So Leute,

ich habe euch in letzter Zeit mit meiner Hin- und Herfliegerei sicherlich ein wenig verwirrt.

Ich bin ja selber schon ein wenig kirre im Kopf!

Deshalb muss jetzt Mal ein Statement raus, um ein bisschen Licht ins Dunkel zu bringen.

 

Der ursprüngliche Plan

Novemberkurz vor Weihnachten: Indonesien (7 Wochen)

Weihnachten und Silvester: Sydney (2,5 Wochen)

Januar/Februar: Neuseeland (8 Wochen)

März/April: Australien (6 Wochen)

Spätestens Mitte April sollte es weiter Richtung Osten inklusive einer Pazifikinsel, USA und Mittelamerika gehen.

Doch wie so oft im Leben, kam alles anders

 

Wendung 1 – Länger in Neuseeland

Plan: Jan/Feb (8 Wochen) in Neuseeland –> Wendung: Jan/Feb/März (12 Wochen) in Neuseeland

–> Da ich einen Monat in Westport gearbeitet habe und in dem Monat natürlich nicht reisen konnte, habe ich meinen Aufenthalt in Neuseeland verlängert. Außerdem habe ich mich in Neuseeland sauwohl gefühlt. Und auch 3 Monate Neuseeland sind mir noch zu wenig. Wie oft kommt man schon an einen solch weit entfernten Ort?

Wenn es irgendwie möglich ist, nehmt euch 3 Monate Zeit für Neuseeland!

 

Wendung 2 – Kürzer in Australien

Plan: März/April (6 Wochen) in Australien –> Wendung: April (2 Wochen) in Australien

–> Der eigentliche Plan war es an diesem Punkt, Byron Bay und Noosa zu surfen (2010 dort gewesen) und evtl. an die Westküste zu fliegen, da ich noch nicht dort war.

Noosa und Byron Bay habe ich mir nicht entgehen lassen, wie du hier lesen kannst:

Noosa oder Byron Bay? Eine Entscheidungshilfe!

ByronvsNoosa

Wenn du dir aber die Flüge von der Ostküste zur Westküste ansiehst (ab 215 Euro)

UND bedenkst, dass du dir auf jeden Fall einen Job suchen musst

UND das Surfen um diesen Job herum planen musst

UND in einem Hostel schlafen musst

fängst du an zu vergleichen:

Für 215 Euro (oder weniger) kannst du von der Ostküste Australiens auch nach Indonesien fliegen.

Dort musst du

NICHT arbeiten

UND kannst dich voll aufs Surfen konzentrieren

UND hast dein ganz eigenes Zimmer.

Und beim Durchrechnen fiel mir auf: Tatsächlich, es kommt aufs gleiche raus.

Also:

 

Wendung 3 – Back to Indonesia

Erstmal zurück zu Bekanntem und Vertrautem… eine Woche Bali… nichts neu entdecken, sondern einfach Mal wieder auf Altbewährtes zurückgreifen. Zumindest ein paar Tage lang.

Urlaub vom Urlaub sozusagen!

(Boah, wie dekadent, wa? Ich weiß! Sorry!)

Dort habe ich es mir so richtig gut gehen lassen und jeden Tag genossen! Massage, gutes Essen, eigenes Zimmer – alles dabei!

Serangan_Bali_Surfen

Batterie wieder aufgetankt! Wieder ready für neue Abenteuer!

Wenn ich also wieder in Indonesien bin: Java oder Sumbawa mitnehmen?

Lombok und Bali habe ich bereits bereisen dürfen.

Da ein Kumpel aus Peniche zu diesem Zeitpunkt in Java rumhing und vorgeschlagen hat, dort vorbeizukommen, war auch diese Entscheidung schnell gefällt!

Plan war: Carlo und seine Weggefährten Sandro und Tom in Cimaja treffen und nach ein paar Tagen von dort aus auf ein Boot für 4-5 Tage an den Panaitan Islands. Von dort aus wäre ich zurück nach Bali, um dann direkt meinen weiteren Flug anzutreten.

 

Wendung 4 – Java, aber alles etwas anders

Ich also rüber nach Java… den Bustrip meines Lebens hingelegt, um dann festzustellen, dass mein Zielort Cimaja gar nicht so geil ist, wie wir es gehofft hatten. Alles etwas runtergekommen. Ein kleines Beispiel:

IMG_9319

Also mit der ganzen Bande weiter… zumindest für mich ging es weiter… die Jungs fuhren satte 13 Stunden genau den gleichen Weg wieder zurück, aus dem sie kamen.

