Der Surfbrett Transport von Deutschland aus in die weite Welt ist manches mal eine Herausforderung. Wie das Ganze in Flugzeugen, Bussen, Zügen, Taxis und Shuttles funktioniert und wieso sich der ganze Aufwand dennoch lohnt, habe ich bereits in diesem Post beschrieben:

Surfbrett transportieren – Wie du mit deinem Baby um die Welt reist

Sobald du dein Surfbrett safe an deinem neuen Aufenthaltsort auspackst, bleibt nur eine Frage:

„Wie komme ich so schnell wie möglich in die Wellen?“

Wenn die Wellen nicht direkt vor deiner Haustür sind

Im Optimalfall wohnst du direkt vor dem Surfspot und kannst die Wellen direkt von deinem Zimmer aus checken, wie ich hier in Santa Catalina in Panama.

Panama

Da das aber natürlich nicht immer der Fall ist, stellt sich die Frage: Wie kommst du von deiner Unterkunft zu den vielen geilen Surfspots in deiner Umgebung?

Von deiner Unterkunft an den Surfspot

Denn besonders am Anfang meiner Reise wusste ich nicht wirklich, welche Optionen es weltweit überhaupt gibt.

Damit du weißt, wonach du bei deiner Planung suchen kannst und wonach du unterwegs Ausschau halten kannst, kommt hier eine Liste mit allen Möglichkeiten, die du bei deiner Planung in Betracht ziehen solltest und die mir begegnet sind:

ROLLER mit Surfboardrack

Surfbrett_transportieren_Roller

Mein absoluter Favorit unter den Fortbewegungsmitteln mit Surfbrett. Vor allem in asiatischen Ländern wie in Indonesien ist diese Art der Fortbewegung Gang und Gebe. Unter anderem deswegen surfe ich so gerne dort.

Du mietest dir an der nächsten Ecke einen kleinen Roller mit Surfboardrack und kannst von dort aus in der näheren Umgebung auf Spotsuche gehen.

In solchen Ländern ist die Miete für einen Roller unfassbar günstig!

In anderen Gegenden ist es schwieriger, solche Roller zu finden. In Byron Bay z.B. kann man sich solche Roller beispielsweise nicht leihen, weil mit den Touristen hinsichtlich Sicherheit schlechte Erfahrungen gemacht wurden. In Noosa wiederum ist das möglich, allerdings hat das auch seinen Preis.

Welche Kosten auf dich zukommen können:

Mieten: 3-35 Euro /Tag

Meine Beispiele:

Indonesien: 3 Euro /Tag

Australien:  30 Euro/Tag, weil ich den Roller für mehrere Tage geliehen hatte. Normalerweise lag der Preis bei 35 Euro pro Tag.

FAHRRAD mit Surfboardrack

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Fotocredit: Frieder Schuhmacher // ebenso benutzt als Titelbild

Die Alternative zum Roller, wenn deine Wege nicht all zu lang sind.

Wenn du länger an einem Ort bist, lohnt sich ein Fahrradkauf und das Anbringen von Racks, die du ebenso kaufen kannst. Eine gute Investition, die sich ebenso gut weiterverkaufen lässt, wenn du länger an einem Ort bist.

Surfboardracks lassen sich mit handwerklichem Geschick auch selber bauen. So in Costa Rica geschehen. Allerdings gibt es keine sinnvolle Anleitung dazu, weil es eher ein Ausprobieren war. Und dieses Rack wurde bisher nur mit einem Bodyboard getestet, deshalb kann ich dazu nicht viel mehr sagen außer: Ausprobieren!

Welche Kosten auf dich zukommen können:

Mieten: Ca. 20 Euro /Tag (Erfahrungswert aus Australien)

Kaufen: 100 – ca. 300 Euro

Meine Beispiele:

Australien, Byron Bay: 17 Euro pro Tag, weil ich das Fahrrad für mehrere Tage geliehen hatte. Tagespreis liegt bei 20 Euro.

Neuseeland, Raglan: Ein Kumpel hat sich ein Bike für umgerechnet 100 Euro zugelegt und es anschließend weiterverkauft.

Australien und Neuseeland generell: In manchen Hostels kann man Fahrräder mit Surfboardrack auch im Hostelpreis inklusive ausleihen.

AUTO und dein Surfbrett

Neuseeland_Oldie_Auto

Natürlich das bequemste und einfachste Fortbewegungsmittel, dass dich fast überall hinbringt. Allerdings ist es natürlich auch nicht unbedingt kostengünstig. Trotzdem würde ich unbedingt empfehlen, immer wieder ein Auto für eine kurze Weile zu mieten, um Spots erkunden zu können.

Ich finde nichts schöner, als mit all meinem Sach und Pack in einem Wagen unabhängig durch die Gegend zu düsen und immer wieder hervorragende Spots kennenzulernen. Noch geiler ist es, wenn das Auto gleichzeitig dein Zuhause ist und du jederzeit darin pennen kannst.

Ein Autokauf kann sich in Ländern wie Neuseeland oder Australien definitiv lohnen, wenn man länger unterwegs ist. Autos sind hier oft günstig und der Kauf ist absolut unkompliziert und verlangt kein solch immenses Prozedere wie in Deutschland.

