Ich bin gerne in meiner Heimatstadt Stuttgart!

Allerdings graut es mir bei jedem meiner Besuche wieder davor, landlocked zu sein. Der Grund weshalb ich Stuttgart verlassen habe und den Wellen der Welt folge!

Dementsprechend weit aufgerissen waren meine Augen, als ich plötzlich von der potentiellen Neckarwelle gelesen habe!

Eine Welle in Stuttgart???

Natürlich muss das sofort unterstützt werden!

Zwar bin ich immer noch nicht in den Genuss des Flusswellen-Surfens gekommen, aber eine stehende Welle ist mit Sicherheit soviel besser als keine Welle!

Einen ersten Versuch in meiner Heimatstadt Stuttgart zu starten, wäre das Nonplusultra!

Natürlich habe ich sofort im Bürgerhaushalt dafür abgestimmt!

Dass ich euch bitte, gleiches zu tun und euer Umfeld zu überzeugen, versteht sich von selbst!

Aber wer steckt eigentlich hinter dem Projekt?

Hier ein kleines Interview mit dem Neckarwellen-Team!

Wer steckt hinter dem Vorschlag zur Neckarwelle? Könnt ihr euch kurz vorstellen?

Das Team Neckarwelle ist zurzeit zu dritt:

  • Ich, Volker Sellmeier, 36, Maschinenbauingenieur, hat im Juli 2015 die Facebook-Seite gegründet.
  • Martin Jetter, seit 2015 bei der Neckarwelle dabei, Stuttgarter, hat den Vorschlag beim Bürgerhaushalt eingereicht.
  • Sascha Held, seit 2017 bei der Neckarwelle dabei, Marketingspezialist.

Welchen Bezug habt ihr zu stehenden Wellen? Seid ihr regelmäßig am Eisbach oder anderen Flusswellen unterwegs?

Ich habe mal ein Jahr in Australien verbracht, dort zwei Semester studiert und war fast täglich Surfen. Martin ist regelmäßig auf Reisen und jagt den besten Wellen hinterher. Sascha hat mehrere Jahre in Portugal gelebt und ist dort regelmäßig gesurft. Mit Stand-Up-Paddle-Boards sind wir schon jetzt häufig auf dem Neckar unterwegs.

Wie häufig findet man euch im offenen Meer in den Wellen und wie nah kommt eine stehende Welle an das Surfgefühl im Meer heran?

Als Surfer will man am liebsten jeden Tag raus und Wellenreiten. In Deutschland ist das jedoch schwierig, da die nächsten surfbaren Meereswellen an der spanischen und französischen Atlantikküste zu finden sind. Das Surfen bleibt für uns daher auf Urlaube beschränkt. Mit einer Welle in Stuttgart sähe das natürlich anders aus. Flusswellen surfen sich aber schon etwas anders, da das Wasser im Vergleich zu ähnlich großen Wellen im Meer, schneller unter dem Surfer herfließt. Manch erfahrener Surfer, der noch nie eine Flusswelle gesurft ist, tut sich daher am Anfang durchaus schwer, die Balance auf dem Brett zu finden. Mitunter ist das ganz nett zu beobachten, wenn international bekannte Surfprofis das erste Mal an den Eisbach kommen.

Eisbach in München
Wie habt ihr den Vorschlag in den Bürgerhaushalt in Stuttgart einbringen können? Wie läuft der Prozess dafür ab?

Das geschieht alles online auf der Seite: Bürgerhaushalt Stuttgart
Jeder Stuttgarter kann sich dort einen Account anlegen, Vorschläge einreichen und über andere Vorschläge abstimmen. Die Einreichefrist war am 20.02.2017 abgelaufen. Wir haben unseren Vorschlag auf den letzten Drücker am 20.02.2017 um kurz vor 0:00 Uhr eingereicht. Die Abstimmung läuft vom 07. bis einschließlich 26.03.2017. Die ersten 100 Vorschläge werden im Sommer von der Verwaltung geprüft. Im Herbst/ Winter beraten dann die Gemeinderäte über die Vorschläge.

Welche Tipps habt ihr für Surfer in anderen Städten, die ein solches Projekt ebenso ins Leben rufen wollen?

Wir warten erst mal ab, wie das mit der Neckarwelle weitergeht. Wenn wir erfolgreich sind, geben wir gerne auch anderen Initiativen Tipps. Aber eins können wir wohl jetzt schon sagen: Ohne die sozialen Medien hätten wir wohl nicht eine so große Reichweite mit unserem Vorschlag erzielt. Vor unserer Aktion mit dem Stuttgarter Bürgerhaushalt 2017 hatte unsere Seite ca. 120 Likes. Erst nach unserem Aufruf, beim Bürgerhaushalt über unseren Vorschlag abzustimmen, hat sich unsere Seite viral verbreitet. Bei Facebook haben wir mittlerweile über 1.200 Likes. Und unser Beitrag mit dem Aufruf zur Abstimmung über unseren Vorschlag hat mittlerweile über 120.000 Personen erreicht. Die Reaktionen, die wir bekommen, sind fast durchweg sehr sehr positiv.

Welchen Gewinn eine solche Flusswelle für Surfer darstellt, ist uns wahrscheinlich allen klar. Welche Argumente bringt ihr der nichtsurfenden Bevölkerung in Stuttgart entgegen, um sie zu überzeugen?

Surfen ist ab 2020 (Olympiade in Tokyo) olympische Disziplin. Aber eine solche Welle ist nicht nur eine Sportstätte für Surfbegeisterte, sondern auch ein Spektakel für Zuschauer und Touristen. Man sieht das am Eisbach in München. Trotz der zahlreichen Surfer sind die Zuschauer nicht selten in der Mehrzahl. Es gibt mittlerweile wohl keinen Stadtführer über München mehr, der seinen Lesern nicht auch die Eisbachwelle als Ziel empfiehlt. Zudem würde eine solche Welle den Neckar erlebbar machen und mit den Surfern würde man eine Lobby für einen saubereren Neckar gewinnen. Eine solche Welle ist nicht zuletzt auch ein Wirtschaftsfaktor in Bezug auf Tourismus, Einzelhandel (Surfshops), Gastronomie etc.

Eisbach in München
Wie kann man euch unterstützen?

Als Stuttgarter kann man noch bis einschließlich So. 26.03.2017 für unseren Vorschlag beim Bürgerhaushalt abstimmen: Abstimmung Bürgerhaushalt Stuttgart

Ansonsten freuen wir uns über jeden Like und Kommentar auf unserer Facebook-Seite:
Neckarwelle Facebook

Und vielleicht gibt es ja auch die ein oder andere Firma, die Interesse an einem Sponsoring der Neckarwelle hat. Dann einfach Kontakt über unsere Facebook-Seite oder über unsere Email-Adressen aufnehmen:

volker@neckarwelle.de
martin@neckarwelle.de
sascha@neckarwelle.de

Danke Volker für das Interview und ganz viel Erfolg euch als Team und natürlich uns Stuttgarter Surfern! 

Unbedingt noch heute, am Sonntag den 26.03.2017 für die Neckarwelle bei der Abstimmung im Bürgerhaushalt Stuttgart mitmachen!

Ebenso alle im Umfeld bitten, das gleiche zu tun: Verwandte, Bekannte und jeden der dir über die Straße läuft! Spread the Word!

Surfen in Stuttgart? Die Idee der Neckarwelle und wie wir sie unterstützen können!

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