Die Dorfbewohner in Westjava haben nicht schlecht gestaunt, als die Boys wieder auf der Matte standen. 26 Stunden Fahrt für einen Tag Aufenthalt – jop, macht man nicht alle Tage.

Die Fahrt zurück war übrigens die Hölle! Dazu aber gern ausführlicher wann anders nochmal.

 

Wendung 5 – Back to Bali – Last time! Ich schwör!

Das kleine Fischerdorf in West-Java und die gesamte Crew dort war großartig! Unser „Dschungel-Camp“ war gesät von perfekten Gastgebern und netten und authentischen Menschen. Ich bin Fan!

Java_Monyet

Wenn du aber sowieso nach Bali zurück musst, um deinen nächsten Flieger von dort zu nehmen und dort Leute wiedersehen kannst, die du im November kennengelernt hast, dann machste das auch. Ich zumindest!

Und es hat sich gelohnt! Basti – schön, dass wir nochmal abhingen!

Zu manchen Menschen hat man sofort einen Draht als würde man sie ewig kennen. Basti ist genau so ein Mensch! Und ich bin saufroh, dass sich unsere Wege nochmal gekreuzt haben. Und auch Olaf, Ann, Rowan, Sue und all die anderen coolen Menschen wieder zu treffen hat zum Wohlfühlen beigetragen!

Und Uluwatu und ich sind mittlerweile auch gute Freunde geworden:

Bali_Waves_Surfen_

bali_wellen_surfen_wo

Nach 6 Monaten Reisen ist es ein schönes Gefühl an Orte zu kommen, die sich ein bisschen wie zuhause anfühlen!

Umso beschissener verlief der letzte Tag in Bali!

 

Fast-Wendung Nr. 6: Back to Neuseeland – oder vielleicht doch nicht?

An diesem Tag bin ich fast verrückt geworden!

Denn auf einmal ergab sich eine Chance, doch etwas länger in Bali zu bleiben, was aber bedeuten würde, dass ich nicht mehr nach Neuseeland fliegen würde.

Aber die Flüge nach NZ waren schon gebucht!

In meinem Kopf machte sich die große Rechnerei und in meinem Magen ein sehr ungutes Gefühl von Entscheidungsohnmacht breit!

Bis Abends wusste ich nicht, ob ich am nächsten Morgen fliege oder nicht.

Basti hat mir dann zum Glück mit zwei Sätzen den Kopf gewaschen und ich wusste: Ok, Plan wie gehabt: Morgen NZ!

 

Und hier bin ich nun…

Auch wenn mein Re-Start in NZ scheiße losging:

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Ich war fassungslos und megasauer!

Ich habe jeden beschissenen Keks und jede Muschel deklariert, aber ein Arschloch-Apfel war seit 2 Wochen in den Tiefen meines Rucksacks versteckt! EIN APFEL!!! Betteln, Flehen – alles umsonst! Ich muss zahlen! Laune am Tiefpunkt!

Achtung also beim Zoll! Die sind hier knallhart!

Aber was bleibt einem anderes übrig als das ganze am nächsten Tag mit Humor zu sehen und zu akzeptieren, was man eh nicht ändern kann?

Was sich dadurch verändert? Ab jetzt wird alles in Äpfeln gewertet:

1 Flugticket nach Hawai=1 Apfel

8 Ukulelen= 1 Apfel

3 Finnensets in NZ= 1 Apfel

Baby, I’m a millionaire:

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Zufall? Schicksal? Ironie? Auf dem Weg nach Westport…

So sitze ich jetzt also in unserer kleinen Küche in Westport – es ist soviel kälter als noch im Februar – die Überwindung ins Wasser zu gehen ist um einiges größer aufgrund der Temperaturen – aber ich bin zuhause!

Und zwar für eine Woche!

Warum ich hier bin, will ich noch nicht verraten! Nächste Woche kann ich euch dann hoffentlich mehr erzählen…

 

Der weitere Plan

Es geht tatsächlich endlich weiter Richtung Osten! Nach langem hin und her habe ich jetzt gebucht: Hawaii!

Wenn also jemand einen Tipp für Unterkünfte oder Spots hat: rein in die Kommentare!