Welche Kosten auf dich zukommen können:

Mieten: 40 – 100 Euro/ Tag

Kaufen: 800 – 5000 Euro

Meine Beispiele:

Neuseeland: 40 Euro pro Tag war der billigste Deal, den ich bekommen konnte. Das allerdings war nicht unbedingt die beste Adresse, wie sich nach einer Autopanne rausgestellt hatte, wie du in diesem Post sehen kannst: Neuseeland, Südinsel – Roadtrippin‘ alleine! Wie du dich besser vorbereitest als ich!

Mein zweites Auto in Neuseeland war von einer seriöseren Firma und hat mich besser abgesichert im Schadensfall: 50 Euro pro Tag

Kalifornien: 350 Euro /Woche

Costa Rica: 320 Euro /Woche

SHUTTLES deiner Unterkunft

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Manches Mal gibt es aber auch gute Unterkünfte, die einen Shuttle an Surfspotnähe bieten.

Unbedingt im Vorfeld also rausfinden, wie die Transportsituation ist.

Welche Kosten auf dich zukommen können:

Shuttle-Service: 0 – 3 Euro /Hin- und Rückfahrt

Meine Beispiele:

Australien, Byron Bay: Viele Hostels in Byron Bay bieten den Shuttle Service inklusive an.

Nicaragua, San Juan del Sur: Für alle, die im Zentrum wohnen, gibt es die Möglichkeit, den Shuttleservice (siehe Bild) für umgerechnet 3 Euro zu nutzen.

MITFAHRGELEGENHEITEN finden mit dem Surfbrett

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Womit ich nicht gerechnet hatte im Vorfeld und was viele vergessen:

Man lernt sehr viele neue Menschen beim Surfen kennen , vor allem auch Locals. Meine Erfahrung hat gezeigt, dass sie dich gerne in ihre Hood einführen und mit dir zum Surfen fahren.

Freundlichkeit siegt also und solche Connections sind einfach das Beste, das dir unterwegs passieren kann. Ich habe so viele tolle Menschen und Surfer kennengelernt, von denen ich viel lernen durfte und zu denen ich heute noch Kontakt halte.

Das wichtigste beim Reisen deshalb: Sei offen und nicht zu sehr verplant, dann können die Dinge auch einfach passieren!

Welche Kosten auf dich zukommen können:

Ein nettes Gespräch oder ein gemeinsames Bierchen

Meine Beispiele:

Hawaii, Oahu: Fred, mein kleiner hawainischer Kumpel, der mir einige Mitfahrgelegenheiten geboten hat. Im Gegenzug gab es viele nette Gespräche, Bierchen und Dankbarkeit ohne Ende.

Neuseeland, Christchurch: Tilly, ein netter Typ, den ich im Flieger nach Neuseeland kennengelernt habe. Keine Kosten außer einer super Connection, über die ich mich jedes Mal wieder freue, wenn man sich wieder sieht.

DAUMEN RAUS – Hitchhiken mit dem Surfbrett

Surfbum

Wenn du auf einen Surfbum, wie diesen hier triffst, dann ist die Wahrscheinlichkeit sehr groß, dass er dich mitnimmt, wenn du mit deinem Surfbrett am Straßenrand stehst.

Und: Es gibt auch viele „Nicht-Surfer“, die dich mitnehmen. Für diese Fälle ist es von großem Vorteil, wenn du Straps in deiner Hand hälst, damit dich die Leute mitnehmen können und das Brett zur Not auf ihr Dach schnallen können.

Welche Kosten auf dich zukommen können:

0 Euro /Tag

Meine Beispiele:

Neuseeland, Raglan: Hat hier immer wieder einwandfrei geklappt. Absolut Gang und Gebe in Raglan und gar kein Problem.

Neuseeland, Südinsel: Ein saugeiles inspirierendes Gespräch von Greymouth nach Westport. Das Surfboard war für den Fahrer kein Problem.

Neuseeland generell: Wenn nicht hier, wo dann? Hier hat es eine Person sogar geschafft, mit einem Kühlschrank durch das Land zu trampen. Siehe hier: Hitchhiking with a fridge.

LAUFEN LAUFEN und NOCH MEHR LAUFEN

Neuseeland_Shipwreck_Bay

Welche Kosten auf dich zukommen können:

0 Euro /Tag

Mein Beispiel:

Weltweit: Es gibt Orte, an die du nur zu Fuß oder mit einem 4-Wheel-Drive kommst – teilweise bin ich 45 Minuten zu Spots gelaufen. Umso wertvoller und verlassener sind diese Spots aber. Deshalb: Ab und zu musst du zu Fuß auf Entdeckungsreise gehen – die Belohnung am Zielort ist es wert! (Und ich bin mit meinem Mini-Malibu gelaufen – no excuses also, wenn du ein großes Brett hast!)

Wie du siehst…

… sind die Fortbewegungsmöglichkeiten und die finanziellen Möglichkeiten je nach Land sehr unterschiedlich. Deshalb solltest du je nach Land unter meinen Reisezielen meine SURF.EAT.SLEEP-Guides lesen, wenn du Fragen zur Fortbewegung speziell in einem Land hast. Natürlich kannst du mir auch persönlich schreiben.

Viele SURF.EAT.SLEEP-Guides werden derzeit noch geschrieben. Wenn du über neue Posts informiert werden willst und mehr Einsichten in mein Leben als Surf-Weltreisende haben möchtest, begleite mich:

Welche weiteren Möglichkeiten des Surfbrett Transport kennst du?

Teile deine Tipps mit uns in den Kommentaren hier!

 

 

Surfbrett Transport vor Ort – Kosten und Möglichkeiten

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