Was tun, wenn du den Wellen fern bist und landlocked Phasen überstehen musst?

Klar, du suchst dir alles zusammen, das irgendwie an Surfen erinnert und versuchst dein hart erarbeitetes Surf-Level aufrecht zu erhalten!

Das Gefühl des Surfens an sich kann aber einfach nichts ersetzen, richtig?

Richtig!

Dennoch gibt es da etwas, das mich bei meinem letzten landlocked Besuch in Deutschland dem Surfgefühl näher gebracht hat:

Surfskaten!

Scheiße Mann, wie geil sind Surfskate-Boards bitte?

Das weißt du auch nicht? Dann lass mich dich aufklären!

Surfskaten? Was hat Skaten überhaupt mit Surfen zu tun?

Alles!

Denn Skaten wurde von Surfern in Kalifornien erfunden, die auch während wellenlosen Zeiten zum „Surfen“ kommen wollten. Also fingen sie an, Rollschuh-Rollen an Bretter zu schrauben und Asphalt zu surfen.

Skaten wurde zu einer eigenen Sportart und zu einem eigenen Lebensgefühl, ist aber aufgrund seiner Geschichte immer eng mit Surfen verwoben.

Falls dir Dogtown nichts sagt und du etwas mehr über Skaten verstehen willst, dann ist das hier Pflichtprogramm für dich:

 

Surfskate or die OR…

Surfskate or Longboard or Cruiser or…

Über die Jahre hinweg entwickelten sich verschiedene Skatestyles und dementsprechend auch verschiedene Skateboards.

Wir können heutzutage grob in 3 Kategorien unterscheiden (wobei die Trennlinie alles andere als klar ist und es Überschneidungen gibt):

Das uns bekannte klassische Skateboard eignet sich eher für Tricks, während Cruiser und Longboards eher zum „Gleiten“ auf der Straße gedacht sind.

Mehr Infos zu den verschiedenen Skateboard-Typen und was es zu beachten gibt, findest du hier:

Skateboard Buyers Guide

Surfskate-Boards an sich sind eigentlich nochmal eine ganz eigene Schublade, sehen aber vom Design her am ähnlichsten nach Cruiser aus. Das Fahrgefühl allerdings unterscheidet sich.

Was ist der Unterschied von einem Surfskate-Board zu anderen Skateboards?

Also, gleich vorweg: Ich bin natürlich kein Skatepro. Alles, was ich dazu sagen kann, ist, was ich als Surferin für unterschiedliche Bewegungsabläufe auf verschiedenen Surfskate-Boards empfinde.

Was ich dennoch dazu sagen kann:

Der wesentlichste Unterschied zwischen einem Surfskateboard und einem anderweitigen Skateboard ist eine beweglichere Achse.

Während die Achse eines Skateboards direkt an das Deck geschraubt ist, ist die Achse eines Surfskateboards mit Absicht an einen extra beweglichen Teil geschraubt, um den surfähnlichen Bewegungsablauf zu simulieren.

Dabei gibt es unterschiedliche Surfskate-Boards mit unterschiedlichen Aufbau.

Ich hatte das Glück, verschiedene Surfskate-Boards ausprobieren zu können.

Diese Modelle will ich heute vorstellen und dir mal erläutern, welches Surfskate ich wie empfunden habe!

Surfskate-Boards, die ich ausprobiert habe…

…und was ich davon halte:

—– YOW – Your Own Wave —–

Mein absoluter Favorit, der für mich persönlich alle anderen Surfskate-Boards locker toppt.

Meine Erfahrung damit:

Das YOW lässt sich wie ein normales Skateboard wunderbar anschieben, lässt sich aber auch direkt aus dem Stand heraus pumpen. Du kannst deswegen Ewigkeiten damit fahren ohne absteigen zu müssen.

D.h. auch wenn du stehen bleiben solltest, kannst du einfach wie beim Surfen das Pumpen anfangen und Speed generieren.

Wie beim Surfen bewegst du das YOW durch das Zusammenspiel aus Gewichtsverlagerung aus den Beinen heraus mit der Rotation von Oberkörper, den Armen und der Brust. Das Gefühl zum Pumpen auf der Welle ist sagenhaft ähnlich zu dem in der Welle.

Für mich fühlt sich das YOW deswegen von allen Brettern am ehesten nach dem Bewegungsablauf auf einer Welle an.

Das YOW lässt sich übrigens durch eine zugehörige Schraube auch zu einem festen Cruiser Board umbauen, um geradeaus zu fahren – aber wer würde denn sowas machen, wenn er zwischendurch auch mal pumpen kann?

