2016

Ein Jahr, das mich auf komplett neue Wege geführt hat.

Wellentechnisch, im Leben und in mir persönlich.

Wege, mit denen ich niemals gerechnet hätte und das neue Türen und Tore geöffnet hat.

Ein Jahr, das aber gleichzeitig anders als sein Vorjahr von sehr viel Unklarheit, Verwirrung und Zweifeln gekennzeichnet war.

2016 – Ein Jahr, das noch folgenschwere Konsequenzen haben wird…

Aber schauen wir uns das Ganze rückblickend an und fassen noch einmal zusammen:

 

Schaffen, schaffen – Finanziell wieder aufrappeln!

2016 beginnt mit einem leeren Geldbeutel.

Aber hey, immerhin in Neuseeland. Immerhin in Wellennähe.

Dennoch beeinflusst dieser leere Geldbeutel das Leben natürlich immens:

Surfforecasts geben nicht mehr den Tagesrhythmus vor, sondern leider auch wieder ein Full-On-Arbeitsleben:

7 Tage/Woche, kein Wochenende, durchgängig ranklotzen.

Surfinstructing, Hostel putzen, Freelancing online, Bloggen (wobei ich vom Bloggen nicht leben kann – nur nochmal zur Erinnerung).

Vorbei erstmal die schöne Zeit:

Warum sich mein zweites Jahr Surf-Weltreisen so vom ersten unterscheidet

Ein Preis, den ich („gerne“) dafür zahle, dass ich im Vorjahr die Welt mit meinem Surfbrett bereise, alle meine Ersparnisse draufgehen lasse und dabei die beste Zeit meines Lebens erlebe!

Und tatsächlich erholen sich nach und nach auch ganz langsam die Finanzen:

Wie ich mir das Leben als Surf-Weltreisende finanziere…

 

Schaffen, schaffen – Freiheit zurückgewinnen!

Mit den ersten hart zusammengesparten Kröten, kaufe ich mir ein Stück Freiheit zurück:

Meinen Kombi, der mir Flexibilität und vor allem Unabhängigkeit einräumt!

Mit einer Matratze, einem Schlafsack und einem Campingkocher ist mein Surfmobil allzeit zum Einsatz bereit!

Jetzt fehlen nur noch die freien Tage, die ich mir ebenso langsam wieder zurück erarbeite.

Und schon rollt mein Surfmobil an die anderen Küsten!

Im Februar mit Conni (Christchurch / Kaikoura / Abel Tasman / Nelson / Westport)

und im März mit Lena (Christchurch / Ashburton (Leeeeena, hahaha… ich werde es nie vergessen!) / Kaikoura)

Ich genieße die (wenigen) Tage des Get-Aways vom Arbeitsstress und sauge sie auf! Ich weiß, dass das pure Leben irgendwann auch wieder meinen vollen Fokus bekommen wird!

 

Schaffen, surfen – Surfcontests antreten!

Ich entwickle mich langsam weiter und werde dazu angehalten, als eine der wenigen surfenden Frauen in Westport an meinen ersten Surfcontests teilzunehmen.

Über erste Surfcompetitions und wie sie dich beim Surfen weiterbringen

Mir geht die Lutzi und ich weiß, dass ich wenig erreichen werde, aber dass ich Stolz auf mich sein kann.

Genauso wie meine Buller Boardriders es sind – mein erster offizieller Surfclub!

Alles für den Dackel äh die Wellen – alles für den Club! (Reminder: Hausmeister Krause – anyone?)

 

Ziel vor Augen halten – Schicksal / Zufall leiten lassen?

Meine Vision ist klarer denn je: Ich will und brauche die Wellen. No matter what. Und ich brauche auch wieder die Zeit, um mich dessen hinzugeben.

Aber wie soll das alles funktionieren?

Bereits in der Vergangenheit habe ich mich gefragt: Wie sieht denn meine optimale Welt aus?

Die Vorstellung:

Endless Summer zwischen Europa und Neuseeland mit Zwischenstopps unterwegs, um die Welt auch weiterhin zu entdecken.

Ich genieße das Hier und Jetzt und vertraue darauf, dass sich der richtige Weg ergeben wird!

Bis dahin werde ich weiter arbeiten und Geld sparen.

