Als ich im November 2014 loszog, um meine Surf-Weltreise anzutreten, war mir eines schnell klar:

Ich möchte über das, was ich erlebe, schreiben. Menschen mitnehmen. Zeigen, dass es sich lohnt loszuziehen. Alleine.

Das ist das Wesentliche am Reisen für mich: Zeit für sich. Zeit für Neues. Für Abenteuer. Zeit dafür wirklich zu verstehen, was ich wirklich will.

Zeit dafür, jeden Tag in die Wellen zu kommen! Mich beim Surfen zu verbessern! Eins mit der Welle zu werden!

Habe ich das geschafft?

Ich sage ganz klar und deutlich: Auf alle Fälle!

Ich befinde mich heute in einer Position, die ich mir vor 3 Jahren nicht mal zu träumen gewagt hätte!

Und warum?

Weil ich dem gefolgt bin, was mein Herz mir sagt! Was mich glücklich macht!

„Find what you love and let it kill you!“

Mein Leben hat sich seitdem von Grund auf verändert!

Das Ganze verlief aber natürlich nicht gradlinig, sondern, was auch sonst, wellenförmig:

Auf und ab!

Heute blicke ich auf 3 ereignisreiche Jahre zurück, die mich zu dem Menschen gemacht haben, der ich heute bin!

Auf meinem Blog habe ich dabei versucht, euch stets mitzunehmen!

Wir sind gemeinsam weit gereist!

Zeit darüber nachzudenken, was hier eigentlich alles passiert ist und inwiefern sich all diese bunten Ereignisse auf einem Blog zusammenfassen lassen.

TakeOffandTravel – Der Surf-Weltreise-Blog?

In den letzten Monaten fiel es mir immer schwer zu greifen, um was es eigentlich auf meinem Blog noch geht:

Die Surf-Weltreise war vorbei, aber ich bin immer noch von einem Ende der Welt zum anderen gereist und habe Zwischenstopps zu Surfspots eingelegt. Für mich war das gefühlt immer noch Teil der Surf-Weltreise, denn seit ich im November 2014 losgezogen bin, kam ich nie wieder in meinem alten festen Leben in Deutschland an.

Eine Überschrift für diese Art von Leben zu finden, war schwierig. Ich war mir nicht mehr sicher: Verstehen die Menschen, die neu zum Blog hinzukommen, um was es hier eigentlich geht?

Immer wieder saß ich mit Block und Bleistift da und musste grübeln: Um was geht es jetzt hier?

Ich wusste auf der Haben-Seite:

  • Es geht ums Surf-Reisen
  • Es geht um meine emotionalen Verwirrungen in einem Leben zwischen Neuseeland und Europa und keinem wirklichen Plan, wo ich am Ende bleiben werde.
  • Es geht darum, wie man sich beim Surfen weiterentwickelt.
  • Es geht nach wie vor ums Surfen an sich – mit all seinen geilen Wellen, dem unbeschreiblich tiefgehenden Gefühl von Freiheit dabei und der Liebe zu all dem.

Auf der Nicht-Haben-Seite:

  • Keine Antwort auf die Frage: Wer ist denn nun eigentlich meine Zielgruppe?

Diese Nicht-Haben-Seite hat mich eine Weile lang ziemlich durcheinander gebracht!

Hinzu kommen dann noch andere Blogger und andere Meinungen, die dir ebenso eintrichtern wollen, worum es doch eigentlich geht!

Je mehr Ideen dazu aufkamen, desto verwirrter wurde ich aber!

Was mir dabei ganz und gar nicht gefiel: „Du bist doch gar kein Surf-Weltreise-Blog, du machst gar keine Surf-Weltreise mehr!“

Gefiel mir diese Aussage nicht, weil es wahr war und ich es nicht einsehen wollte?

Vielleicht ein bisschen.

Heute aber, nach so vielen etlichen Überlegungen weiß ich: Doch, genau das ist mein Blog!

Ein Surf-Weltreise-Blog!

Denn es gehören etlichen Facetten zu diesem Thema, die ich hier immer wieder angesprochen habe!

Aber da wir ja gerne „Definitions-Nazis“ sind (ich brauche solche Schubladen offensichtlich ja ebenso), braucht mein Blog einfach eine neue Beschreibung – eine neue Schublade!