Ähnlichkeit zum Gefühl auf der Welle:

♥ ♥ ♥ ♥ ♥ von ♥ ♥ ♥ ♥ ♥ (5 von 5)

Schwierigkeitsgrad bei Erstbenutzung:

Das YOW ist recht stabil und lässt sich deshalb auch als Anfänger recht schnell beherrschen.

Unterschiedliche Modelle und wozu sie gut sind:

Das YOW bietet unterschiedlich lange und breite Modelle, die wie auch beim Surfen wendiger bzw. weniger wendiger sind.

Einige unterschiedliche Modelle findest du hier:

YOW-Your Own Wave

Noch ausschlaggebender für diese Wendigkeit allerdings ist die Wahl der Feder für die YOW-Achsenplatte. Drei unterschiedliche Federn sorgen für ein nachgiebigeres oder stabileres Fahrgefühl. Je dicker die Feder, desto unnachgiebiger und weniger „responsive“ wird das Brett. Die Federn lassen sich auch austauschen, wenn man das Fahrgefühl ändern möchte.

Wie beim Surfen auch wird somit das Surfskateboard mehr oder weniger „responsive“ (=antwortet sozusagen auf den Bewegungsablauf des Körpers).

Die unterschiedlichen Bretter bewegen sich in Größen zwischen 30″ bis 34,5″.

Dabei sind alle Modelle nach berühmten Surfspots benannt: Das Mundaka mit 31″ war mein erster Versuch.

Wie das Ganze in bewegten Bildern aussieht…

… wenn ich als Surfskate-Kook das mache:

Wenn die Könner das machen:

Preis:

259-289 Euro

Wo du es bekommst:

Wenn du es dir sowieso holen willst, dann hol es dir bitte über folgenden Link und supporte mich damit:

YOW – Your Own Wave 


—– Carver —–

Das wahrscheinlich berühmteste und beliebteste Modell unter den Surfskate-Boards. Was Tempo unter Taschentüchern ist, ist Carver unter den Surfskate-Boards.

Meine Erfahrung damit:

Das Fahrgefühl auf dem Carver ist ein etwas anderes als auf dem YOW, macht aber auf jeden Fall ebenso Spaß!

Dennoch finde ich es lange nicht so geil wie das YOW.

Warum?

Weil der Bewegungsablauf gefühlt mehr von Gewichtsverlagerung zwischen Ferse und Zehen abhängt. Zwar gehen Hüfte, Oberkörper und Arme ebenso wie beim YOW mit und beeinflussen das Fahrgefühl, allerdings fühlt es sich auf dem Carver für mich steifer an: Die Füße müssen gefühlt gleichzeitig die gleiche Bewegung ausführen. Das YOW hingegen lässt eine abwechselnde Rail to Rail Bewegung der Füße zu, wie ich es vom Surfen kenne.

Am besten du probierst beide Modelle selber aus und entscheidest dann selber!

Ähnlichkeit zum Gefühl auf der Welle:

♥ ♥ ♥ von ♥ ♥ ♥ ♥ ♥ (3 von 5)

Schwierigkeitsgrad bei Erstbenutzung:

Auch ein Carver ist ein solides Brett, das man sich schnell aneignet. Es lässt sich ebenso relativ unkompliziert sofort losfahren und macht immens Spaß!

Unterschiedliche Modelle und wozu sie gut sind:

Auch unter den Carvern finden sich unterschiedliche Modelle von 29″ bis 34″.

Die Bretter sind ebenso wie beim YOW unterschiedlich „responsive“ und sorgen für ein unterschiedliches Fahrgefühl.

Es gibt spezielle Modelle, die an berühmte Surfboard-Brands angelehnt sind, z.B. an Channel Island Brettern.

Wie das Ganze in bewegten Bildern aussieht:

 Preis:

279-319 Euro

Wo du es bekommst:

Wenn du es dir sowieso holen willst, dann hol es dir bitte über folgenden Link und supporte mich damit:

Carver


—– WaveOnBoard —–

Das Brett mit nur einer Rolle vorne und zwei hinten.

Meine Erfahrung damit:

Genauso wie das YOW, kommt es dem Surfgefühl ziemlich nahe. Es reagiert ebenso auf Hüft- und Armrotation und läuft insgesamt sehr smooth ab. Der einzige Nachteil an dem Brett: Der Start ist nicht ganz einfach aufgrund der einzelnen Rolle vorne, was den Aufstieg eher schwierig gestaltet. Wenn man das aber mal drauf hat, macht das Teil ebenso immens Spaß!