Und eröffne dazu ein Bankkonto…

… und mein weiterer Weg nimmt plötzlich Form an, von ganz alleine:

Wie sich Tür und Tor öffnet, wenn du es zulässt – mein neues Lebensmodell

 

Schaffen, Surfen – Wochenende genießen

Die neuen 4 Tage-Wochen vergehen wie im Flug, die Soz.päd.-Kollegen sind der Hammer und ich lerne eine Vielfalt an neuseeländischen, sozialpädagogischen Arbeitsweisen kennen.

Meine Stresstanks für soziale Missstände werden täglich im Ozean entleert.

Eine völlig neue Erfahrung, die mir das Arbeiten als Sozialpädagogin einfacher als je zuvor macht.

Ich fühle mich wohl, denn der Ausgleich, den ich vorfinde, ist erschreckend fabelhaft!

Und die Finanzen erholen sich schneller.

 

Schaffen, Surfen – Optionen vorfinden

Nächster Wegebner: Sozialpädagogen sind auf der Liste der gesuchten Berufe in Neuseeland.

Ich kann einen Antrag für eine Residency stellen.

Dazu muss ich aber viel Geld investieren und mich für 2 Jahre jeden Sommer auf Neuseeland festlegen.

Aber ist es nicht sowieso das Land, in dem ich während dem europäischen Winter sein will?

 

Schaffen, Panik schieben – Entscheidung treffen

Wochenlang: Panik, Angst, Zweifel.

Wochenlang: Fragezeichen, Ratlosigkeit, Unklarheit.

Wie soll ich das meiner Familie erklären?

My Big Fat Greek Surf-Weltreise

Gespräche, Abwägen, Hin- und Her, noch mehr Gespräche, Abwägen, Auf und Ab…

Leben in einer emotionalen Achterbahn…

 

Schaffen, Papierkrieg führen – Antrag stellen

Juni 2016 – Ich stelle den Antrag zur Residency in Neuseeland

Wird der Traum von einem Leben zwischen Europa, Neuseeland und restlicher Welt vielleicht real?

Endless summer here I come!

At least I am trying…

 

Schaffe, connecten – Beziehungen formen!

Nicht immer einfach als Frau in einer Kleinstadt:

Das Einzige, das mich beim Surfen als Frau wirklich ankotzt…

Dennoch finde ich meine Nischen und Buddies. Und die Surfcommunity ist ja auch noch da.

 


Musik

Travelsoundtrack – Bali / NZ Dez 2015 – Mai 2016


Schaffen, frieren – Winter surfen

Die Tage werden kürzer und schnelle Sunsetsurfs die Regelmäßigkeit.

Kaltwassersurfen in voller Montur ist angesagt: Mit Booties, Hood und Handschuhen.

 

Ich gewöhne mich ganz langsam daran und habe schlimmeres erwartet.

 


Wichtige Erkenntnisse:

„Find what you love and let it kill you“


 

Schaffen, Surfen – Fast in einem Surf-Film landen

Die Filme-Macherin Apolla Echino sucht eine Frau in Westport, um mir ihr zu surfen!

Für ihren Film:

A Woman’s Guide to the World – Surfing the South Island of New Zealand Winter

Ich werde von den Locals connected, wir treffen uns.

Sie punktet Morgens im Fluß kleine, cleane Wellen, während ich nachmittags in Riesenoschis am Surfspot nebenan verprügelt werde.

Da das Rauskommen an dem Spot nicht mehr über den Strand möglich ist, ebne ich mir den Weg über Felsen am Fluß nebenan. Keine Neuheit, ein paar Mal gemacht, nur heute ist es anders:

Der 2 Meter große Swell reißt mich von den Felsen.

Mein neues Surfbrett hat 6 Dings und ich ein Trauma, an dem ich immer noch arbeite.

(Eine Geschichte, die ich euch noch nicht erzählt hab)

Alles ist auf Kamera aufgenommen, auch ein Interview mit mir.

Denn der Film soll Frauen motivieren: Frauen, zieht los!

So wie sie, z.B. auf einen Roadtrip auf der Südinsel Neuseelands im Winter.

Oder wie ich, auf meine Surf-Weltreise alleine. Das scheint gut in ihr Konzept zu passen.

Aber: Der Film wird wohl zu lang – mein Part kann leider nicht mit in den Film.

Die Footage ist aber angefragt. Ich hoffe, ich kann sie euch irgendwann zeigen.