Diese Schublade ist für mich eindeutiger denn je – und sie kommt mit einem Plan für diesen Blog, der endlich wieder mehr Sinn macht!

Dazu müssen wir uns aber erstmal Folgendes ansehen:

In erster Linie Surfblogger oder Surfer?

Mein Blog ist NICHT inszeniert. Mein Blog beschreibt mein Leben. Das meiner letzten 3 Jahre.

Ich habe mich NICHT hingesetzt und mir eine „Nische“ überlegt – um dann alles daraufhin auszurichten.

Ich habe mir NICHT überlegt, was zieht am Besten, welches Nischenthema erreicht viele Menschen, wie kann ich am Besten mit meinem Blog Geld verdienen?

Aus Bloggersicht ein Fehler. Wie man sieht, weiß ich nicht mehr genau, wem ich damit eigentlich was erzähle.

Aus meiner persönlichen Sicht allerdings: Das Beste was ich tun konnte!

Denn so bin ich!

Ich bin Surfer! Und das von Anfang an! Und mit der absoluten Priorität Nr. 1!

Ich bin losgezogen, um zu surfen!!! Mich den Wellen hinzugeben!

Photocredit: Thomas Zielinski/ GetWetSoon

Der Blog sollte das dokumentieren! Und andere durch meine Erfahrungen weiterbringen!

Und ich werde NICHT wie so manch anderer lieber in einem Co-Working-Space an Land sitzen, während Wellen pumpen – Wie kann man das als Surfer, der fürs Surfen anscheinend „brennt“?

Für mich war immer klar: Ich verlasse meine Heimat, um surfen zu gehen!!!

Mein Tagesablauf richtet sich nach den Wellen – den Gezeiten, dem Forecast…

Danach wird darüber geschrieben!

Nicht andersrum!

Ich bin Surfer, der über das Surfen und meinen Weg zu den Wellen berichtet!

Die TakeOffandTravel-Phasen – Vom Surf-Weltreisen zum Surf-Auswandern?

Trotzdem kommt bei mir mittlerweile die Frage auf:

Wer möchte das lesen, was du schreibst?

Einige sichere Antworten:

  • Meine Freunde und Familie, die sich dafür interessieren, wie es mir geht
  • Follower, die schon von Anfang dabei waren und miterlebt haben, wie ich an meine heutige Position kam
  • Neu hinzukommende Menschen, die auf meine Seite stoßen und nach Tipps und Inspiration suchen

Für die ersten beiden Gruppen, war meine nachfolgende Aufteilung sicherlich etwas klarer. Neuankömmlinge aber, mussten erstmal alles durchschauen, was nicht ganz einfach war!

Deshalb hier:

Die Phasen meiner Surf-Weltreise und was sich daraus ergeben hat:
Phase 1 – Vorbereitung: Wie Surf-Weltreise ich alleine?

Diese Phase hat mich dazu bewegt, soviel Wissen wie möglich weitergeben zu wollen! Denn ich war vor meiner Surf-Weltreise absolut unwissend!

Meine Unsicherheiten, meine Fragezeichen… sie waren der Start auf meinem Blog, der auch ganz gut unter „Neu hier“ und unter „Über mich“ beschrieben ist.

Phase 2 – Alleine Surf-Weltreisen: Erfahrungsberichte und Tipps!

Unterwegs bekomme ich viele der Fragen beantwortet, die ich mir im Vorfeld stelle. Ich erlebe unfassbar viel und werde immer freier – Ich berichte von meinem Reisezielen, meinen Lektionen über das Leben und das Surf-Reisen, meinen Gefühlszuständen, meinen Schwierigkeiten, meinen Hochs, meinen Tiefs – und vor allem davon, dass es eine der besten Entscheidungen meines Lebens war!

Ich will andere motivieren, sich zu trauen und selber ebenso loszulassen!

Denn ich weiß: Scheiße Mann, es ist einfacher der Hammer!!!

Es bereichert dein Leben so sehr: Tolle Momente, viele Emotionen und dein Surflevel verbessert sich!

Das Kernstück dieses Blogs ist diese Zeit: Meine Weiterentwicklung als Mensch und als Surfer einmal rund um den Globus!

Phase 3 – Die Zeit nach der Surf-Weltreise: Auf der Suche nach einem Leben nahe den Wellen!

Ich kann nicht mehr ohne Wellen und muss bei Ihnen bleiben!

