Supertubos_groß__

Dieser Surfspotcheck wurde von Stefan von travelonboards geschrieben.

Auf seinem Blog travelonboards geht es um Sport, Reisen und Lifestyle, und ganz besonders um die Leidenschaft für Actionsportarten – am liebsten mit einem Brett unter den Füßen! Sein Blog dient als Plattform für Menschen, die diesen besonderen Spirit genau wie er lieben. Reisende, Surfer, Kiter und andere Actionsportler aller Art finden hier Inspiration – Gleichgesinnte können sich gegenseitig mit ihrer Leidenschaft, ihren Erfahrungen und Fragen bereichern. Hier geht es um die Bretter, die die Welt bedeuten!“

travelonboards Kopie

Fakten:
  • Am besten Mid to High-Tide
  • Linke und Rechte
  • Beachbreak mit sandigem Untergrund
  • Beste Swell-Richtung: Nord-West bis Süd-West
  • Beste Wind-Richtung: Nord, Nord-West
  • Läuft ab: 3-10 ft. plus
Wann dort gewesen:

April 2014

Kurzbeschreibung:

Peniche ist eine der besten Surfregionen der Welt und Supertubos macht es zur absoluten Weltklasse. Die Welle wird nicht umsonst „European Pipeline“ genannt, sie steht ihrer (noch) größeren Schwester auf Hawaii in nichts nach: Hohl, kräftig, schnell! Hier kannst du den Wellenritt deines Lebens erwischen oder dir richtig, richtig weh tun. Supertubos verschlingt Bretter am Laufband und oft brechen hier während einer Session nicht nur die Boards. Ab fünf Fuß sollten nur diejenigen Surfer ins Line-Up, die ganz genau wissen was sie tun!

Supertubos_travelonboards

Wie komme ich am besten ins Line Up?

Es gibt mehrere Peaks entlang des Strandes, je nach dem wie die Sandbänke geformt sind. Dazwischen gibt es immer wieder Channels, durch die du raus paddeln kannst. Achte auf die Sets und paddel nur in den Pausen dazwischen ins Line-Up! Je weiter du den Strand nach Süden läufst, umso weniger ist im Wasser los!

Strömungen?

Heftig! Je nach Wellengröße gleicht das Line-Up einem Förderband! Bis fünf oder sechs Fuß ist die Strömung gut zu meistern, alles darüber erfordert jede Menge Paddel-Power!

Besonderheiten:

Tja, je nachdem wie du es betrachtest! Im Grunde ist Supertubos ein ganz normaler Beachbreak, also eine Welle mit sandigem Untergrund. Außer ein paar blauer Flecken und einem gebrochenen Board kann Dir wenig passieren. Stopp! Das gilt bis sechs Fuß, danach kann ein Abgang wirklich sehr schmerzhaft werden. Ungefähr so, als würde dich ein Riese mit ordentlich Schwung aus zwei Metern Höhe auf den Strand hämmern, um dich danach noch in eine Waschmaschine zu stecken. Na, immer noch Bock auf Supertubos?

Level:

Bis drei Fuß kann sich jeder an Supertubos probieren – allerdings gibt es bei einem solchen Swell in und um Peniche genug andere Wellen, die sich dann eher lohnen.

Peniche_Surfing

Ab vier Fuß aufwärts sollten nur Surfer mit Supertubos in den Ring steigen, die schon Erfahrung mit anspruchsvollen Wellen gesammelt haben.

Läuft wann am besten?

Geht eigentlich immer, aber die typische hohle Form bekommt Supertubos ab Mid bis High-Tide.

Saison:

September bis April. Dann sind hier die besten Wellen, allerdings ist dann auch die Wasser- und Lufttemperatur sehr kalt!

Besonderheit im Oktober: Kelly Slater & Co kommen für einen Stopp der Championship Tour der World Surf League vorbei – wer also die krassesten Surfer beim Surfen sehen will, ist zu diesem Zeitpunkt richtig. Zum selber Ausprobieren allerdings nichts. Mehr Infos zur World Surf League und den Ablauf von Surfcontests, findest du hier:

Einen Surfcontests verstehen – Über Regeln, Heats und Wertung

Kelly_Slater_in_Peniche_Surfen

Locals?

Yo, vorhanden! Allerdings kommen die erst ab fünf, sechs Fuß ins Line-Up. Dann solltest du dich definitiv hinten anstellen, die Jungs dort können ziemlich garstig werden, wenn du ihnen reindropst. In diesem Fall auch zu Recht, denn die gefährliche Welle kombiniert mit einem Auffahrunfall ist überhaupt gar nicht gut! Wenn du dich aber benimmst und freundlich bist, dann hast du kein Problem. Unter der Woche sind dort weniger Locals als am Wochenende! Etwas nervig sind die zahlreichen Bodyboarder im Line-Up!

Wie komme ich zum Spot?

Nimm die N114 in Richtung Lissabon, am ersten Kreisverkehr hinter Peniche nimmst du die erste Ausfahrt und biegst dann direkt wieder links ab an den Strand (Praia Medao Grande). Der Spot ist einfach zu finden, aber leider nur mit Auto zu erreichen. Trampen geht auch!

Parking Fee:

Keine

Snack nach dem Surf:

Direkt am Spot selber gibt es ein kleines Cafe, das allerdings zu unregelmäßigen Zeiten geöffnet hat, im Winter gar nicht. In Peniche selber gibt es unzählige Cafes, die leckeren Galao anbieten.

Supertubos_Bananas_Beach_Bar

Persönliche Erfahrung:

Wenn du beim Surfen schon Erfahrung gesammelt hast und heiß auf Tubes bist, dann solltest du unbedingt Supertubos in Angriff nehmen. Die Welle hätte man am Computer nicht besser basteln können – einfach perfekt.

Supertubos_Peniche_Surf

Wenn du keinen Bock auf gefährliche Wellen und anstrengende Locals hast, dann such dir lieber einen anderen Spot in Peniche.

Der Grat zwischen Adrenalinrausch und Gipsbein ist hier wirklich schmal.

Auch wenn du nicht surfst – dieses Schauspiel solltest du dir nicht entgehen lassen!

Eigene Bewertung:

Schwierig – je nach Standpunkt.

Eigentlich:♥ ♥ ♥ ♥ von 5 für eine Weltklasse-Welle,

aber nur ♥ für Benutzerfreundlichkeit!

Persönliches Fazit:

Ein gebrochenes Board, eine geprellte Hüfte und die fettesten Barrels meines Lebens! Heißa, lustig ist das Surfer-Leben!

 

Surfspotcheck Portugal: Supertubos

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.