 

Schaffen, Surfen – Land verlassen

Warum es Zeit wird, endlich wieder das Boardbag zu packen…

3 Monate Auszeit vom Job in Neuseeland, dank verständnisvoller Chefin


Musik

Travelsoundtrack – NZ Mai/ Jun/ Jul 2016


 

Nix schaffen, nur surfen – Megaswells in Indo abgreifen

10 Fuß Swell zum Anschauen mit Bruce Irons, Mason Ho und Co live:

Die beste Bali Reisezeit= Trockenzeit? Jetzt echt?

7 Fuß zum Anfassen für mich mit zittrigen Armen und Beinen:

Die Angst vor großen Wellen – wie ich sie überwinde

Ich werde zerbretzelt und erlebe einen Wipe-Out der Superlative!

Trotzdem bin ich stoked as f**k!

 


Musik

Travelsoundtrack – Bali Aug 2016


 

Bloggen, nix surfen – In der deutschen Heimat wieder einfinden 

Eins meiner Highlights 2016: Die Reunion mit meinen Lieblingsmenschen.

Und auch wenn das Jahr finanziell nur langsam wieder auf den richtigen Weg kam und der Flug nach Deutschland einen erneuten Wiederbeginn bedeutet, es ist jeden Cent wert!

Die Wellen fehlen mir dennoch.

Meine Alternativen: Paddeln auf dem See, Surf-Workouts, Konzerte und durch Freediven auf den nächsten Wipe-Out vorbereiten:

Luft anhalten trainieren – Wie du dich auf Wipe-Outs vorbereiten kannst

Doch jede Alternative ist nur halb so gut, wie die Wellen selber.

Nach vielem finanziellem Abwägen, entscheide ich mich dafür, mich doch der Surfdroge hinzugeben.

 

Bloggen, Surfen – Zurück zum Ursprung in Portugal

Und natürlich wo?

Klar, in Portugal:

Surfen in Portugal – Was du für deinen optimalen Surftrip wissen musst

2 Wochen lang tanke ich Wellen, sehe alte Freunde wieder und knüpfe neue Freundschaften.

Besonders die vielen griechischen Surfer beeindrucken mich! Und die liebe Konstantina, mit der ich ein Appartement teile, wird zu einer Schlüsselfigur in 2016…

Und es gibt ein erstes Bild von einem klitzekleinen Manöver-Versuch:

 

Bloggen, nix surfen – Quality-Time in Deutschland genießen

Zurück in Deutschland genieße ich den restlichen Monat mit den wertvollsten und unersetzbaren Menschen: Meinen Freunden und meiner Familie.

Der Abschied wird umso schwerer, die Zweifel sind wieder Mal voll Karacho vorhanden!

Die 30 Stunden im Flieger sind zwar enorm, aber haben sich noch nie so kurz angefühlt…

Ich springe aus dem letzten Flieger in Christchurch und werde sofort entlohnt:

Mit Jetlag ab in die Wellen!

Yes, genau dafür mache ich das alles!

 


Musik

Travelsoundtrack – Deutschland/ Portugal – Aug-Okt 2016


 

Schaffen, Surfen – In der neuen Heimat einrichten

Zurück in Westport, ist es nicht schwierig, sich sofort wieder Zuhause zu fühlen, denn die Locals machen es einem mit Umarmungen und Freude wirklich einfach!

Und ich bin ja schließlich auch wieder im Hostel.

Allerdings ist der Drang nach einem Leben ohne 100 andere Mitbewohner aber stark vorhanden. Wenn ich wirklich in Westport leben will, muss ich es auch ohne das Hostel können.

Der Auszug ist zwar nicht einfach, aber das kleine süße Häuschen zur Miete ist gefunden. Ich genieße die Ruhe, meinen großen Garten und die 5 Minuten Entfernung vom Strand!

Unfassbar!

 

Schaffen, Surfen – Immigration-Wahnsinn überleben

Der letzte Teil von 2016 hat es nochmal in sich.

Der Papierkrieg ist offiziell eröffnet und die Immigrationsbehörde wird mein täglicher Kontaktpartner am Telefon, in E-Mails und in Briefen.

Ich versuche die Ruhe zu bewahren, obwohl die Emotionen täglich zwischen „Tschaka, es wird!“ und „Oh mein Gott, ich habe keine Chance!“ schwanken.