Ich habe keinen guten Plan, ich weiß nur, dass ich mich durchhangeln muss – und irgendwie werden mir die Wellen den Weg weisen!

Ich glaube fest daran!

Ich soll Recht behalten!

Die geknüpften Kontakte von meiner Surf-Weltreise werden genutzt und ich kann mit den letzten Groschen und einem Flugticket und ein Work&Travel Visum für Neuseeland immer noch den Wellen nah sein!

Es ist Zufall, denn hätte das nicht geklappt, wäre ein anderer Kontakt auf der Welt nützlich gewesen!

Denn die Surf-Weltreise hat mir Türen geöffnet – weltweit!

Aber es soll Neuseeland werden… und einige weitere Reisen mehr…

… einige Verwirrungen, Zweifel, Unbekannte, Chaos….

… meine Phase der Neuorientierung…

… und letztendlich aber: Ein ganz neuer Lebensweg!

Aber sagt mir: Ist das alles nicht wegen meiner Surf-Weltreise passiert???

Phase 4 – Surfauswanderung?

So, und hier sind wir nun: Im Jahr 2017!

Ich bin in Stuttgart, gefühlt zu BESUCH!

Jaaaa, tatsächlich: Ich bin seit Mai (mit Zwischenstationen in Frankreich, Portugal und Griechenland) hier und ich fühle mich nicht ganz angekommen!

Ich schlafe auf verschiedenen Chouches, in verschiedenen Betten…

Auch wenn meine Eltern natürlich hier sind und meine Familie und Freunde…

… es hat sich doch eingeschlichen:

Mein derzeitiges Zuhause ist Neuseeland!

Meine Heimat wird immer Stuttgart in Deutschland bleiben und ich werde immer hierher zurückkommen, aber:

In nächster Zeit habe ich mein Plätzchen für mich gefunden!

Meine neue Homebase!

Etwas, dass ich nach 3 Jahren hin und her mehr denn je sehnsüchtig wieder brauche!

  • Ich möchte ein Häuschen haben,
    • in dem ich meine Tomaten anpflanzen kann (auch wenn meine grünen Daumen bei Geburt abgehakt wurden nehme ich an… egaaal, Challenge!)
    • in dem ich meine Küche einrichten kann und alles darin habe, was ich benötige
    • in dem Bilder meiner Freunde hängen
    • in dem mich meine Freunde und meine Familie aus Deutschland besuchen kann

und ganz wichtig:

… von dem aus ich surfen gehen kann!!! Zu den Wellen MEINES Homespots!

Wird aus TakeOffandTravel nun TakeOffandSettle?

TakeOffandTravel wird immer mein Element bleiben!

Dafür bin ich viel zu sehr süchtig nach dem Gefühl neue Wellen zu entdecken, neue Menschen kennenzulernen und Abenteuer zu suchen!

Aber: Ab sofort gilt es, das von meiner offiziellen Homebase in Neuseeland zu tun!

Und aber: Mich erstmal von 3 Jahren Dauer-Wechseln zu erholen!

Die letzte Phase in Neuseeland mit meinem kleinen Häuschen hat mir schon einen Geschmack darauf gegeben, aber das ging auch nur 5 Monate – danach musste ich alles wieder auflösen und aufgeben.

Das ist gefühlt für mich der Unterschied: Ich werde zwar wieder aufbrechen von Neuseeland aus, aber ich werde mich finanziell so aufstellen und nur so lange unterwegs sein, sodass ich nicht mein Heim aufgeben muss.

Ich möchte einfach mal wieder ankommen! Mich ausbreiten! Dinge anschaffen, die ich gerne in einer Wohnung stehen haben will! Bilder dauerhaft aufhängen!

Ich will nicht mehr nur aus einem Rucksack leben.

Ich will Pflanzen, Bilder, ein ordentliches Bett (oh mein Gott, der größte Traum für mich momentan!)…

Denn ich bin müde!

Ich will einfach nur leben und surfen!

Und dann wieder als Reisende losziehen an neue Wellen… wissend aber, wohin ich zurückkehren kann: In meine eigenen 4 Wände an meinen Ort mit meinen Wellen und meiner Surfcrew – einem stabilen Umfeld, das ich nicht mehr wechseln muss für eine Weile!

Und was wird nun aus dem Blog TakeOffandTravel?

