my-big-fat-greek-besser

Opaaaaa!

Scheenen guten Tack meine Damen und Cherren! Das ist meine Geschicccchte von meine Rrrreise-Surfwelt (=zu deutsch: Surfweltreise) und die verrickten Zseiten fur meine Familie!

Weil: Familie ist AAAAALLES in Grrrriechenland!

Aberrr guckst du hia hea und liest du diese, dann kannst du ferstechen!

Aide!

Jia mas!

(=zu deutsch: Prost! Auf unser Wohl)

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Nein, mein Name ist nicht Dimitris Stupakis!

Aber ja, mein Name ist mindestens genau so kompliziert:

Panagiota Leontiadu

(„Ooooh, ich hätte auch gern einen exotischeren Namen!“ –> Nein, willst du nicht! Glaub jemandem, der 30 Jahre seines Lebens damit verbracht hat, deutschen Behörden diesen Namen zu buchstabieren)

Ich bin Vollblutgriechin (Mama und Papa griechisch)…

… aber sicherlich nicht griechisch genug für den einen oder anderen Griechen!

Denn wäre ich eine „eccchte grrrieccchische Frrrrauuuu“, dann hätte ich jetzt bereits 3 Kinder:

Janni, Kosta und Soula!

Die dann natürlich selber mit allerspätestens Mitte 20 (aber allerspätestens!!!) wiederum ihre 3 Kinder bekommen würden, die NATÜRLICH nach meinem (natürlich!) griechischen Mann (wahrscheinlich Niko, Dimi, Janni oder Kosta) und mir benannt sind.

Wir würden an jedem Weihnachtsfest die gesamte Großfamilie mit 20 Familienmitgliedern (wenn nur der enge Kreis dabei ist) zusammenbringen und soviel Essen auf den Tisch bringen, dass es aber für mindestens 5 solcher Familien reichen würde!

An Ostern würde es sogar für 6 reichen, denn das ist der überhaupt allerheiligste und größte Tag, den wir Griechen uns überhaupt vorstellen können! Genau deshalb lassen wir es auch ordentlich krachen! Mit roten Eiern vor allem…

Und ja, natürlich essen wir jede Menge Fleisch –> Meine Tante, als ich ihr erklären wollte, dass ich mich vegetarisch ernähre: „Vege-ti? (Vege-was?)“

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Das klingt alles schwer nach My Big Fat Greek Wedding, richtig?

KORREKT!

Denn dieser Film ist keine Comedy, wie so manch einer denkt, dieser Film ist eine Dokumentation!

Wenn Griechen über den Film lachen, dann nur deshalb, weil sie in jeder einzelnen Figur in dem Film eine Figur in ihrer eigenen Familie wieder erkennen.

So, und jetzt stellt euch vor, die Hauptdarstellerin in dem Film macht anstatt eines Computerkurses eine Surf-Weltreise….

… Geeeeenau!

Welcome to my life!

Welcome to MY BIG FAT SURF-WELTREISE!

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Fangen wir doch ganz von vorne an:

DEINE Ängste, wenn du die Entscheidung triffst, eine Surf-Weltreise zu machen:

„Scheiße, wie erkläre ich es meiner Familie (Mutter, Vater, maximal 2 Geschwister)?

Oh, die sind bestimmt traurig und es wird ihnen schwer fallen mich gehen zu lassen!“

MEINE Ängste, wenn ich die Entscheidung treffe, eine Surf-Weltreise zu machen:

„Aaaaaaaaaaaaaaaaaaaaah, wie soll ich denen erklären, dass ich 1 Jahr unterwegs sein will?

Was erzähle ich denen, ohne dass sie einen Herzinfarkt bekommen?

Die drehen durch!

Die gesamte Familie (Mutter, Vater, Bruder, 10 Cousinen, 10 Cousins, Patentante und Patenonkel, Oma, Nachbarin von Oma, 10 Nachbarn von Cousinen und 10 Nachbarn von Cousins, 10 Tanten, 10 Onkels…) wird am Boden zerstört sein!“

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Die Reaktion DEINER Eltern, wenn du ihnen erklärst, dass du eine Surf-Weltreise machst:

„Oh Gott, hast du dir das auch gut überlegt? Und wohin willst du reisen? Hast du genug Geld?“

Die Reaktion MEINER Eltern, wenn ich ihnen erkläre, dass ich eine Surf-Weltreise mache:

Tiiiiiiiiiiiiii??? TRELATHIKES????

(=WAS??????? BIST DU VERRÜCKT GEWORDEN?)

CHRISTOS KAI PANAJIA *drei-kreuze-mach* (= gleichbedeutend wie JESUS CHRISTUS!)

Was soll das heissen „1 Jahr reisen“? Wer bitte macht Urlaub 1 Jahr lang???

Und überhaupt: Wo wohnst du? Wo schläfst du? Oh mein Gott, du wirst ausgeraubt! Was dann? Wir sehen dich nie wieder!

Und was ist mit deinem Arbeitsplatz??? Oh mein Gott, du wirst nie wieder einen Arbeitsplatz bekommen und dann landest du auf der Straße und dann hungerst du und stirbst!

SABBAT-was??? Sabbatjahr??? Sowas gibt es nicht! 1 Jahr nicht zur Arbeit gehen und trotzdem den Job behalten!?!?TRELATHIKES!

Sowas habe ich noch nie gehört! In meiner Firma gab es das noch niiieeeee!

DEN IPARCHI! (=Sowas gibt es nicht!)

