich macht!

Willst du eines Tages mit Krankheiten aufwachen, die der jahrelange Arbeitsstress verursacht hat?

Bleiben wir realistisch: Geld ist notwendig.

Aber reden wir auch Tacheles: Verschwende deine Zeit nicht damit, es anzuhäufen ohne Zeit dafür zu finden, es für die schönen Dinge im Leben einzusetzen.

Let it kill: Alte Verhaltensweisen

„Wer glücklich ist, kann glücklich machen! Wer’s tut, vermehrt sein eigenes Glück.“ – Johann Wilhelm Ludwig Gleim

Jump_KarameaWenn du gefunden hast, was du liebst, wirst du nicht nur dir selber gut tun, sondern auch den Menschen um dich herum.

Denn du ziehst Kraft, aus dem was du liebst.

Wir Sozialpädagogen nennen das Resilienz – Dein Kapital und Vermögen, um all den unschönen Dingen im Leben entgegentreten zu können.

Und zwar so richtig – mit einem festen Tritt in den Arsch!

Außerdem hast du viel mehr vor Augen, wie es sich anfühlt, zufrieden zu sein – denn Zufriedenheit ist ein regelmäßiger Bestandteil deines Lebens geworden und erinnert dich daran, wie viel es wert ist, dieses Gefühl zu besitzen.

Ein Gefühl, dass du vermehrt weitergeben kannst und willst.

Und wir wissen: Was du gibst, kommt auch zu dir zurück – meine Überzeugung – Law of Attraction!

Negativität adieu, positiv denken hello!

Natürlich bleiben wir auch hier realistisch: Du bist deswegen nicht immer zu 100% positiv und sorgenfrei – dennoch bin ich absolut überzeugt davon, dass es sehr viel Negativität aus deinem Leben aussortiert.

Let it (almost) kill you…

… denn manch eine Leidenschaft ist grenzwertigen Erfahrungen näher als andere.

Und auch wenn ich gemütliche Surfs mit schönen Wellen liebe und gerne Wellen catche – ich liebe die verrückten, krassen und heftigen Surfs mit großen und fiesen Wellen mindestens ebenso! Denn diese Wellen lehren mich das Leben zu lieben. Genauso wie viele andere Lektionen, die sich auf das Leben übertragen lassen:

Was dich das Meer über das Leben lehrt

Ich weiß nicht, ob ich einfach nur wahnsinnig bin oder was mit mir los ist, aber die Grenzerfahrung und das Adrenalin, diese krassen Wipe-Outs zu erleben und vor allem zu überleben, macht das Surfen für mich unvergleichlich.

Wipe-Out_

An meine persönliche Grenze gehen und anschließend stolz aus dem Wasser kommen – ohne dabei überhaupt eine Welle bekommen zu haben. Einfach nur, weil das Ziel erreicht wurde: Raus und Durchhalten!

Und am Ende bleibt eine wesentliche Erkenntnis für mich: Sollte der absolut unwahrscheinliche Zufall eintreten und eine Welle bereitet mir mein Ende – dann gehe ich wenigstens bei etwas drauf, das ich liebe!

Just „Let it kill you“

Es gibt Tage, an denen es Tiefphasen gibt. An denen du dich wunderst und fragst, ob du wirklich das Richtige machst, indem du dem folgst, was du liebst. Mit allem was dazu gehört!

Es fühlt sich an, als würde es dich zerreissen, denn du steckst manches Mal mittendrin und weißt nicht, ob dieser Weg dich an den richtigen Ort führen wird.

Aber weißt du was?

Halte die Momente aus, die dich zerreissen, die dich killen!

Egal wie scheiße, sie sich anfühlen:

Du kannst nur auf dem richtigen Weg sein, wenn du dich traust, dem zu folgen, was du liebst!

Denn egal wo es dich hinbringen wird, dein Weg war voller grandioser, leidenschaftlicher Momente – man nennt es auch: Leben!

Folge deinem Herzen, deiner Passion – dafür ist das Leben da!

Let it kill you – to be alive!

„Find what you love and let it kill you!“

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