Er bleibt erhalten. Und er wird befüllt. Mit allem Nützlichen, das noch nicht erschienen ist, weil ich im Hin und Her durch Berichte nicht dazu kam!

Ich möchte den Blog so strukturieren, dass auch ein Neuankömmling gleich checkt, worum es geht:

Um das Surf-Weltreisen und Langzeitsurftrips durch die Welt und was sich daraus alles entwickeln kann…

Dazu habe ich den Bereich unter „Neu hier“ und meine Menü-Leiste so umgestaltet, dass es übersichtlicher wird und die Phasen und Auswirkungen meiner Surf-Weltreise das Gerüst zu diesem Blog bieten. Schau es dir doch einfach mal an (ich arbeite immer noch fleißig weiter daran, Verbesserungsvorschläge sind willkommen):

Ich möchte, dass die Leute ALLES umfangreich zum Thema Surf-Weltreisen bekommen, das sie für ihre eigene Reise benötigen!

Ein winziges Nischenthema, das immer wieder nur wenige Menschen interessieren wird, aber ganz ehrlich: Ist mir scheißegal!

Ich muss nicht vom Bloggen leben!

Ich möchte gerne inspirieren, helfen und ja, den einen oder anderen Euro durch die Dinge einfahren, die ich für die Umsetzung einer Surf-Weltreise weiterempfehle, weil ich sie selber als gut befinde!

Im Vergleich zum Bandleben früher: Ich möchte sozusagen einfach nur das Spritgeld, etwas Essen und eine kleine Gage als Gegenleistung für das Proben und meinen Zeiteinsatz!

Ich WILL mir NICHT mit irgendeinem Scheiß-Programm für Facebook und Instagram Follower kaufen müssen, damit Unternehmen denken, ich sei ein erfolgreicher Blog! Ich bin aus allen Wolken gefallen bei solchen Seiten: Facebook-Kommentare kaufen // Instagram Follower kaufen // Facebook-Follower kaufen

Und ich kann auch nicht unendlich viel Geld in Facebook-Adds investieren, damit ich bei Follower-Zahlen mithalten kann, sodass Unternehmen mich aufgrund dessen als würdigen Kooperationspartner wahrnehmen!

Ich habe keinen Bock mich mit all diesen blog-spezifischen Dingen auseinanderzusetzen – es geht mir nur noch auf den Sack und nimmt mir den Spaß am Schreiben!

Mein Erfolg definiert sich anders:

Photocredit: Thomas Zielinski/ GetWetSoon

Ich will surfen! Und darüber schreiben!

Und ich will diejenigen erreichen, die sich das selbe von Herzen wünschen!

Die selber aufbrechen wollen und eine Surf-Welt- oder Langzeitreise machen wollen!

Und die dann entweder für sich selbst weitergekommen sind im Kopf oder sogar geografisch!

Die eine Surf-Weltreise ihr Leben mit beeinflussen lassen wollen!

Denn sie wird es! Und zwar gehörig!

Und wenn ich dabei helfen kann – Ja, das ist für mich Erfolg!

In diesem Sinne: TakeOffandTravel Leute!

Und: TakeOffAndStayTrue! DIY or die!



3 Jahre – 1 Surf-Weltreise – Viele Male hin und her – Eine große Erkenntnis!

4 Gedanken zu „3 Jahre – 1 Surf-Weltreise – Viele Male hin und her – Eine große Erkenntnis!

  • 3. September 2017 um 22:12
    Permalink

    Dem kann ich nur beipflichten. Der authentischste Blog ever. Es ist irgendwie ein bisschen wie bei einer Serie, man freut sich immer wieder wenn es was neues gibt. Das Gute daran ist, dass es bei deinem Blog ja zum Glück kein Ende gibt :)!

    Antworten
    • 3. September 2017 um 22:16
      Permalink

      Danke für das hammer Feedback! 🙂 Ehrlich Leute, mir ist das so ein Anliegen! D.I.Y. eben! Irgendwann hat die Serie aber auch mal ein Ende – dann aber mit einem guten Ende hoffentlich! 😉 Liebe Grüße!

      Antworten
  • 3. September 2017 um 12:53
    Permalink

    Sehr authentisch. Das mag ich an deinem Blog 🙂

    Antworten
    • 3. September 2017 um 13:14
      Permalink

      Ganz lieben Dank Vivi! Das ist mir das Wichtigste! 😉

      Antworten

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