Ähnlichkeit zum Gefühl auf der Welle:

♥ ♥ ♥ ♥ von ♥ ♥ ♥ ♥ ♥ (4 von 5)

Schwierigkeitsgrad bei Erstbenutzung:

Das Wave Onboard ist auf jeden Fall keine leichte Angelegenheit am Anfang. Umso mehr kann man auf sich stolz sein, wenn man den Aufstieg mal kapiert hat. Der smoothe Bewegungsablauf macht es die Sache aber wert!

Unterschiedliche Modelle und wozu sie gut sind:

Das WaveOnBoard habe ich in unterschiedlichen Längen gesehen. Die Form allerdings war meist die selbe. Dabei gibt es eher Longboard-ähnliche Bretter, die sich wie beim Surfen ebenso langsamer bewegen lassen und kürzere Bretter, die dem Shortboarden näher kommen.

#waveonboard #wob #surfing #skateboard #fun #fish #taiwan #taitung

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Wie das Ganze in bewegten Bilder aussieht:

Preis:

279-319 Euro

Wo du es bekommst:

Tja, das ist eine große Preisfrage. Ich bin das Board in Neuseeland gefahren und finde es leider nirgendwo. Augen also offen halten Das Surfskate scheint nicht mehr auf dem Markt zu sein, rollt dir aber eventuell mal gebraucht entgegen. Dann: Unbedingt ausprobieren!


—– RipSurf —–

Das Brett mit nur einer Rolle vorne und nur einer hinten.

The CMYK board is right out beautiful. #RipSurf #SurfWhereYouLive #Street ##Surfing

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Meine Erfahrung damit:

Wenn man das Ganze mal verstanden hat und einen Startpunkt gefunden hat, dann macht das Ganze auch Spaß. Im Vergleich zu den anderen Brettern ist mir dieses Brett aber zu wackelig. Ich persönlich bevorzuge etwas mehr Stabilität ab Start, sodass ich das Brett auch mit einem Bein wie beim normalen Skaten anschieben kann, wenn mir danach ist.

Ähnlichkeit zum Gefühl auf der Welle:

♥ ♥ – ♥ ♥  von ♥ ♥ ♥ ♥ ♥ (2,5 von 5)

Schwierigkeitsgrad bei Erstbenutzung:

Für mich persönlich das komplizierteste Brett von allen, weil es zu Beginn so verdammt wacklig ist. Einen Versuch ist es aber wert und jeder bevorzugt ja auch etwas anderes. Vielleicht fällt dir der Aufstieg nicht so schwer, wie mir?

Unterschiedliche Modelle und wozu sie gut sind:

Bis auf die unterschiedliche Farbe des Tailpads habe ich bisher keine großartigen Unterschiede der Bretter herausfinden können.

Besonderheit:

Durch eine Rolle vorne und eine hinten ist dieses Brett sicherlich die wackeligste Angelegenheit von allen vorgestellten Modellen. Ich persönlich kam nicht so wirklich gut darauf klar und habe eine Weile gebraucht, um drauf zu stehen. Sehr viel Zeit habe ich mir für das Modell allerdings nicht genommen. Mit etwas mehr Training und Hingabe, kann man sich das aber mit Sicherheit aneignen. Die Leute, die das Brett gefahren sind, sahen zumindest solide darauf aus und hatten ihren Spaß damit. Einen Versuch ist es also sicherlich wert.

Wie das Ganze in bewegten Bildern aussieht:

Preis:

ca. 80 Euro

Wo du es bekommst:

Wenn du es dir sowieso holen willst, dann hol es dir bitte über folgenden Link und supporte mich damit:

Ripsurf

Mein Fazit

Ganz eindeutig ist mein Favorit das YOW!

Muss man nach der obigen Beschreibung eigentlich nicht mehr dazu sagen!

Ich habe mittlerweile selber eins und feier es mega ab!

Welche Surfskate-Boards kannst du empfehlen? 
Welche Erfahrung hast du damit gemacht?

Befinden sich auf dieser Seite Affiliate-Links? – Korrekt! Lies hier: Wovon dieser Blog lebt!


Wenn du lieber Wellen statt Straßen surfen willst, dann komm mit mir nach Portugal und lass uns die Wellen gemeinsam unsicher machen:

TakeOffandSurf-Wochen in Portugal, Peniche


 

Surfskate the streets! – Welches Surfskate-Board dir das beste Surfgefühl gibt!

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