Surfen in Portugal

Surfen, Portugal, Europa – Diese drei Worte stehen in meinem Wortschatz immer in Verbindung. Egal, wo ich auf der Welt bin: Wenn ich nach einem guten Ort zum Surfen in Europa gefragt werde, dann schwärme ich gerne von Portugal.

Warum?

Weil Portugal, vor allem aber Peniche, mein europäisches Surfzuhause darstellt und in landlocked Zeiten mit festem Wohnsitz in Deutschland immer wieder meinen Wellenhunger gestillt hat.

SURF. EAT. SLEEP Peniche – Der Peniche Surf- und Abhängguide

Jetzt ist es aber so: Portugal hat natürlich mehr zu bieten!

Vom Norden durfte ich bereits einen Einblick erhalten, aber was geht surftechnisch eigentlich im restlichen Land?

Da Portugal auf diesem Blog groß geschrieben wird, braucht es einige Infos mehr!

Und wen fragen wir da am besten?

Na den Surfnomaden natürlich!

Wer ist denn dieser Surfnomade überhaupt?

Das hatte ich mich in der Vergangenheit auch bereits gefragt.

Denn was die meisten von uns kennen, ist sein SurfblogEine Anhäufung an Wissen und Tipps rund um das Thema Surfen von Jemandem, der schon seit 20 Jahren die Wellen sucht.

Aber wie ist er denn so als Person?

Ich jedenfalls war sehr gespannt, als ich mich letztes Jahr in Portugal mit ihm verabredet hatte! 

Mein Eindruck: Der Kerl ist einfach ein netter und maximal entspannter Typ, mit dem ich mich auf Anhieb gut verstanden habe – und natürlich nicht zu vergessen: Seine zwei Buddies, mit denen er zu dieser Zeit unterwegs war! Ein sympathisches Gesamtpaket!

Lagerfeuer am Vale de Figueiras

Und was machen Surfblogger, die in Portugal aufeinander treffen?

Ist ja wohl klar: Surfen! Essen! Abhängen! Was auch sonst!?

surfnomade

Und was weiß der Surfnomade über Portugal?

So einiges!

Denn während ich immer wieder länger in Peniche verweile, ist der Surfnomade seinem Namen getreu und entdeckt Portugals Küste gern per Bulli. Etwas, das er schon seit Jahren macht und das ihm eine gehörige Portion Portugal-Wissen verschafft hat.

All dieses Wissen stellt er erst seit ein paar Wochen ganz frisch für uns alle zur Verfügung! In seinem neuen Surfguide Portugal!

Ich persönlich kann nur sagen: Daumen hoch für das gute Teil!

Aber lassen wir Julian am besten selbst zu Wort kommen, damit ihr ihn und seinen Surfguide Portugal ein bisschen besser kennenlernt!

Mein Interview mit dem Surfnomaden Julian

Hi Julian, wo befindest du dich derzeit und was steht in nächster Zeit noch an?

Ich sitze und arbeite gerade in meinem kleinen Surfnomaden-Büro in Köln. Um produktiver arbeiten zu können, habe ich mich hier in der Filmproduktion eines guten Freundes für einen Monat eingemietet.

In den Wellen war ich jetzt schon seit zwei Monaten nicht mehr. Ein sehr bedauerlicher Zustand, der aber in wenigen Tagen endlich Geschichte sein wird. Dann steht nämlich der nächste Bulli-Surftrip durch Galizien auf dem Plan.

Im September folgt dann eine dreiwöchige Recherche Tour de France und im Oktober geht’s natürlich wieder ab nach Portugal.

Surfnomade_13

Und nach Portugal zieht es dich ja immer wieder regelmäßig – seit 15 Jahren bist du immer wieder dort. Was fasziniert dich daran so sehr?

Ja du hast Recht, Portugal ist einfach mein allerliebstes Surfreiseziel in Europa. Gründe dafür gibt es viele: Ich liebe es, meine Surfurlaube im Bulli zu verbringen und da gibt es in Europa einfach nichts Besseres als Portugal, wo du als Surfer fast überall ungestört direkt an der Klippe stehen kannst.

Hinzu kommt, dass ich fließend Portugiesisch spreche, in Portugal viele Freunde habe und einige gute Spots kenne, an denen noch nicht so viel los ist.

Kommt daher also auch die Motivation, den ersten deutschsprachigen Portugal-Surfguide zu schreiben? Für wen ist der Guide geschrieben und was findet der Leser darin?

Den Surfguide Portugal habe ich Ende Juli veröffentlicht. Er liefert alle praktischen Surf- und Travelinfos, die es dem typischen Urlaubssurfer ermöglicht, in Portugal eine grandiose Zeit in den Wellen zu haben. Und all das, ohne vorher ewig in Reiseführern, Surf-Foren oder Facebook-Gruppen nach guten Anfängerspots oder bewährten Surfcamps suchen zu müssen.

Aber auch fortgeschrittene Free Surfer finden im Surfguide Portugal nützliche Infos: Anspruchsvollere Surfspots werden genauso beschrieben wie die schönsten Bulli-Stellplätze direkt am Surfspot oder viele wichtige Infos über Swell- und Windmuster sowie die passende Reisezeit.

