An was denkst du, wenn du das Stichwort „Surfen in Kalifornien“ hörst?

Bei mir schießen sofort folgende Bilder in den Kopf:

 

Dass das mittlerweile natürlich alles etwas anders aussieht, ist auch klar.

Aber wie eigentlich?

Kalifornien – Ich bin zurück und habe einige Erwartungen an dich!

Kalifornien ist nicht das erste Mal für mich! Da ich Verwandte dort habe, darf ich zum 4. Mal den Cali-Vibe spüren!

Doch dieses Mal richtet sich der Fokus ausschließlich in eine Richtung: Pazifik!

Welche meiner Erwartungen an Cali erfüllt werden und womit ich nicht gerechnet habe – los geht’s:

Was du beim Surfen in Kalifornien nicht erwartest: Brrrrrrrrr!

Wie wenig Zentral-Kalifornien mit dem California-Surfer-Feeling aus den Medien zu tun hat, zeigt sich bereits an meiner ersten Station: Santa Cruz!

Kalifornien_Surfen_Santa_Cruz

Anstatt braungebrannten, wasserstoffblonden Kerlen a la Ken in roten Badehosen mit einem immer charmanten Lächeln im Gesicht und Beach-Boys-Sound im Hintergrund

siehst du

Menschen in Hoodies, die sich einen 4.3er Neo und Booties anziehen.

Hä? Echt?

Also jut, da ich eine Frostbeule bin, mache ich natürlich genau das gleiche mit dem einzigen Unterschied, dass ich keine Booties dabei habe. Wer rechnet denn auch damit, dass er die in Kalifornien braucht? Also ich nicht!

Aber: DUDE, es ist ARSCHKALT in Zentral-Kalifornien. Und das im Juni!

Nach 2 Stunden surfen will ich am liebsten Wasser kochen und es über meine Zehen laufen lassen!

Kein Wunder also, dass der Erfinder des Wetsuits, Jack O’Neill aus Santa Cruz kommt! Not macht erfinderisch!

Surfen_Kalifornien

Was du beim Surfen in Kalifornien nicht erwartest: Mehr Seegras als sonst irgendwo!

Ok, du weißt jetzt: Es ist kalt! Aber what the hell ist dieses verdammte dicke, glibbrige Etwas, das ständig meine Beine und Arme streift und in dem meine Leash hängen bleibt?

Achja: Seegras! Noch und nöcher. Und dick. Und viel!

Surfen_Kalifornien_Seegras

Aber: Du versuchst dich durch die Berührungen mit Ungewohntem nicht aus dem Konzept bringen zu lassen!

Denn: Die Wellen am Pleasure Point sind auf jeden Fall jede Minute im Wasser wert… schöne nach rechts laufende offene Wellen! Die Wellen sind zwar sehr klein an diesem Tag, aber mit meinem Minimalibu machen auch die Spaß!

Kalifornien_Surfen_Pleasure_Point

Was du beim Surfen in Kalifornien nicht erwartest: Freundliche Locals!

Die Locals sind an diesem Tag anders als erwartet sehr freundlich! Zumindest zu mir! Denn ich halte mich an die Regeln!

Ich erlebe, wie ein Surfer genau das Gegenteil macht und einem Local reindroppt! Schlechte Entscheidung mein Freund! Der Local ist natürlich super angepisst und das bekommt der Law-Breaker sofort mit einer klaren, bitterbösen Ansage zu spüren.

Zurecht aber auch!

Also wie immer: Anständig surfen Kinners! Dann klappts auch mit dem Nachbarn!

Was du in Kalifornien erwarten kannst: Eine der geilsten Küstenstraßen!

Ob Surfer oder nicht:

Die atemberaubende Aussicht auf der Route 1 – Pacific Highway überzeugt jeden!

Ganz so wie ich sie in Erinnerung hatte!

DCIM100GOPRO

Wer diese Route in Cali nicht fährt, verpasst den wohl schönsten Teil des Landes!

Dauert zwar etwas länger als Inland den Highway zu fahren, aber um das schnelle Ankommen geht es in diesem Fall nicht!

Die Route führt vorbei an wunderschönen Steilküsten, wie diese hier:

Surfen_Kalifornien_Big_Sur

Kalifornien_Surfen_Pacific_Highway

Immer wieder versteckt sich ein Surfspot zwischen den Steilhängen… der Swell an diesem Tag ist aber so klein und dass man nur vereinzelt Surfspots sieht. Ich vermute aber, dass sich da mehr versteckt…

Erst ab Morro Bay wird es offensichtlich wieder surfiger.

Markenzeichen hier: Der Morro Rock – der Fels gleich am Spot, den man eigentlich nicht übersehen kann.

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Kalifornien_Surfen_Morro_Bay_

Die Bedingungen an diesem Tag sind eher bescheiden:

Wellen brechen nah am Strand und es gibt fast nur Close-Outs – hmmm, so richtig einladend ist das nicht.

In der Hoffnung, dass es weiter südlich etwas besser wird, fahre ich weiter. Aber etwas finden: Fehlanzeige!

Überall das gleiche!

Ab Pismo Beach beginnt meine Suche nach einer billigen Übernachtungsmöglichkeit.

Auch hier: Is nich!