Aber wer weiß das schon, ob dieser Plan wirklich so bestehen bleibt!

 

Die Kernessenz

Du kannst eine Weltreise nie zu hundert Prozent planen! Und das ist auch gut so! Klar, es ist manchmal etwas stressig, stundenlang zu planen, aber hey: Was für ein Luxusproblem, oder?

Ich bin auf jeden Fall sehr froh, dass ich mit One-Way-Tickets reise und mich ständig umentscheiden kann.

Es bedarf natürlich viel Flexibilität und Umplanerei (und auch viele Äpfel, aber das tut so eine Reise sowieso immer!), aber ich finde, dass es das wert ist! Ich würde es immer wieder genau so machen!

Fang also gleich heute an, Äpfel auf die Seite zu legen und erfüll dir deine Träume!

Scheiß aufs Geld!

Wenn du es hast: Plane! Leg los! Take Off!

Wenn du es nicht hast: Arbeite! Spare! Plane! Leg los! Take Off!

Geld und Arbeiten sind dazu da, um dich mit Erfahrungen und schönen Erinnerungen zu bereichern!

Arbeite um zu Leben, lebe nicht um zu arbeiten!

 

Wie eine Weltreise doch anders als geplant verläuft…

7 Gedanken zu „Wie eine Weltreise doch anders als geplant verläuft…

  • 21. Februar 2016 um 18:17
    Permalink

    Ich muss dir das hier einfach zeigen, haha.
    Erstmal cooler Artikel. Bin aus Ravensburg und deine Schaffe-Schaffe-HäusleBauen Mentalität kommt schon zum Vorschein, aber das ist sowas von scheiß egal, wenn es dich glücklich macht.

    Finde ich über korrekt. Super.
    Und jetzt schau mal hier her, wie der Apfel zum Thema passt… haha
    Wollte doch nur einen Mac kaufen… und so passt am Ende alles…

    http://www.macuser.de/threads/mac-air-kauf-in-malaysia-oder-new-york.742624/page-2

    Gute Reise weiterhin.
    Alexandros (www.bike4peace.eu)

    Antworten
    • 21. Februar 2016 um 21:43
      Permalink

      Hey Alexandros,

      zuerst einmal: Kalimera! Ti jinete? 😀

      Und dann natürlich: Geil! Du bist ja der Hammer! Vielen Dank dafür! Hat mich jetzt auch absolut zum Lachen gebracht! Nice!

      Ihr seid grad selber unterwegs wenn ich es richtig sehe, ne?
      Aber sagsch a Gruß dohoim nächschtes Mal, gell? 😉

      Liebe Grüße und danke nochmal für den Lacher,

      Pana

      Antworten
      • 22. Februar 2016 um 4:47
        Permalink

        Ela re… Pana von Panagiota ? Hätte ich drauf kommen sollen…

        Klar teile ich das. Also das ist ja mal der Hammer. Meine Frau hat sich heute morgen, als ich ihr die 400 Dollar Rechnung gezeigt hatte, nur an den Kopf gelangt… unser geplantes Ziel war ja auch Neuseeland, von daher passen wir jetzt besser auf…

        Sind aber erstmal nächste Woche in Perth, Australia und schauen was die Weltreise bringt…

        Na ise kala. Always.
        Keep rocking and catch the waves…

        Peace aus Siem Riep,
        Alexandre…

        Antworten
        • 22. Februar 2016 um 21:28
          Permalink

          Haha, nai wre… etsi akribos! 😉

          Ja, so geht es jedem – und ich bekomme regelmäßig Bilder von Schildern am Flughafen, wo ein fetter Apfel drauf ist und die Warnung draufsteht! 🙂
          Wenn es also andere abhält vor diesem Fehler, dann macht dieser Blog doch genau das, was er soll: Informieren, wie die Leute da draußen es besser machen können! 🙂

          Wenn ihr doch noch in Neuseeland seid, dann kommt einfach mal bei mir vorbei! Sagt Bescheid! 😉

          Viel Spaß auch beiden noch und genießt eure Flitterwochen!

          Kalo taxidi kai episis naste kala! 😉

          Grüße aus NZ,

          Pana

          Antworten
  • 21. Mai 2015 um 22:55
    Permalink

    haha „Urlaub vom Urlaub“ du verwöhntes Gör 😉

    Antworten

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