So sehr, bis ich sogar an den Punkt komme und mich ernsthaft frage:

Sollte ich vielleicht besser aufgeben?:

2 Jahre Surf-Weltreisen – Zeit, nach Hause zurückzukehren?

NEIN!

Weitermachen!

Nicht aufgeben!

Traum verfolgen!

Welle für Welle!

Und übrigens kommt hier die Schlüsselfigur Konstantina ins Spiel (remember: die ich in Portugal kennengelernt habe?). Sie rettet mir den Arsch, indem sie für mich Amtsgänge in Athen macht!

Soviel zum Thema: Alles kommt, wie es soll!

 

Nix schaffen, nur surfen – Urlaub genießen und TakeOffandTraveln! 

Weihnachten wird mit der Hostelfamilie und gleich darauf Roadie mit einem meiner Westporter Surfkumpels – ab an die Ostküste:

Wir erleben die witzigste Stand-Up-Paddel-Session in Mini-Wellen, campen wie die Pros direkt am Meer und erleben einen Nachmittag mit magischen Wellen nach 2 Tagen Chaos-Wellen.

Kurzer Zwischenstop zurück in Westport, um Silvester mit Freunden zu feiern, bevor es alleine weiter auf die Nordinsel geht!

Zurück zu meinem Element: TakeOffandTravel!

 

Adieu 2016

Hello 2017!

Ich bin gespannt, was dieses Jahr für mich bringen wird.

Eins ist aber sicher: Es wird eine Entscheidung darüber geben, wie es weitergeht!

Darf ich Neuseeland bald als Zweitland mit einer Aufenthaltsgenehmigung und mit Arbeitsrecht mein zweites Zuhause nennen?

Ein erstes Zwischenergebnis steht schonmal: Eine Arbeitsgenehmigung für meinen jetzigen Job für ein weiteres Jahr ist genehmigt!

Allerdings ist die unbefristete Arbeits- und Aufenthaltsgenehmigung (=Residency) noch nicht durch.

Was mache ich, wenn das nichts wird?

Ich habe keine Ahnung Leute, ich weiß nur, dass ich alles daran setzen werde, auch weiterhin irgendwie dem Meer und den Wellen nahe sein zu können!

So wie derzeit auch wieder auf meinem Roadtrip auf der Nordinsel: Mein Surfmobil, meine Surfbretter und ich! Und die Suche nach Wellen!

 

Meine Vorsätze für das kommende Jahr:

Ganz einfach:

Weitermachen!

Nicht aufgeben!

Traum verfolgen!

Welle für Welle!

 

DANKE!

Danke an das Übermächtige/ an Karma/ an das Universum/ an die Götter/ an das Schicksal / an den Zufall, dass ich all das weiterhin leben darf und gesund genug dafür bin!

Danke an die Natur, die mich Teil ihrer unfassbaren Kraft und Schönheit sein lässt, die sie durch Stürme als Energie an die Küste bringt und als Wellen entlädt! 

Danke, dass ich Teil der Magie sein darf!

Ich bin trotz mancher Zweifel mehr als zufrieden und hoffe auf viele weitere so tolle Momente in der Zukunft!

Vor allem aber:

Danke euch allen da draußen, die diesen Blog verfolgen und die mich so sehr dabei unterstützen, nicht aufzugeben.

Ihr gebt mir unglaublich viel Kraft!

Jede einzelne Nachricht von jedem einzelnen von euch, treibt mich immer weiter voran. Wenn ich lese, dass ihr euch von mir inspiriert fühlt, fühle ich mich unglaublich geehrt…

… und bin zufrieden:

Ganz viel Liebe an euch alle!

 

Was ich euch wünsche:

Ich wünsche euch, dass ihr euren Weg geht – genau so, wie ihr es euch wünscht.

Egal, was das beeinhaltet!

Ich wünsche euch den Mut, den ersten wichtigen Schritt zu eurem Traum wahr werden zu lassen, indem ihr ihn geht!

Keiner wird es für euch tun!

Wartet also nicht auf irgendwelche Zeichen, verschiebt eure Wünsche nicht mehr!

Lasst kein weiteres Jahr vergehen!

Make it happen!

TakeOff!

 



2016 – Mein persönlicher Rückblick auf ein lebensveränderndes (?) Surf-Jahr!

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