Facebook Cover Surfguide

Wie kamen denn deine Empfehlungen im Surfguide zustande? Nach welchen Kriterien hast du z.B. die Surf-Camps bewertet? (Für mich als Surflehrerin eine sehr interessante Info!)

Im Surfguide Portugal geht es mir darum, vor allem die kleineren Surfcamps vorzustellen, die eine angenehme familiäre Atmosphäre bieten und individuell auf jeden einzelnen Surfschüler eingehen. Surfcamps, die auf Massenabfertigung und große Kursgruppen setzen, kommen in dem Guide nicht vor.

Ich bewerte die vorgestellten Surfcamps aber nicht. Stattdessen werden alle Preise und wichtigen Kriterien aufgelistet, die für die Qualität bei der Schulung von Surfanfängern und Intermediates aussagekräftig sind. So kann sich jeder selbst ein Bild davon machen, welches Surfcamp am besten zu seinen Vorstellungen passt.

Wenn du dir einen Surfspot in Portugal zum längeren Verweilen aussuchen könntest, welcher wäre das und warum?

Ich persönlich liebe die Surfspots der West-Algarve in der Gegend nördlich von Sagres. Für längere Zeit würde ich dort aber nur in der Zeit von September bis November verweilen, weil das Wasser dann deutlich wärmer ist als im Frühjahr, die Swells sehr konstant und die Lineups deutlich leerer. Auch dem Nortada geht ab Ende August allmählich die Puste aus, so dass die Chancen auf cleane Wellen deutlich steigen.

Deine Anmerkungen zur richtigen Reisezeit für Surfer sind ja schon mal extrem wertvoll. Werden diese surfrelevanten Tipps in deinem Surfguide denn auch durch Themen wie lokale Swell- und Windmuster ergänzt?

Ja, absolut! Grundsätzlich denken ja viele Urlaubssurfer, dass es den einen geheimen Surfspot gibt, den nur die Locals kennen und an dem es eigentlich immer gute Wellen gibt. Das ist aber natürlich der totale Mythos!

Selbst der absolute Secret Spot hat an den meisten Tagen des Jahres schlechte Wellen. Andererseits kann auch der totale Surfschul-Magnet bei den richtigen Bedingungen einfach nur rocken.

Bei der Suche nach den besten Wellen geht es also um das Wissen und die Erfahrung, wann und wo bei einer bestimmten Swell- und Windrichtung die besten Surfbedingungen zu erwarten sind.

Um die Chance auf guten Surf zu erhöhen, ist es aber das A und O zur richtigen Reisezeit in der richtigen Surfregion des Landes zu sein. Und genau dafür bietet der Surfguide Portugal die entscheidenden Infos.

Viele Urlaubssurfer wissen nämlich beispielsweise gar nicht, dass die Sommermonate in Portugal für Intermediates und fortgeschrittene Surfer nur selten gute Surfbedingungen bieten, weil der Nortada – der lokale Passatwind – an den meisten Tagen die cleanen Wellen zerbläst.

3D Cover Portugal Surfguide_2

Ich hab den Portugal-Surfguide ja auch gelesen – deine praktischen Tipps und das Wissen, das du weitergibst, kann ich nur bestätigen. Mir gefällt auch, dass du meiner Meinung nach die richtigen Surfcamp-Kriterien wählst (klein, familiär – finde ich wichtig!) und die richtige Herangehensweise an die Sache hast! Sehr schön!

Eine abschließende Frage zu guter Letzt: Wie sieht eigentlich ein typischer Tag im Leben des Surfnomaden normalerweise aus?

Einen typischen Tag im Leben des Surfnomaden gibt es nicht. Ich postuliere zwar seit Jahren die Unfehlbarkeit der heiligen Surf-Work-Balance 😉 inzwischen tendiere ich aber immer häufiger dazu, längere Surfphasen und intensive Arbeitsphasen abzuwechseln.

Ich habe die Erfahrung gemacht, dass die Leichtigkeit und das einzigartige Freiheitsgefühl auf Surfreisen unter zu viel Arbeit und Online-Business im Kopf gehörig leidet. Wenn ich befreit lossurfen will und nebenher noch ein bestimmtes Arbeitspensum zu erledigen habe, führt das leider unweigerlich zu inneren Machtkämpfen zwischen Pflicht und Leidenschaft. Und auch wenn die Leidenschaft eigentlich immer gewinnt, ist eine klare Trennung mental einfach gesünder.

An wellenarmen Tagen ist es dann aber natürlich wieder sehr praktisch, sich unterwegs mit etwas beschäftigen zu können, das die kreative Verarbeitung der Erlebnisse in den Wellen ermöglicht. Und genau dafür ist das Surf-Bloggen einfach ideal.

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Na dann wünsche ich dir erstmal wellenreiche Tage in der freien Zeit unterwegs ohne irgendwelche Arbeit im Nacken! Danke für das Interview Julian!

Den Surfguide Portugal vom Surfnomaden gibt es übrigens hier:

Surfguide Portugal!

3D Cover Portugal Surfguide

(Dieser Artikel ist in Kooperation mit dem Surfnomaden entstanden)

 

Surfen in Portugal – Was du für deinen optimalen Surftrip wissen musst!

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