Denn:

Was du in Kalifornien eigentlich so nicht erwartest: Arschteure Unterkünfte!

Klar weiß man, dass die USA nicht sehr günstig ist. Aber so?

Da ich das letzte Mal mit einer Freundin unterwegs war und wir uns die Kosten geteilt haben, kam mir das alles nicht so teuer vor.

Ich hatte das Glück, dass ich durch meine Verwandten an Connections im Land kam und viel Geld für Unterkünfte sparen konnte.

Wer keine Verwandten und Connections hat, sollte sich aber auf folgende Preise einstellen:

  • Mind. 70 Dollar für ein Motel-Zimmer, das ziemlich verranzt ist und bei dem du besser die Tür von innen verriegelst – denn abgesehen von dir scheinen die meisten hier eher Drogendeals abzuwickeln anstatt zu schlafen.

Kalifornien_Motels_Surfen

  • Mind. 100 Dollar für ein etwas netteres Motel-Zimmer
  • Hostels gibt es oftmals gar nicht unterwegs, außer in größeren Städten wie San Francisco, Los Angeles oder San Diego. Preis in San Diego: 38 Dollar pro Nacht.
  • Falls man mit einem Auto und Campingausrüstung unterwegs ist: 20-40 US-Dollar für zwei Personen auf einem Campingplatz!

Wenn man also mit jemandem gemeinsam in Kalifornien reisen kann, spart man einiges für die Unterkünfte.

Was du in Kalifornien fast überall erwarten kannst: Piers

Spätestens ab Santa Barbara wird es auffällig:

Das Pier in fast jedem Ort Kaliforniens!

Surfen_Kalifornien_Santa_Barbara

Mindestens ein Pier-Spaziergang ist in Kalifornien Pflicht!

Die Perspektive verändert sich und man ist mitten im Meer, um die entspannte kalifornische Küste zu begutachten.

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Außerdem spielen sie eine wichtige Rolle für den Surf in Kalifornien, der mich jedenfalls sehr geflasht hat! Dazu aber mehr in Teil 2!

Was dich in Kalifornien erwartet, wenn du Bock darauf hast: Outlet-Stores

Pflicht für Schnäppchenjäger sind die vielzähligen Outlet-Stores in Kalifornien. Ein empfehlenswerter Ort dafür sind die Camarillo-Outlet-Stores hinter Santa Barabara in Richtung Los Angeles, die z.B. mit unter anderem Hurley, Converse, DC, Vans oder Nike punkten können.

Outlet_Stores_Kalifornien

Eine Kleinigkeit findet man immer wieder für wenig Geld.

Dass es in Malibu aber nicht um wenig Geld geht, sieht man sehr schnell an den Häusern in der Gegend. Das Haus von Charly Harper in 2&Half Men ist nicht umsonst als Schauplatz dort gewählt.

Alles ist groß und üppig.

Anders dafür die Wellen: Winzig bis absolut winzig – aber ich brauche mal wieder einen Surf! Scheißegal, wie klein!

Kalifornien_Surfen_Malibu

Gerade noch bis rechtzeitig vor Sonnenuntergang bin ich auf dem Wasser und genieße anschließend die wunderschöne Atmosphäre am Strand:

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Vorbei an Santa Monica und Venice Beach komme ich spät Abends an meiner nächsten Station an:

Manhattan Beach in Los Angeles

Durch den vermittelten Kontakt meiner Cousine, kann ich einige Nächte auf der Chouch von Jonathan schlafen.

Bei dem ich übrigens spontan 3 Tage bleibe…

Wieso ich 3 Tage dort bleibe, wie ich unterwegs pleite gehe, wie ich für Platzwunden sorge und warum Piers in Kalifornien ein absoluter Mehrgewinn fürs Surfen sind, findest du hier:

USA, Kalifornien – Was du beim Surfen in Kalifornien nicht erwartest! (Teil 2)

Denn mein Trip geht weiter!

Und was es mit dem hier auf sich hat, findest du ebenso in Teil 2!

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Für die, die nicht wissen, wer McNamara ist – hier die Hausaufgabe:

 

 

USA, Kalifornien – Was du beim Surfen in Kalifornien nicht erwartest! (Teil 1)

3 Gedanken zu „USA, Kalifornien – Was du beim Surfen in Kalifornien nicht erwartest! (Teil 1)

  • 3. März 2017 um 14:09
    Permalink

    Hi Pana

    Cooler Artikel! Wenn du wieder einmal an der Westküste bist, lass es mich wissen und komm bei uns im http://www.thecalicamp.com vorbei. Wir zeigen Surfern aus der ganzen Welt die schönsten Spots zwischen San Diego und Los Angeles. Da ist das Wasser auch garantiert wärmer als in Santa Cruz und Seegras gibt es auch weniger 😉

    Antworten
    • 7. März 2017 um 21:18
      Permalink

      Hey Daniel!

      Danke! Haha, ja, der Süden um San Diego ist nochmal eine ganz andere Geschichte als Santa Cruz. Hatte da ein paar schöne Surfs und jap, weniger Seegras ist mir aufgefallen. Steht aber auch in meinem Post, oder? Ah warte, das steht dann eher Teil 2! 😉

      Gerne komm ich bei euch vorbei, wenn das eine Einladung ist! 😉

      Liebe Grüße, Pana

      Antworten

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