hostels

Wir reisen. Natürlich gerne kostengünstig.

Das wiederum hat aber seinen Preis.

Wir schlafen in Hostels. In Dorms.

Vor allem in Ländern wie Australien oder Neuseeland, denn alles andere ist nicht erschwinglich.

Oder wir flüchten in asiatische Länder. So wie ich nach Indonesien vor ein paar Tagen.

Denn ich brauche eine Pause!

Hier die 13 Anzeichen, dass es Zeit wird, die Flucht aus Hostels zu ergreifen!

1. Du wirst zum Schnarchexperten.

Du erkennst anhand der Bassfrequenzen eines Schnarchers, um welche Art des Schnarchens es sich handelt:

  • Übermäßiger Alkoholkonsum
  • Nasenscheidewand-Probleme
  • Atemwegserkrankung
2. Du fühlst dich wie die Aufsichtsperson bei einem Schulausflug…

… denn das Durchschnittsalter der Besucher im Hostel überschreitet die 25 nicht. Du fühlst dich wie die Mutti und benimmst dich manchmal auch ein bisschen so.

3. Die Hygiene in der Küche ruft Würgereiz hervor.

Du fragst dich: „Wie zum Teufel ist es möglich, dass diese Menschen im Hostel alt genug sind, um die halbe Welt zu fliegen, aber es nicht schaffen, einen Teller abzuwaschen und abzutrocknen?“

4. Beim Kochen suchst du vergeblich nach Kochutensilien.

Denn das Hostel ergreift seine Gegenmaßnahmen: Gegen Pfand erhälst du einen Teller, eine Tasse, ein Schüsselchen, eine Gabel, ein Messer und einen Löffel.

Töpfe und Pfannen existieren ungefähr zwei für ein Hostel mit ca. 100 Menschen. Natürlich triefen sie vor Fett, weil die Menschen im Hostel die Kompetenz des Topf- und Pfannenspülens nie erlernt haben.

5. Der Geruch in deinem 4-Bed-Dorm ist vielfältig.

Von verdorbener Pizza über ungewaschene Füße bis hin zu vollgeschwitztem und wochenlang nicht gewaschenem T-Shirt, das in einer Ecke liegt… von allem ist etwas dabei!

Gegeninitiative: Es poppt einfach aus meinem Mund und ich kann nichts dafür „Jesus Christ guys, what the fuck is that smell?“, sodass die Mitbewohner peinlich berührt ihre Füße waschen gehen. Problem beseitigt.

Feet

6. Deine Toleranzgrenze für betrunkene, unkontrollierte Teenager geht gegen null.

Vor allem bei mir als Sozialpädagogin: Kinder, ich hab Urlaub!!! Sowas toleriere ich nur gegen Bezahlung. Ansonsten: Ihr habt also das erste Mal in eurem Leben Wodka für euch entdeckt und Mutti ist nicht in der Nähe? Grund genug durchzudrehen? Ja Mensch, ganz toll… Aber wisst ihr was: Besauft euch doch einfach irgendwo AUSSERHALB des Hostels! Da ist euch auch keiner böse drum, wenn ihr in eurer eigenen Kotze liegt und das geil findet, weil ihr das am nächsten Tag euren Freunden per Skype erzählen könnt.

7. Deine Ohrstöpsel sind mittlerweile abgenutzt…

.. weil du sie dir immer und immer wieder in die Ohren drückst! Aber es wird einfach nicht besser! Dein Schlaf ist und bleibt unbefriedigend.

8. Wenn du morgens aufwachst, fühlst du dich, als wärst du gestern 100 Jahre alt geworden…

… denn die Matratze auf der du schläfst hat höchstens die Härte eines Puddings! Und dein Rücken freut das so gar nicht!