1 Jahr….!!!!

CHRISTOS KAI PANAJIA *drei-kreuze-mach*

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Die Gespräche DEINER Eltern untereinander, nachdem du ihnen erklärst, dass du eine Surf-Weltreise machst:

„Harald, um Himmels Willen – Warum will sie denn gleich so lange weg? Oh Harald, ich werde sie so vermissen!“

„Ach Birgit, sei nicht enttäuscht – weißt du noch wie wir damals in Indien gereist sind und es geliebt haben *in Erinnerung schwelg*“

Die Gespräche MEINER Eltern, nachdem ich ihnen erkläre, dass ich eine Surf-Weltreise mache:

„WARUUUUUUUUM???? Warum tut sie uns das an???“

„Ich weiß es nicht, ich weiß es wirklich nicht! Nimmt sie vielleicht Drogen? Hat sie einen Freund, der sie zu solchen Ideen bringt? Ach ach ach…. *schweres-atmen*… ach ach ach, das ist diese neue Zeit…. ach ach ach… das Fernsehen…. ach ach ach…. „

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Die Gespräche DEINER Eltern, wenn du ihnen erklärst, dass du das alles hinbekommen wirst und sie sich keine Sorgen machen müssen

Ach Kind, bist du dir ganz sicher? Mensch, das wird nicht einfach für uns! Aber wir verstehen das! Du wirst sicherlich viele tolle neue Erfahrungen machen!

Die Gespräche MEINER Eltern, wenn ich ihnen erkläre, dass ich das alles hinbekommen werde und sie sich keine Sorgen machen müssen…

… und dass ich es trotzdem mache, no matter what!

TIIIIIIIIIIIII? TRELATHIKES??????

CHRISTOS KAI PANAJIA *drei-kreuze-mach*

Als ich in deinem Alter war, habe ich bereits ein Haus gebaut und 2 Kinder gehabt! Reisen geht man mit seiner Familie – 6 Wochen lang – in Griechenland!

Was ist das „Surfen um die Welt?“

TRELATHIKES???

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DEINE Eltern anschließend am selben Tag

Ja, ach Mensch – und wo genau möchtest du denn überall hin? Was hast du denn tolles geplant? Du weißt, dass du uns anrufen kannst, wenn du Hilfe brauchst ja?

MEINE Eltern anschließend am selben Tag

Nachdem du wieder zuhause bist:

Jeweils 5 Anrufe von jedem Familienmitglied, dass jeweils weitere Argumente bringt, warum ich diese Reise nicht machen soll!

1 weiterer persönlicher Besuch – ebenso um nochmals die Argumente gegen diese Reise anzubringen!

DURCHDREHEN!

CHAOS!

EMOTIONEN!

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1 Woche lang täglicher Telefonkontakt ohne Ansprache des Themas…

… in der Hoffnung, dass Gebete erhört werden und dass sich die Meinung doch noch ändert!

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Erst nach mehreren Tagen ohne Sicht auf Verbesserung der Situation…

…. kommen langsam konkretere Fragen in ruhigerem Ton auf:

Und wie genau funktioniert das mit den Visa?

Und wo wirst du dann wohnen?

Und stimmt das wirklich, dass du deinen Arbeitsplatz nach einem Jahr wiederbekommst?

Ach Kind, bekommst du das finanziell auch hin? Wenn es nicht mehr geht, musst du uns anrufen!

Ach, ach, ach…

ach, ach, ach…

Hauptsache du bist glücklich und passt auf dich auf!

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Ich kenne deine Eltern nicht und natürlich untertreibe ich bei deinen Eltern mit Sicherheit – und bei meinen übertreibe ich vielleicht auch ein bisschen….

*nachdenk*

…nee, eigentlich nicht…

Aber, no matter what:

Unsere Eltern werden immer die Menschen in unserem Leben sein, die sich am meisten um uns sorgen! Denn sie lieben bedingungslos wie kein anderer!

Egal wie hart es ist und wie sehr du auch glaubst, dass deine Familie den Abschied und deine Abwesenheit nicht ertragen wird – sie kann!

Auch wenn es schwer für sie ist, dich gehen zu lassen, wird dein strahlendes Gesicht und dein persönliches Glück immer Entschädigung genug für sie sein!

In Zeiten von Skype und Whatsapp bekommen sie das ja auch häufig genug zu sehen!

(Meine Eltern sind erstaunt, wie leicht wir kommunizieren können!)

Über meine Eltern möchte ich sagen:

Ich bin absolut stolz auf meine Eltern, dass sie mit uns Kindern kulturell mitgewachsen sind. Sie haben vieles erlebt, was sie so sicherlich nie erwartet hätten und sind absolut offen für meine zusammengebastelte Welt aus mehreren Kulturen! Auch wenn es nicht immer einfach für sie ist, sie stehen zu hundert Prozent hinter mir und zu dem was ich tue!

Ich liebe meine Eltern von Herzen und danke ihnen unendlich, dass sie trotz des vielen Trennungsschmerzes Verständnis für meine Vorhaben haben, mich unterstützen und mir auch über 16000km das Gefühl geben, dass sie immer für mich da sind!

EFCHARISTO POLI MAMA KAI MPAMPA! <3

Alles Liebe zum Vater- und zum Muttertag!

 

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My Big Fat Greek Surf-Weltreise!

2 Gedanken zu „My Big Fat Greek Surf-Weltreise!

  • 9. Mai 2016 um 18:57
    Permalink

    ersetze griechisch mit slowakisch und es passt zu 100% 🙂

    Antworten
  • 8. Mai 2016 um 17:46
    Permalink

    Oh Pana, ich habe herzlich gelacht bei deinem Artikel und meine tief vergrabenen bulgarischen Wurzeln können das genau nachvollziehen 😀 Ein toller Artikel! Beste Grüße an deine Mama und deinen Papa, sie können stolz auf dich sein! Ich drücke dich!

    Antworten

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