9. Fehlt nur noch der schwarz-weiß-gestreifte Overall und die dicke schwarze Kugel an deinem Bein…

… denn du wirst abgefertigt, wie eine Nummer. Alle stillgestanden: Das sind die Regeln (an die sich keiner hält), hier sind deine Kochutensilien und hier ist deine Bettwäsche! Der Bus-Shuttle in die Stadt für den Ausgang fährt alle 2 Std.

10. Du musst jeden zweiten Tag dein Bett wechseln…

.. denn die Organisation im Hostel ist scheiße! Nicht genug, dass du mit all deinem Gepäck und Surfboard hin- und herwandern musst.. du musst um 10 Uhr auschecken und um 12 Uhr wieder einchecken. Solange musst du dein Gepäck in den Luggage-Room bringen, um es dann wieder den ganzen Weg zurück in das Zimmer neben deinem bisherigen Zimmer zu bringen… wenn’s richtig scheiße läuft: In genau das gleiche Zimmer, weil sie zu unqualifiziert sind, richtig zu planen!

11. Du fühlst dich betrogen.. 

… denn auf der Hostelseite werden falsche Tatsachen beschrieben:

  • Free Wi-Fi – aber nur bis um 21 Uhr und dass es so langsam läuft wie deine Großmutter von Stuttgart nach Berlin, brauchen wir gar nicht erst besprechen.
  • Free Bikes – für genau 2 Std.
  • Free Surfboards – Brauche ich zwar nicht, aber für die, die es brauchen: Surfboards müssen um 17 Uhr wieder zurückgebracht worden sein. Aber was ist mit einem Sunsetsurf?
  • Free Shuttle – wenn es richtig gut läuft, dann in regelmäßigen Abständen. Die Wirklichkeit oftmals: 1-2 Mal am Tag.
12. Das schlimmste: Du wirst vom Essen ferngehalten.

Die Küche wird ab 22 Uhr geschlossen. Die Schränke und Kühlschränke, in denen sich dein Essen befindet ebenso. Das bedeutet Krieg! Wer mir Essen verwährt, der hat sich mit der falschen Person angelegt! Schluss mit lustig! Das geht zu weit!

hostels_geschlossene_Küche

Logische Konsequenz schlussendlich:

 13. Du brauchst einfach eine Pause.

Ganz ehrlich: Gönn sie dir!

Das geht mit kleinem Geldbeutel natürlich nicht ständig, das ist klar. Aber ab und zu musst du dir etwas Ruhe und Luxus gönnen. So habe ich mir das gedacht und einen Flug nach Indonesien gebucht:

Gestriger Tag als Beispiel für gelungene Alternative:
  • Frühstück im Jiwa Juice mit geilem Kaffee, Saft und Granola-Müsli-Yoghurt für 3 Euro
  • Dort das geile Wifi zum Bloggen und Flüge buchen genutzt und noch einen Saft und noch einen Kaffee getrunken – für 2 Euro
  • Meinen Motorroller für 4 Euro am Tag für 1,50 Euro vollgetankt und nach Green Bowl zum Surfen gefahren.
  • Danach dort ein Eis für 80 Cent gegessen
  • Zurück in meinem Homestay, das mich mittlerweile nur 10 Euro pro Nacht kostet (eigenes Zimmer mit Klimaanlage und Bad/ Klo ensuite), erstmal ein bisschen stretchen und trainieren… denn ich habe sehr viel Platz im eigenen Zimmer.
  • Danach eine Massage und Spa-Kur im Esthetic… ich habe mir die richtig teure rausgelassen: 12 Euro.

Massage

  • Achja, meinem Baby habe ich auch eine Spa-Kur bei Sami gegönnt. All die kleinen Macken aus NZ und Australien werden für 5 Euro repariert. Ist natürlich entspannter, als selbst reparieren.
  • Maximal entspannt noch eine Band sehen. Mit einem Blueberry-Bananana-Smoothie (1,50 Euro) in der Hand im Mango Tree.
  • Hundert Prozent glücklich ins Bett!
Weitere Alternativen ohne Fliegen zu müssen
  • Couchsurfing: Viel humaner, mehr Möglichkeiten, mehr home-away-from-home-Feeling UND kostenlos. Für das gesparte Geld kannste dir einen Scooter oder Fahrrad mit Surfboardrack leihen, um an Surfspots zu fahren. Meine erste Couchsurfing-Erfahrung in Noosa war definitiv positiv!

Noosa

  • Air BnB: Meist ein kleines bisschen teurer als ein Hostel (vor allem in Orten wie Noosa oder Byron Bay), aber dafür haste deine Ruhe! In meinem Fall gabs leider keine passende Unterkunft in Surfnähe.
  • Sharehouse: In Ländern wie Australien oder Neuseeland laufen alle Deals wöchentlich, so auch Gehälter und Mieten. Das bedeutet, dass du dir viel einfacher als in Deutschland eine WG suchen kannst und auch nicht ewig bleiben musst. Das ist definitiv günstiger als in einem Hostel. Achtung: Bedeutet aber nicht zwangsläufig, dass du auch ein Zimmer für dich alleine bekommst. Vor allem in Großstädten. Hilfreich für die WG-Suche in Australien ist die Internetseite Gumtree oder für Neuseeland Trade Me.
  • Im Camper/ Kombi: So wie ich das in Neuseeland gemacht habe. Da zahlste zwar ein Haufen Geld, aber hast deine Privatsphäre und Flexibilität.
Im Endeffekt: nicht alle Hostels sind gleich!

Zum Glück! Zum Beispiel Bazils Hostel in Westport, in dem darauf geachtet wird, dass ab 21.30 Uhr Ruhe herrscht. Und auch nicht jeder Mitbewohner im Zimmer schnarcht zwangsläufig. Und auch die anderen Punkte müssen natürlich nicht zutreffen.

Und: man trifft häufig ja auch sehr nette Menschen in Hostels.

Es lohnt sich also Bewertungen auf Hostelworld oder Tripadvisor zu lesen, bevor man sich entscheidet.

Aber vor allem in größeren, berühmteren Orten kriegt man für die billigsten Deals natürlich die schlechtesten Konditionen. Also gut hinschauen und lieber ein paar Euro draufzahlen.

Ich genieße jetzt erstmal 4 Wochen lang mein kleines Luxusleben! Juhuuu!

 

Was nervt dich am Hostelleben?

 

13 Anzeichen, dass du dringend eine Alternative zum Hostel brauchst!

2 Gedanken zu „13 Anzeichen, dass du dringend eine Alternative zum Hostel brauchst!

  • 9. Mai 2015 um 21:48
    Permalink

    Sehr geiler Post.

    Hostelleben ist schon irgendwie was spezielles! Man muss es wirklich abkönnen, mit all diesen „schrecklichen“ Dingen umzugehen. Aber Hostelleben kann auch echt geil sein! An manchen Tagen hasse ich es, will meine Ruhe haben. Aber oft ist es einfach wie eine kleine Familie. Gerade wenn du ein Hostel erwischst, wo es ein paar Langzeit – „Häftlinge“ gibt!

    PS: Einfach einmal im Monat ein Einzellzimmer nehmen und einen Tag seine Ruhe dort genießen. Hilft viel beim Energie auftanken.

    Beste Grüße aus der Dominikanischen Republik.

    Antworten
    • 10. Mai 2015 um 2:06
      Permalink

      Hey Marcus,

      ja, ich bin da auf jeden Fall deiner Meinung. Ich hatte auch schon sehr geile Zeiten in Hostels und in manche gehe ich auch sehr gerne wieder zurück. Aber wie du sagst: Nach ein paar Monaten braucht man ab und zu eine Pause!

      Dir viel Spaß noch in der Dom Rep! Hoffe du bekommst dort entweder nicht all zuviele der beschriebene Punkte ab oder genießt sogar das Privileg von mehr Privatsphäre!

      Liebe Grüße, Pana

      Antworten

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